Und was uns sonst noch so stört...
und noch mehr davon hier
mit Tips für die SL´s
Larp ist nicht Pen&Paper! Dies zu erwähnen scheint selbstverständlich, ist es aber anscheinend nicht. Das Papierrollenspiel basiert darauf, das einen einzigartige Gruppe von Helden einzigartige Abenteuer erlebt. So wird vom Spielleiter (oder Meister) oftmals eine komplette Welt simuliert, in der sich die Abenteurer bewegen, und in denen ihnen kaum ein ebenbürtiger Gegener gegenübersteht. Gerade deswegen haben diese Helden einzigartige Fähigkeiten, die sonst kaum einer besitzt. Würde man dies auf´s Larp übetragen, hieße das, dass fünf Spieler und 100 NSC die die Welt simulieren. Es wollen aber eindeutig mehr spielen.
Man erwartet stimmungsvolles Ambiente,
Spannung und Abenteuer. Gleichzeitig sollte möglicherweise ein
Dorf
oder zumindest eine Burg dargestellt werden. Davon abgesehen findet man
wahrscheinlich ziemlich schlecht 100 NSC, die Lust darauf haben, nur
für
fünf übermächtige SC dazusein.
Es sieht vielmehr meist so aus, dass man, wenn man überhaupt ein Verhältnis 50/50 von SC und NSC auftreiben kann, die NSC trotzdem noch zwei oder drei Rollen spielen müssen. Alles Andere funktioniert nur in Einzelfällen (Orgaabhängig).
Dies bedeutet aber auch, das man nicht unbedingt auf jedem Con mit dem gleichen Char ankommen kann, sondern öfters mal wechselt, was aber bei solchen einfacheren Chars unkomplizierter ist, da die Kluft des Einfachen Volkes ähnlich ist.
Mittlerweile gibt es Cons, wo die Hälfte aller SC keine Menschen sind. Man trifft unter anderem nicht mehr bloß Spielerorks oder Haufenweise Elfen sondern auch SC-Vampire, Halbdämonen, Drachenkinder, Leute die tatsächlich astral riechen können (weil sie mit Wölfen verwandt sind) und wahlweise Oger, Katzenwesen in Massen, SC-Drow Gruppen und mächtige Hexenzirkel, deren magische Macht ausreicht einen Schutzkreis innerhalb von fünf Minuten zu ziehen und die ganze Nacht ohne weiteres Zutun aufrecht halten zu können.
Zwar gibt es durchaus gute Orkspieler oder vernünftig ausgespielte Nichtmenschen, aber viele, die einen ausgefallenen Char spielen wollen, haben schlichtweg zuviele Fantasybücher gelesen und wollen unbedingt mehr sein, als der Christian Huber, der Angestellter bei Firma X ist. So ein Heldenkomplex ist meistens fehl am Platz und macht den Charakter unglaubwürdig: 11 Jährige "Krieger" die darauf bestehen mit Sire angeredet zu werden, dickliche Elfen, die durch den Wald trampeln oder Kuscheldrows kommen ja zur Zeit in Mode. Wer unbedingt etwas ausgefallenes spielen will, braucht mehr als nur ensprechende Klamotte oder Pyroeffekte für Powerzauber.
Grad wenn
die Spätschicht gut am
feiern ist, die Bardin nett singt und man schon gut einen intus hat,
meint
des öfteren die SL aufgrund von Langeweile noch nen Drowangriff
oder
ähnliches starten zu müssen. Abgesehen davon, das man im
betrunkenen
Zustand nicht mehr kämpfen sollte:
DANKE!
Danach findet sich meist keine große Stimmung mehr ein, weil man dann müde is und doch ins Bett geht.
Mit
"Spätschicht"
ist hier allerdings nicht gemeint, dass 20 besoffene Krieger laut
gröhlend
alle anderen davon abhalten zu schlafen oder selber noch ein
bißchen
Ambiente zu haben und dass eben diese Besoffenen am nächsten
Morgen
sämtliche Toiletten vollreihern oder ihrer Übelkeit mitten im
Lager freien Lauf lassen. LARP ist keine fette Riesenparty, wo man sich
hackebreit säuft und Tags darauf dann vor lauter Kater nur
herumhängt,
alle anderen Spieler mißmutig anpöbelt und erst wieder
Abends
aktiv wird. Sowas kann man privat auf kleinen Cons machen!
Ambientechars sind oftmals leicht oder gar nicht bewaffnet und laufen im Gegensatz zu Powerchars auch mal alleine irgendwo rum ohne große Bewachung. Dies macht sie zu einfachen Zielen für irgendwelche Räuber oder Aktionen von irgendwechen Chaos/Dunkel-Truppen. Irgendwann macht es auch dem hartgesottensten Ambientechar keinen Spaß mehr dauernd weggeknüppelt zu werden und wenn dann Keiner mehr da ist, fragt man sich, wo alle hin sind und wo das Ambiente ist, da alle Anderen es nicht fertig bringen, untereinander zu spielen, aus Angst sich was vom Plot zu vergeben.
