Spoffl 6 "Sonnenlicht" von 13. - 18. August bei Coburg

Bilder geschossen von der Spoffelorga gibt´s in original-Größe von http://www.spoffl.de (sie sind extra gekennzeichnet)

weiter mit unseren Bildern

Ja... nun wo fang ich denn an?

Ja genau... mit dem Wichtel und wie ich nach Rohanja oder Rohan oder so kam. Zuerst nämlich waren wir ganz wo anderes, der Herr Metiker, Inurinai, Boronk und ich, aber dann ham wir den Irian gefunden und sind so dann dahin gekommen und da war ein Herzog und der wollte ein Fest feiern, weil nämlich seine Herzogin ein Kind bekommen würde, vielleicht schon am nächsten Tag und er lud uns alle ein dazubleiben und mitzufeiern.
 

Also ham wir auch gleich unsere zwei Zelte wieder hingebaut unsere Lasttiere zum erholen untergestellt. Und wie wir so Zelt bauen, seh ich drei Zelte weiter, bei den Zelten, die der Herzog für die vielen anderen Gäste aufbauen hat lassen, ein grünes Gesicht und denk mir  "Uiiiiiiii... na sowas, wer is der denn, denn kenn ich ja überhaupt gar nicht?" und natürlich hab ich ihn mir sofort angeguckt.
Und er is auch auf die selbe Idee gekommen... da ham wir uns also angeguckt.
"Wer bist du denn?" frag ich und er gleich ganz galant:

Foto vom Spoffl e.V.

"Ohhh, schöne grüne Dame... ich bin der Sausebraus aus dem schönen Land Kotien wo der Wunschbrunnen steht und ich bin ein richtiger Wunschwichtel und duuu?"
"Ich bin ein Kobold und heiß Ewigesunglück... najaaa... die Anderen nennen mich so!"
"Ohhhooo ein Kobold!" sagt er und guckt gleich nach ob ich einen Schwanz hab. "uiiiii!"


Foto vom Spoffl e.V.

Und dann hat er gleich erzählt, dass einer seiner elfischen Gefährten (Salandris war´s, Soltarian und Nenja sind die anderen zwei) sich vom Wunschbrunnen gewünscht hat, dass Sausebraus 300 Jahre lang bei ihnen bleiben darf. Und so is der Sausebraus also auch dahin gekommen... und die nächste Woche haben wir da damit verbracht ganz heldenhaft Alle zu retten und das will ich jetzt hier erzählen:

Also zuerst mal, war da ja die Frau mit dem dicken Bauch und dem Kind drin. Die Herzogin, die wollte uns gar nicht in ihrer Nähe haben und die war auch gar überhaupt nicht fröhlich, wie sich das gehört für eine Frau mit dickem Bauch.

Also ich hab das alles ganz komisch gefunden und weil die herzogliche Garde und die Wache das nicht wollten, bin ich überhaupt gar nicht nah ran gegangen. Die ham doch echt wirklich geglaubt, dass wir beide - der Wichtel und ich - des Kind klauen wollen, dabei war ja die Frau noch drumrum und ich nehm doch keine ganze Herzogin mit!
Also sind wir immer gleich wenn die Frau kam, schnell weg... aber zum Lachen hätt ich sie gerne gebracht.

Also haben der Wichtel und ich, wo wir schon nicht nah hindurften uns überlegt, ihr wenigstens ein Geschenk für das Kind zu machen, as ich ja eh so gehört.

Und da sind wir in den Wald, haben eine Eichel gesucht und sie wachsen lassen zu einem kleinen, kleinen Eichenbaum mit erst 5 Blättern und den haben wir in eine Schale gepflanzt und dann haben wir alle unsere vielen Beutel rausgezogen wo wir unsere wichtigen magischen Gegenstände drin haben und haben dem Baum viele, viele Schutzzauber mitgegeben, damit kein böses Wesen dem Kind mehr was tun kann.

