Talainth III

Von 21.08. -24.08. am Karlshof bei Nördlingen
Missionsbericht von Shikeyra, Heer der 3. Garnison der Spiegelloge.


Keyra

Keyra

Die Sommer sind heiß im Landstrich Ahroun in Talainth und wir hatten alle Hände voll zu tun unser Reisegepäck dort durch die Gegend zu schleppen. Dennoch hatten wir gute Gründe ein Dorf Namens Silberau als unseren Rastplatz zu wählen.


Einmal weil wir auf unserer Reise diverse Gerüchte über diese Gegend gehört hatten, aber auch weil uns die seltsamen Echsenwesen auffielen, die in dem Dorf anwesend waren.


Wir wurden aus diesem Grunde hellhörig, da wir bereits von Wolfswandlern gehört hatten und nun auch noch Echsenwesen vorfanden.


Seltsamerweise allerdings waren die Wölfe - oder besser gesagt Wer-Wölfe in dem Land unter einer Art Schutz. Die Anweisung, dass kein wolfsartiges Wesen getötet werden dürfe, kam von ganz oben, was uns vermuten ließ, dass die 'Werwolfkrankheit' zumindest in diesem Landstrich als etwas 'normales' angesehen wird und sicherlich einige der Bewohner ebenfalls Wölfe waren oder der Landesherr wohl gar selbst.


Dorf

Dorf Silberau

Rakan

Rakan


Uns persönlich machte dieser Umstand nichts aus und da wir bisher auch nie mit Wolflingen Probleme bekommen hatten, sahen wir keine Gründe wieder abzureisen.


Es fiel uns nur schwer dem Schultheiß zu folgen, der uns als Dorfobriger die Gesetze vorlas, was mindestens eine halbe Stunde gedauert haben mag. So ist in dem Land offenbar jede Menge verboten und recht wenig erlaubt.


Nekromantie, Vergewaltigung, Diebstahl und Mord werden strengstens geahndet (endlich mal), aber auch kleinere Vergehen werden mit strengen Strafen belegt. Gesindel hat es dort sicher nicht leicht. Die Dorfbewohner schienen uns redliche und ehrliche Leute zu sein. Eigentlich ganz angenehme Zeitgenossen. Wir bemühten uns ihren Gesetzen Folge zu leisten und auch unsere neu dazugekommenen Mitglieder etwas zu bremsen, die neugierig und wissensdurstig alles ausprobieren wollten. Besonders Rakan schien seinen Spaß an den Menschen- und Elfenfrauen zu haben.

Von Tanut - einem Priester der, wenn ich mich recht erinnere Moga-kaste (oder so irgendwie) - konnten wir etwas mehr über die Echsenwesen erfahren, die sich wohl wegen der vielen Gäste beunruhigt fühlten und im Dorf auftauchten. Wir wären aus diesem Grunde am nächsten Tag wohl weitergezogen, hörte aber dann einige Gerüchte und Sagen.


Zunächst wurde uns berichtet, dass im Tempel, neben dem wir mehr oder minder zufällig unser Lager aufgeschlagen hatten, eine Gottheit Namens Ssirr´ara verehrt wurde. Wie wir außerdem erfuhren, waren die drei anwesenden Echsenwesen von einem Stamm Namens Tzi´grom offenbar Priester dieser Gottheit.


Auch gab es dort zwei menschliche Priester (Iarus und Novize Enor), die eine Bibliothek und das Tempelheiligtum 'bewachten'.

Und die Dorfbevölkerung schien sich mit dem Glauben an die Gottheit wohlzufühlen, auch wenn es uns etwas seltsam vorkam, was eine echsische Gottheit in einem Land voller Wolflinge zu sagen hat.

Echsen

Echsen

Schmied

Schmiede


Tanut, von dem wir auf unseren Reisen schon gehört hatten und der der echsischen Sprache mächtig ist, und wohl deswegen mehr wusste, erklärte uns, dass laut der Legende Ssirr´ara aus den einst hier wohnenden Menschen Echsen gemacht hatte und die Echsenwesen hier die Nachfahren dieser Leute sein mussten. Die menschlichen Bewohner des Dorfes seien später dazugekommen und hätten den Glauben angenommen.


Für uns interessant war nur die Tatsache, dass es noch immer möglich sei, mit Hilfe eines Artefaktes Menschen ihrer Gottheit näher zu bringen und sie in Echsen zu verwandeln.


Außerdem hörten wir, dass auch jemand im Dorf angekoemmen sei, der das selbe Artefakt suche um damit die 'Werwolfkrankheit' seiner Tochter zu heilen.


Wir beschlossen zunächst einmal zu bleiben und mehr herauszufinden. Als dann zudem ein recht großer Haufen Höhlenbwohner aus den nahegelegenen Höhlen kam und damit anfing wahhlos Leute zu entführen und wir zudem erfuhren, dass auch diese Höhlenbewohner das Artefakt gerne in ihre Finger bekommen wollten, war für uns klar, dass es sich bei dem Artefakt eindeutig um etwas Mächtiges handeln musste.

