Talainth 4
Fr.24.-So.26.06 (Sauloch bei
Coburg)
Gesamte
Gallerie
Erinnerungen,
Träume und
Phantasiegespinste,
Vergangenheit, Zukunft und der
Augenblick des Traums dazwischen
bilden ein Land, das einen einzigen,
unsterblichen Tag lang existiert.
Das zu wissen, ist Weisheit.
Es sich nutzbar zu machen ist die
Kunst.

Unheil zieht auf
Brütende Hitze und flimmernde Luft
lagen über dem kleinen Dörfchen Silberau, als wir nach
einer mehr als weiten Reise durch die Lande des Menschenvolkes und
durch Aarun (welches im Königreich Talainth liegt) unser Ziel
erreicht hatten.
Wie schon zwei Jahre zuvor, waren wir
geschickt worden um unserer Loge zu dienen, doch sah es dieses Mal
von Anfang an eher danach aus, als wäre unsere Suche nicht von
Erfolg gekrönt.
Das Land Aarun ist eine der
seltsamsten
Gegenden, in die man sich verirren kann.
Zum Beispiel sind dort
Werwölfe
etwas völlig normales und anstatt Furcht und Schrecken zu
verbreiten, wie es in den Menschenländern oft der Fall zu sein
schenit, gelten sie Dort als Beschützer der Menschen, leben mit
ihnen und werden von ihnen mit großen Respekt behandelt.
In den Wäldern lebt zudem das
Volk
der Taka´toor , ein wildes Naturvolk, das es nicht gerne sieht,
wenn Fremde in ihr Gebiet kommen. Wir respektierten das und hielten
uns aus dem Wald fern.
Ein
weiterer, den Dörflern
normaler Anblick ist die Anwesenheit von Yass'or und seiner
Gefährtin, die die Priester Ssirr´ara sind. Der Tempel,
den wir schon vor zwei Jahren bewacht hatten und der ein Artefakt
enthält, das bereits von uns untersucht worden ist, steht immer
noch an Ort und Stelle, doch konnten wir dieses Mal erfahren, dass
das Artefakt im Tempel nicht das Einzige ist, das in diesen Landen
existiert.
Yass`or und seine Gefährtin
Das Artefakt im Tempel ist eines von
mehreren, mit denen die Grünen Echsenwesen in der Lage sind, die
auserwählten Menschen (Tzi´grom) in ihresgleichen zu
verwandeln, wodurch sie Unsterblichkeit und somit große
Weisheit erlangen.
Trotz
dieser kulturellen Vielseitigkeit
fürchten sich die Dorfbewohner lustigerweise ausgerechnet vor
uns. Kobolde und Feenwesen machen ihnen Angst, was wir in keinster
Weise begreifen oder verstehen können. Schließlich haben
wir bereits vor zwei Jahren bewiesen, dass wir ihnen wohlgesonnen
sind.
Immerhin haben wir zumindest
Yass'or
und seine Gefährtin recht schnell erneut davon überzeugen
können, dass wir noch immer keine Gefahr für sie, oder das
Artefakt darstellen.
Troll Ludo
Allerdings, so bemerkten wir bald, gab
es durchaus Andere, die dazu in der Lage waren.
Hierzu muss ich kurz ein wenig
ausholen:
Vor 522 Jahren schlugen die
grünen
Echsen das Volk der weißen Echsen - ihre eigenen Brüder
und Schwestern - in einem Krieg und verbannten die Überlebenden.
Streitpunkt scheint die Auslegung
des
Glaubens gewesen zu sein.
Die weißen Echsen wollten
immer
schon alle Menschen in Ihresgleichen verwandeln, die Grünen
jedoch nur auserwählte Tzi´grom.
Nach meiner persönlichen
Beurteilung muss ich jedoch sagen, dass Nicht-Auserwählte
womöglich nicht in der Lage sind, die Verwandlung zu
überleben
und die grünen Echsen somit im Recht wären.
(Siehe dazu den Bericht von Keyra
zu
den Geschehnissen vor zwei Jahren)
Uns gingen diese Streitigkeiten
nichts
an, allerdings mussten wir feststellen, dass offenbar doch nicht alle
weißen Echsen verbannt oder getötet worden sind. Zumindest
scheint es vieren davon gelungen zu sein, mit Blutmagie einen Weg zu
finden, die Kräfte der vier Elemente anzuzapfen und einen
Racheplan für die damals erlittene Schmach zu schmieden.
So trat am ersten Abend gleich
eine
weiße Echse mit mächtiger Erdmagie auf, die zudem eine
ganze Truppe an ihr hörigen Tzi´grom befehligte, die uns
angriffen, ohne, dass wir mit ihnen sprechen konnten.
Es
gelang den Menschen in Silberau,
gemeinsam mit durchreisenden Abenteurern und einigen fahrenden
Rittern, den Angriff zurückzudrängen.
Außerdem erlebten wir eine
Vision, oder Erscheinung, von der ich nicht sagen kann, was sie
ausgelöst hat, nur, dass Alle sie sehen konnten.
Etwas derartiges, vor allem in der
Menge, haben wir noch nie zuvor erlebt.