Und das haben wir dann auch dem Herzog geschenkt und er hat gesagt, er wird´s im herzoglichen Garten einpflanzen. Und ich hab gesagt, enn er das tut und den Baum viel pflegt, wird sein Kind so gut wachsen und gedeihen wie dieser Baum und der Herzog hat sich ganz arg gefreut und das Geschenk angenommen.

Und dass man in dem Land alles Glück brauchen kann, das haben wir gleich gemerkt, weil nämlich noch am ersten Abend, der Dramuk, so ein netter Waldläufer, im Wald von einem Ding angegriffen worden war, dass wir alle gedacht haben, da wär ein Werwolf im Wald. Wir haben dann auch ganz erschrocken gedacht, dass der Dramuk auch ein Werwolf wäre, aber der hat überhaupt keine Angst vor Silber gehabt und is von jedem anwesenden Priester - ich glaub da waren gleich drei da - noch geweiht worden. Trotzdem hab ich dem Dramuk erst mal gar nicht mehr getraut.

Foto vom Spoffl e.V.


Foto vom Spoffl e.V.

unser Juggerteam: die Felderelefen
leider ham wir ja verloren, weil die Anderen immer beschissen haben und außerdem der Johann, dem Sausebraus wegen angeblichem Bescheißen eins mit dem Knüppel auf den Kopf gehauen hat, dass der Sausebraus ganz viel Kopfweh hatte.

Und dann gab´s ein Festmahl am Abend. So eines mit vieel Essen. Da war ein Schwein und eine Kuh mit im Spiel und Geflügel und auch noch Hasen und Knödel und viele lustige grüne und rote und bunte Salatdinge und ZWEI Nachspeisen und alle haben nur gestöhnt, weil sie fast geplatzt wären und der Dramuk hat gesagt, seine Bauchwunden würden wieder aufreißen, wenn er noch einen einzigen Bissen isst.

Aber die Einzige die dann geplatzt ist war die Herzogin. Zumindest dachten wir das zuerst, dann ham wir aber gemerkt, dass sie bloß das Kind bekommt und leider war das dann aber auch gar nicht so gut.

Aber von vorne: ich saß beim Festmahl herausen, weil mir drinnen zu viele Großlinge waren und ich nicht bei der Herzogin in der Nähe sein wollte. Außerdem hab ich auf den Hund von der Baronin Sindra von Dingsbums aufgepasst, der war nämlich noch zu jung um brav bei Tisch dabeilzuliegen und hätte sonst das ganze Festmahl zusammengejault.
Die netten Küchenfrauen und -jungen haben mir alles rausgetragen und später, als wir nämlich grad so die Teller abschlecken und schon einige ganz satte Leute zum Frischluftschnappen rauskommen, da kommen auch einige vom Juggerspiel vom Nachmittag raus, ich glaub aus Auenland oder sowas war´n die. Ich wusste des aber gar nicht, dass die beim Jugger auch dabei waren, weil wir nämlich gleich zurück ins Lager sind, als wir verloren hatten, jedenfalls, als ich grad so wem erzähl "... ja und leider ham wir ja verloren beim Jugger, wenigstens ehrenhaft, weil alle Anderen ham ja beschissen!", da stehen die so auf, mitsamt aller Waffen und Rüstung, umstellen mich zu dritt und sagen "Nimm das zurück!"
Da hab ich mich dann arg gewundert, weil was man gesagt hat, hat man gesagt und ohne Rückwärtszauber is es ja auch nicht zurückzunehmen. Aber als ich nochmal nachfrage, meinen sie, wenn ich´s zurücknehme und mich entschuldige, würden sie´s vergessen. Aha, denk ich mir und frag nach, dass wenn ich einen von denen verhaue und dann alles zurücknehme sie alles wohl vergessen würden. Komische Sitten ham die Großlinge wohl. Nunja, ich wollte also wissen, ob das geht mit dem zurücknehmen und hab dann mal alles zurückgenommen - außerdem fand ich auch die Situation so ungemütlich mit der Waffe vor´m Gesicht.
Und tatsächlich, stecken die die Waffen wieder ein. Leider hat das keine herzogliche Wache gesehen, dass man jetzt schon mitten vor dem Herzogshof Gäste bedroht. Die anderen die noch dabeiwaren haben sich erst gar nicht die Mühe gemacht mir zu helfen und sind sitzen geblieben und haben gegrinst. Die Bedroher konnten ja nicht wissen, dass man Kobolde nicht mit Waffen bedrohen darf.
Ich hab mich dann auch wieder hingesetzt und den Bedrohern gleich erklärt, dass ich das gar nicht gerne hätte, wenn man Waffen auf mich richtet, weil nämlich bisher noch jeder, der sowas getan hat, gestorben wäre - und das, ohne dass ich was hätte dazutun müssen.