Pookas

Pookas


Operation

Drogensucht bei einem Chatra und Entzugserscheinungen

Die Bewohner der Höhlen - sogenannte Chatra (oder Tschadra? - zumindest hörte sich das Wort so an) - so erfuhren wir später, waren häufig nur versklavte ehemalige Bewohner des Landes Talainth, die durch eine Droge gefügig gemacht worden waren. Für uns wurden die zahlreichen Überfälle, die diese Gruppe immer wieder auf allein das Dorf verlassende Reisende verübte, langsam zur Plage.


Wir verstanden nicht ganz, warum aber umgekehrt die Reisenden aus dem Dorf auch immer wieder in das Höhlensystem vordrangen in dem diese Höhlenmenschen ihr Dasein fristeten. Bei den zu erwartenden Kämpfen wurden wohl auch einige der Reisenden getötet, was wir sehr bedauerlich, aber kaum verwunderlich fanden. Außerdem müssen sie bei ihrem Vordringen in die Höhlen auch die noch tiefer lebenden Drow aufgestört haben, die mitten in der Nacht das Dorf angriffen, aber wohl von den ganzen angereisten Gästen vertrieben werden konnten.

Diese wiederum waren gekommen, weil sie von einer Werwolf-Bedrohung gehört hatten und den Dörflern eigentlich hatten helfen wollen.


Erst als wir am zweiten Tag unserer Anwesenheit in Silberau hörten, dass wohl niemand der Höhlenbwohner mehr in diesen Höhlen verblieben war - ein Racheakt für die getöteten Reisenden, die in den Höhlensystemen verstorben waren - wagten wir selbst diese zu besuchen, nur um festzustellen, dass dort drinnen, tiefer unten auch noch Untote 'leben'. Wir bezogen eine gehörige Tracht Prügel und ließen uns das eine Lehre sein. Nur Rakan, der seine Waffe verloren hatte und Eberhard, unser Nögger-Erfinder wagten sich noch einmal hinein. Eberhard wohl weil er verrückt danach war die dortigen Fallen auszukundschaften und Rakan, der seine Waffe wiederhaben wollte.


 


*Ein Hochländer, der von uns 'der Wanderer' genannt wurde und leider auch Chen, ein Windmagus, den wir auf unseren Reisen bereits desöfteren getroffen haben

Nögger mit Yass`or

Yass´or mit Nögger Eberhard

Manfred

Troll Manfred


Wie wir außerdem mitbekamen, war auch der Anführer der Chatrta ein ganz übler Brusche und owohl Nekromantie verboten ist, hörten wir von Friedhofsschändungen und Untoten, die aus irgendwelchen Körperteilen zusammengesetzt worden waren. Das Lager und auch das Dorf wurden immer wieder durch diese Unwesen bedroht, die teilweise aus den Höhlensystemen kamen, aber sich wohl auch im Wald verbargen, in dem es auch noch Werwölfe und Waldmenschen gab. Über deren gesinnung kann ich jedoch nicht viel aussagen. Wir hatten keine Probleme mit ihnen.


Ich hatte mittlerweile herausbekommen, dass in den Höhlensystemen nichts war, was wir gerne gehabt hätten und sich das Artefakt offenbar unter dem Tempel in einer Art Schrein befinden musste.


An diesem Tag traf ich auch direkt im Ort eine Fee Namens Tala. Etwas erstaunt darüber eine offenbar hier wohnende Fee anzutreffen, versuchte ich mich mit ihr zu unterhalten. 

Es gelang mir zunächst nicht herauszufinden zu welcher Art sie gehörte doch sind wir zu dem Schluss gekommen, dass sie womöglich eine der verlorene Sidhe sein muss, die seit dem Bersten des Spiegels nicht mehr in Arkadien gesehen wurden.

In unserem Lager erklärte sie, sie hätte etwas für uns, wenn wir ihr etwas Kurzweil bieten würden und wie uns schien, wusste sie ganz genau was wir haben wollten. Sie wollte also unbedingt ein Gedicht, dass wir auch noch vorspielen mussten. Die Ärmste war wohl schon viel zu lange alleine.


Also begannen wir zu dichten und ich kann nur sagen, dass wir Glück hatten die Pookas, Manfred und Leelou dabeizuhaben, denn ohne sie hätten wäre das dichten wohl ziemlich in die Hose gegangen. Tala zeigte sich am Abend ganz entzückt von unserer Dichterei und schenkte uns einen Schlüssel, ehe sie davonstob.


Bei näherer Betrachtung mussten wir feststellen, dass dieser Schlüssel im Griff eine Schlange oder Echse und einen blauen Stein eingerabeitet hatte. Das machte uns stutzig.


Warum hatte sie uns den Schlüssel gegeben, der so offensichtlich zu dem Echsenheiligtum hier gehörte? Wir mussten annhemen, dass unsere Scherbe also womöglich doch dort drinnen war. Erst einmal war es für uns ab diesem Zeitpunkt gefährlich. Da soviele Leute dieses Artefakt haben wollten, war uns ganz klar, dass niemand wissen durfte, dass wir den Schlüssel bekommen hatten, schon gar nicht, da man uns des Diebstahls bezichtigen konnte. Es war ja doch etwas schwer zu erklären, woher wir ihn hatten.