Die Sidhe und im Hintergrund
ein Nekromant
In der Vision waren wir einmal Zeuge
des letzten Kampfes der Grünen gegen die Weißen Echsen und
dann anschließend eines Rituals, in dem ein uns unbekannter
Mann, der im Folgenden als "der Händler" bezeichnet
wird, ein Artefakt mit Blutmagie erweckte.
Das Artefakt bestand aus einem
Obelisken und einem kugelförmigen Oberteil in das vier
Gesichter, die in die vier Himmelsrichtungen sehen, eingelassen
waren. Das Verbindungsstück zwischen Kugel und Obelisk war eine
Schale in die der Mann sein Blut füllte. Vier weiße Echsen
gesellten sich zu ihm und wir sahen in unserer Vision, wie die Vier
anschließend das Artefakt abtransportierten und dann in
plötzlich aufwallendem Nebel verschwanden.
Wir nahmen deswegen an, dass
dieses
Artefakt eben jenes ist, das die weißen Echsen in ihrem Besitz
haben um die Magie der Elemente gegen uns zu wirken, wie sie es in
einem ersten und noch drei darauf folgenden Angriffen in der ersten
Nacht taten.
Es ist unmöglich zu sagen,
woher
die Vier Auserwählten genau kamen, die im Folgenden hilfreiche
Visionen hatten. Doch angeblich waren sie es gewesen, die den
weißen
Echsen am nächsten gewesen waren.
Und vermutete ich nicht zu
Unrecht,
dass auf dem hiesigen Friedhof womöglich noch Grabbeigaben sein
könnten.
Darauf kam ich, weil wir uns
fragten
warum wir immer wieder angegriffen wurden, als gäbe es im Dorf
noch etwas wichtiges zu holen. Zudem war Rashid in der Bibliothek auf
den Namen und die Geschichte zweier Helden gestoßen, die auf
dem Friedhof begraben lagen.
(Rashid wird diesen Teil
vervollständigen.)
Jedenfalls gelang es ihm nach
einiger
Recherche in der Bibliothek mehr zu erfahren und die erstaunlich gute
Zusammenarbeit alle Anwesenden brachte uns in den folgenden Stunden
soweit, dass man wusste, dass es sich bei den Elementen des Rituals
um
Erde - Antinatur
Luft -
Antimagie
Feuer -
Antileben
Wasser -
Antiseele
handelt
Außerdem wurde in einem Buch
eine
Gegenformel entdeckt mit der sich eine Art Schutzkreis gegen die
Anti-Elemente aufbauen ließe.
Für uns schien das wichtig,
da
sich über dem gesamten Dorf eine Art Anti-Magie-Aura befand, die
jegliche Magie erschwerte und wir bereits am ersten Abend vermutet
hatten, dass dies von den Machenschaften der weißen Echsen
herrühren müsste.
Unsere Nögger bastelten
fleißig
an einem Windrad, das später als Fokus für die Luft im
Ritual benötigt wurde. Weitere Artefakte konnten die anderen
Gruppen ebenfalls in der Gegend finden.
Zudem gelang es den vier
Auserwählten
schließlich in die Höhlen vorzudringen die man als den Ort
ausgemacht hatte, an dem sich die Tzi´grom mit den weißen
Echsen verbargen.
Kiriad,
ein Tscha´tra (ein Volk
das unter der Erde in den Höhlen des Königreiches Talainth
lebt) der uns eigentlich bis zu dem Zeitpunkt als freundlicher, wenn
auch recht bleicher Zeitgenosse aufgefallen war, nutzte leider
ausgerechnet die Stunden vor dem Ritual, um den weißen Echsen
eines der Artefakte aus den Gräbern zu überlassen.
Natürlich hatte der Mann gute
Gründe und seine Geschichte will erzählt sein. (Was Rashid
übernehmen wird), doch erschwerte dieser "Verrat" im
Folgenden ziemlich die Zusammenarbeit mit den Anderen.
Die Auserwählten konnten nach
vielen Versuchen von Anderen Gruppen (Auch unser Nögger Alberich
hat es probiert und musste teuer dafür zahlen) zwar in die
Höhlen eindringen und das Siegel brechen, das verhinderte, dass
andere Personen die Höhlen betreten, doch die nachfolgenden
Krieger töteten nicht nur alle weißen Echsen, sondern es
sind im Kampf um die Höhlen auch alle Tzi´grom gefallen.
Wir sind immer noch der Meinung,
dass
diese Menschen, die unter dem Bann der weißen Echsen standen,
hätten gerettet werden können.
Auch Yass`or ist dieser Meinung und das
eine einzige Tzi´grom unter den Leichen ihrer Brüder
dennoch überlebt hat, war ihm und seiner Gefährtin nur ein
kleiner Trost.
Die Zerstörung des Artefakts
durch
die Auserwählten verhinderte außerdem, dass wir es uns
ansehen konnten. Als wir die Höhle betreten konnten, war es
bereits zu spät.
Falls es sich bei dem Artefakt um
eine
Scherbe gehandelt hat, so können wir darüber keine Aussage
treffen.
Wir ziehen also unverrichteter
Dinge
weiter, konnten aber immerhin unsere freundschaftlichen Beziehungen
zu den grünen Echsen weiter ausbauen.
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Mannis
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