Ja und genau da
endets in letzter Zeit dauernd. Scheinbar ist ständig allen
Spielern
langweilig und man muss dann nach Einbruch der Dunkelheit, wenn Einige
schon was getrunken haben auf regennassser Wiese noch Orkangriffe
machen.
Und die halten einen dann für Pappnasen, wenn man dann schlichtweg
nimmer mitmetzeln will und das Gekämpfe ignorieren möchte,
weil´s
einfach zu gefährlich ist. Wenn ich kämpfen will geh ich
auf´n
Schlachtencon! Aber wenn man heute pro Schlacht mindestens einmal
nach´m
Sani rufen muss, dann vergehts einem irgendwann.
Was ist
dabei, die Ravioli, oder was es
auch gibt aus der Dose in einen Topf zu tun. Klar, der Topf muss danach
ieder saubergemacht werden, aber die Dose schaut einfach blos
scheiße
aus. Genausogut wie IceTea-Tetrapaks, Colaflaschen, Bierdosen/flaschen,
Bierkästen u.ä. Für was gibts denn ein Zelt, wo man das
alles unterbringen kann?
Klar, nicht jeder kann sich ein Ambientezelt leisten, aber wenn dann die Leutchen mit Wagenladungen von Waffen, Kettenhemden, Platten- und Lederpanzern etc. ankommen, frag ich mich schon, ob da nicht irgendwo die 300-500DM für ein einigermaßen ambientetaugliches Zelt dringewesen wäre und ne vernünftige Klamotte statt Piratenhemd und Lederhose... und sonst nix.
Jeder vernuenftige Ritter hatte Ersatzkleidung und auch höfische Kleidung, sod ass er nicht zu jedem Ereignis mit Platte hinlaufen muss, um sein Piratenhemd zu verdecken.
Jeder ist wahrscheinlich schon mal als Pappnase beschimpft worden. Ich mach hier mal nen Rundumschlag:
Ein altes
Thema mit Riesenbart. Oft
diskutiert.
Ich hab bis jetz noch nix vernünftiges in der Richtung gesehen,
bis
auf das stimmungsvolle Bild auf Thilos Homepage. Drowaktionen waren aus
meiner Erfahrung bis jetz nur nervig. Es wird einfach zuviel
rumgepowert
und inkonsequent gespielt. Deshalb halt ich´s wie Habakuk:
"Einseitig
destruktive Rassen
nützen
weder uns noch dem Spiel."
Ebenso ein leidiges Thema. Jeden nervt sowas, wenn der Andere einfach nicht kleinzukrigen ist, tausende von Sprüchen hat und das auch noch gnadenlos spielzerstörend einsetzt. Die Powergamer spielen ja an sich auch nicht schlecht. Nur hab ich so das Gefühl, das ihnen ihre ganzen Punkte zu Kopf steigen und sie sich aufführen wie Halbgötter. Solche Spieler-Halbgötter kann man beim Pen&paper spielen, beim Larp wird dann der Frustfaktor bei den anderen (low-level)Spielern irgendwann zu hoch.
Es mag sein, dass
sich der Eine oder Andere tatsächlich über Jahre hinweg
tatsächlich
"hochgespielt" hat, aber wo bleibt der Thrill, wenn man mit 3000
Magiepunkten
eh stärker ist als der Dämon der SL? Und was machen dann
eigentlich
die anderen Spieler noch auf dem Con?
Ich
könnt hier Namen nennen, aber
die SL sollte schon mal sich durchgreifen zu trauen, den Leuten
Kampfverbot
zu geben, die, besoffen oder nicht, draufdreschen wie die Irren.
Ich weiß ja nicht ob das immer so laufen muss, aber manchmal, steigern sich die Bösen so rein, dass es fast schon gefährlich wird.
Wenn man zwei
Tage
Kobold gespielt hat, ist man hinterher auch gut verwirrt und neigt dazu
gar nimmer aufhören zu können mit Blödsinn. Leider sind
Orkspieler nach zwei Tagen Orks sein oft dermaßen derb drauf,
dass
die dann auch teilweise nimmer ganz zurechnungsfähig sind und
draufknüppeln wie die Blöden und ein Orklager ohne Bier ist
halt kein Orklager,
aber Kämpfe nach Alkoholgenuß müssen ja dann doch ned
sein.
Wer kennt
sie nicht, die Ritter,
Barone,
Grafen usw. in Lederhose und Piratenhemd, mir riesigem Geldbeutel, die
ständig alleine unterwegs, und nix anderes zu tun haben, als
rumzupöbeln
und sich im Konfliktfall mit der Garde dann als Adliger ausweisen, am
besten
noch mit diplomatischer Immunität. Ich frag mich immer nur, welche
Länder sowas als Repräsentant zulassen würden.