Pooka

Paschek


T´nuuth

T´nuuth


Dennoch mussten wir zunächst herausfinden, ob es tatsächlich der Schlüssel zum Heiligtum war und aus diesem Grunde sprach ich den Schlossermeister 'Fingers' und auch Tanut Tags darauf an. Tanut war ziemlich entsetzt in unseren Händen den Schlüssel zum Heiligtum wiederzufinden, zumal der Schlüssel dem toten Novizen des Echsenheiligtumes gehörte. Aus dem Grund vertrauten wir uns auch Yass'or an, dem männlichen Echsenwesen und offenbar auch eine Art Priester.


Irgendwie stellten wir schnell fest, dass die Sprachbaiere, von der Tanut gesprochen hatte, gar nicht so groß war, es gelang uns nämlich Yass'or zu verstehen und er verstand uns eigentlich auch ganz prima. Allerdings lösten wir das Problem hauptsächlich mit einer Schale Suppe, zu der wir den Echsenmann einluden.


Außerdem hatte Tanut recht gehabt: Echsen haben wirklich Humor. Yass'or war jedenfalls erleichtert, dass der Schlüssel bei uns war und wir gaben ihn auch zurück, allerdings wollte ich dafür ihr Heiligtum sehen. Nach längeren Gesprächen konnten wir ihn auch davon überzeugen, dass das was wir suchten, äußerst wichtig war und wir - falls sich herausstellen sollte, dass sein Artefakt auch unseres war - wir dieses dort lassen würden, wo es gut aufgehoben war.


So kam es also, dass ich meine Nase mal wieder in einen Tempel steckte. Und das als einer der wenigen wohl, denen diese Ehre je zuteil wird. Leider wurden mir die Augen verbunden, aber es reichte mir zu spüren, was sich dort unten in der Tempelkrypta befindet.

Nögger mit Yass`or

Yass´or


Dorf

Dorf


Da ich versprochen habe zu schweigen, werde ich nicht weiter darüber berichten, doch kann ich versichern, dass es sich bei dem Artefakt nicht um eines der unseren handelt. Allerdings kann ich nur warnen, zu versuchen dort einzudringen. Der Wächter würde niemand vorbeilassen und ich kann bestätigen, dass er die Macht hat Angreifer abzuwehren - selbst den Sidhe dürfte es schwer fallen.


Der Schlüssel ging an seinen rechtmäßigen Besitzer zurück und wie wir mitbekamen, kannten sich Tala und Yass'or schon länger. Ein Grund wohl, warum Yass'or und seine beiden entzückenden Begleiterinnen (Tochter Nihr´ass und Gattin Tssiri´ja) ganz gut mit uns verstanden. Der Rest der Dörfler und Durchreisenden hatte wohl etwas Scheu vor den Echsen, und natürlich auch umgekehrt. Wobei ich sagen muss, dass der aufreizende Auschnitt in den Gewändern der Echsendamen so manchen Mann ganz verrückt gemacht hat. Besonders unseren Tinker und auch Tanut waren sehr angetan, wobei Tanuts Echsenvolk bei dem er laut seinen Erzählungen aufgewachsen ist, schwarzschuppig war und außerdem redete er ständig von roten Nackenkämmen. Dennoch scheint Tanut die Verwandlung zum Echsenwesen, die er sich so sehnlich wünscht zumindest teilweise vollzogen zu haben. Spät in der Nacht hat man ihn noch gesehen, wie er wohl mit grüngeschuppten Händen aus dem Tempel kam.


weiß nicht wer das ist

unser 'Dagegen'-Schild


In dieser Nacht gelang es wohl auch, den Anführer der Chatra (Talistro oder auch Loktra oder so ähnlich) und seine Bande zu vertreiben. Wir selbst hielten uns aus diesen Streitereien heraus. Allerdings bemühten wir uns den Tempel aber vor allem auch unser Lager zu schützen.

Warum wohl?



Tala hatte mir am Abend zusammen mit Yass'or gleich zwei der Scherben übergeben... weil sie uns so sympatisch fand. Die beiden Stücke befinden sich im Besitz von Pluscha-Fuchspooka und Paschek-Waschbärpooka, die sich unserer Gruppe angeschlossen haben und die ich für geeignet halte. Beide wurden eingeweiht und sind nun Träger der Scherbe. Das Ritual wurde allerdings noch nicht vollzogen.


Wir können hiermit ohne Verluste einen Erfolg der Mission melden und machen uns erneut auf um weiter zu suchen.

Faun

Rakan, der kuschelige Redecap

T´nuuth mit den Echsen

seltsame Leute

hässliche Leute

schönere Leute

  fleißige Leute

mehr schöne Leute


Danke an die SL für den Con

Er hat uns echt Spaß gemacht.

Die NSC, die mit uns zu tun hatten, haben uns ein super Spiel geliefert.