Würde
die Garde denjenigen als Hochstapler festnehmen und hinrichten,
wäre
das Outtimegeheule groß. Adlige sollten, sofern sie nicht in
geheimer
Mission unterwegs sind, Gefolge dabeihaben, dementsprechende Kleidung
besitzen
und auch dementsprechende höfische Manieren an den Tag legen.
nerven
meist nur, da sie ja Meuchler
sind
und meucheln müssen. Am besten irgendjemanden, der einfach so
rumläuft
oder einen NSC. Gibt man denen dann wirklich einen Auftrag
heißt´s
dann:
"Der ist ja Spieler, den kann ich micht meucheln."
oder aber der Meuchler meuchelt sogar Spieler zum Spaß (ohne Auftrag), halt weil er nun mal Meuchler ist. Die gleiche Ausrerde benutzen auch Nervkobolde und dunkle Chars.
Einzelne, böse Spieler sind ja noch ganz lustig. Die momentane umherschwappende dunkle Welle (jeder muss mindestens eine extrem böse/dunkle Seite haben) ist doch schon fast lächerlich und eigentlich nicht mehr auszuhalten. Wo gibt´s denn die wirklich "guten" Guten? Wenn der Enddämon dann die Welt erobert, klatschen die Hälfte der Spieler Applaus!
Bauern, die
daherkommen
und schon wieder was von Kuh Elsa erzählen, über ihre miese
letzte
Ernte klagen und alles in allem dem letzten Untoten, den man
geschnetzelt
hat verdammt ähnlich sehen und sogar zufällig die selbe
schwarze
Lederhose tragen, sind halt irgendwie lächerlich. Richtig Bauer
spielen
ist genauso anspruchsvoll wie Ritter darzustellen.
Ist mal
wieder Langeweile angesagt,
weil
der Plot ins stocken geraten ist, versucht so manche SL, die
Leerlaufzeit
zu überbrücken. Beliebt ist hierbei Meuchler unters Volk zu
schicken,
die sinnlos meucheln. Dann geht die Panik um.
SEHR
EINFALLSREICH!
Man
sollte den Spielern schon
eine Chance lassen.
siehe: Terror in der Taverne/am Lagerfeuer
Wer hatt´s schon gerne, wenn er seinen Lieblingschar nicht so spielen kann, wie er will. Und dann zum x-ten mal die Pest umgeht- unheilbar, absolut tödlich bis auf das eine magische Rezept, fuer das die SC die Zutaten suchen müssen?
Da stellt sich dann die Frage:
(wobei ich dann natürlich eigentlich nicht mehr im Wald nach magischen Zutaten suchen und womöglich gegen die dortigen Räuber kämpfen kann)
also verbiete mir jeglichen Spaß außerhalb des Ausspielens der Krankheit
oder:
Es wäre anzuraten, ständig eine Bereitschafts-SL im SL-Raum zu halten, die auch dort bleibt, und das auch über Nacht. Genausogut sollten die Haupt-SLs nicht spielen und/oder deutlich zu erkennen sein.
Wenn die Haupt SL auch spielt, sollte es noch ein paar NebenSLs geben, die man leicht findet und die dann nicht sagen "Ja dafür bin ich nicht zuständig." In etwa die MagieSL auch den Chef der Magiergilde spielen lassen und dafür sorgen, dass bei wichtigen magischen Handlungen der Gildenchef eh dabei ist. Sehr gut hat das Konzept geklappt, dass die HauptSL zum Beispiel unter anderem Küchenjunge ist. Man findet die SL so in der Küche, und da weiß jeder wo sie ist. Jedenfalls sollte eine spielende SL keinen Char haben, der sie dann ständig unterwegs sein lässt, so dass man sie nicht findet.
Es gibt genug Spieler, die auf eine Con gehen, um einfach nur ihr Charaktere auszuspielen. Für diese sollte auch die Möglichkeit geschaffen werden, sich einfach nur aufzuhalten und nicht in den Plot eingebunden zu werden.
Außerdem ist das Larp ein "interaktives" Spiel, was genau deswegen sehr flexibel. Der Plot muss also ständig der aktuellen Spielsituation angepaßt werden.
Als SL sollte man sich überlegen, WANN man zu dem Con erscheint. Es gibt halt Spieler, die sind schon um 1 Uhr Freitags da, weil sie gerne aufbauen möchten bis es dunkel ist und wenn man mehre Zelte und eventuel Palisaden aufstellen möchte, wäre es schon hilfreich die SL wäre anwesend und käme nicht erst um 3 Uhr, zumal die ja normalerweisae auch was aufzubauen haben und sich sonst alles in die Nachtstunden verschiebt.
Man kann
auch am Tag spielen, und nicht
erst, wenn´s dunkel ist. Dies gilt im besonderen auch für
Kämpfe.
Und jedem sollte klar sein, dass man am Tag sicherer kämpft:
Im Dunkeln (wenn man auch rotweiße Absperrbänder kaum sieht) in einem fremden Wald mit plötzlichen Steilhängen herumzustapfen ist nicht unbedingt eine gute Idee. Zumal dann die meisten Spieler ihren "Lichtfinger" auspacken, weil sie entweder keine ambientetaugliche Beleuchtung (Öllampe) haben und Fackeln verboten sind. Geblendet rennt man dann vorwärts und das kleine Schwarze Loch am Boden erweist sich als Stolperfalle zum Fußbrechen.
Und grade nachts, wenn Mancher fast wirklich schon Angst hat und der Wald voller Orks steckt, neigen so Einige in halber Panik dazu sich hinter eine Bodenwelle zu werfen, die dann blöderweise ein Abhang war.
Und zwischen
Zeltschnüren
und Heringen im Lager is es gleich doppelt so gefährlich.
Und noch eine
Kleinigkeit:
es passiert leider immer wieder, dass man im Wald einige interessante
Stellen
findet, weil man als Waldläufercharakter o.ä. eben gerne in
den
Wald geht. Später werden von den anderen Helden genau an diesen
Stellen
plötzlich Schätze/magische Artefakte/plotrelevante Personen
gefunden,
die da angeblich schon Jahre vergraben sind/ oder sich aufhalten, die
aber
leider am Morgen, als man den Platz fand, noch nicht da waren, weil die
SL sie erst versteckt, wenn die Heldengruppe in den Wald zum Suchen
aufbricht.
Selbstverpflegungscons
sind nun mal billiger als Vollverpflegungs- Burgcons. Da man auf die
meistens
Cons ja auch noch entsprechend weit fährt, müsste sich ein
großer
Con schon rentieren, sprich: länger als ein Wochenende dauern.
Wochenendcons
von denen man eigentlich am Freitag eh nimmer viel hat und auch am
Sonntag
schon nach dem Brunch heimfährt, rentieren sich für Leute
ohne
Geldscheißer nur als Zeltcons.
Cons auf denen
ALLE
Getränke schon im Conpreis enthalten sind, sind einfach nur
Unsinn:
jeder, der kein Bier oder Met mag, zahlt automatisch für jene mit,
die sich abends dann mit vier Halben einen genehmigen. Dabei zieht das
Argument, man könne ja soviel Saft trinken wie man wolle, nicht,
weil
Saft nun mal billiger ist als Bier.
Zumal man
meistens,
enn alle Getränke bereits bezahlt sind, sie im Intime nochmal
zahlen
muss und es gibt Charaktere die im Intime kein Geld haben und es sich
auch
nur schwer verdienen können. Also entweder gleich intime-zahlen
weglassen
(nach dem Motto, der Fürst lädt Euch ein, wenn Ihr dafür
die Welt rettet) oder Münzen an alle rausgeben. Es ist einfach
unfair,
enn selbsternannte Adelige mit dickem Geldbeutel alles bekommen und der
Schmied keinen Pfennig hat, nur weil sowieso alle Spieler unkaputtbare
Schwerter haben und keiner den Schmied aufsucht.
Des öfteren hab ich jetzt schon das Argument gehört, dass Mache keine Selbstversorgercons mehr veranstalten, weil die Spieler zuviel Müll einfach im Wald oder am Zeltplatz liegen lassen, so z.B Dosen, Verpackungen und Essensreste (ja, auch diese!).
Und eigentlich dürfte es kein Problem sein Abfalltüten zu verteilen und den Spielern zu sagen, dass gefälligst aufgeräumt wird. Spieler die das nicht tun, läd man eben nimmer ein!
da ginbt´s dann oft teures, schlechtes Essen.
Die Essensportionen sind oft zu klein für erwachsene Kämpfer (man ist ja kein 12 Jähriger Pfadfinder), schlecht und einfach zubereitet und das Essenn gibt´s zu genau festgelgten Zeiten, wofür man dann den kompletten Plot unterbricht und man hinterher Mühe hat, wieder reinzukommen.
Für
den oftmals dafür
verlangten
Preis ist dies inakzeptabel.
Nur wenige Herbergseltern lassen
die JuHe
einigermassen Ambientegerecht. Besonders die Innenaustattung ist oft zu
modern.
Wenn man umgeben ist von Lichtschaltern, blödsinnigen Bildern vom letzten Treffen der Pfadis und man auf Plastikboden andelt, dann wird man rein optisch in Outtimelöcher gezogen und neigt dazu leichter Outtimeblasen zu erzeugen.
Susi und Christian
boronk @ boronk. de