Genau in dem Augenblick, kommt ein unheimlicher Schrei aus dem Geburtszimmer unterm Dach, dann ein irrer Krach und dann noch mehr Geschrei und alles lief zusammen.

Und dann war die Herzogin tot und die Hebamme fast auch und die hatte vor Schreck den Verstand verloren und außerdem war das, was AUS der Herzogin gekommen war in den Wald geflohen und wir waren alle ganz verwirrt.
Und keiner konnte der Spur folgen, aber dafür war im Geburtszimmer ein blutiges Zeichen an der Wand und blutige Spuren, die zum Fenster gingen und jemand der ganz mutig war und versucht hat herauszufinden was die letzten Gefühle im Geburtszimmer waren, der hat auch noch "Freude" gespürt.


Foto vom Spoffl e.V.

bähhhhhhhhhhhhhhhh!

Der Herzog hat sofort ein Feier- und Bierverbot angeordnet und wir alle wollten natürlich helfen. Sowas darf ja schließlich nicht passieren. Und wir fanden´s auch gar nicht mehr so lustig, was wir noch am Nachmittag gesagt hatten, als man uns fragte ob wir auch wetten wollen ob das Kind ein Junge oder ein Mädchen wird und Sausebraus und ich sagten "weder noch", nur weil wir nicht wtten wollten.

In der Nacht haben wir dann alle schlecht geschlafen und alles verbarrikadiert und die herzoglichen Wachen und die anderen Krieger haben alle Wache gemacht.

 

In der Früh hat dann der 

<--Dramuk (Foto vom Spoffl eV)

im Wald einen Kokon gefunden. So groß wie ein Baby. Da sind wir erschrocken... wirklich echt.

Und alle die den untersucht haben, wurden sofort krank und haben Haluzinationen gehabt... die Inurinai hat gedacht, sie bekäme 12 Kinder und alle würden sofort sterben und der Wasserpriester hat gesehen, wie tausende Leben erschaffen und sofort vernichtet wurden und war dann ganz krank und traurig herumgelegen, so dass Sausebraus und ich ihn erst mal gesundlachen lassen mussten, aber dann is es ihm sofort besser gegangen.


Foto vom Spoffl e.V.

Die ganzen Krieger sind dann erst mal alle in den Wald und Boronk hat seine Esse aufgebaut und der HerrMetiker hat ihm geholfen weil die beiden schon geahnt haben, dass da noch was passiert und man bald eine Schmiede brauchen wird um Schwerter zu reparieren. Und den ersten Auftrag hatten sie gleich, nämlich eins zu versilbern und das Silber ham sie als Rohsilber sogar aus den herzöglichen Minen bekommen.

Im Wald haben die ganzen Helden einen alten hutzeligen Mann getroffen und wurde der Schneckenschlecker genannt, weil er immer Weinbergschnecken bei sich hat und in deren Schleim so was drin is wovon man ganz tolle Tag-Träume und Ideen hat. Leider hab ich den Mann ned getroffen. Aber die Helden sin zurückgekommen mit einem Buch - das war das Buch der Prophezeihungen und einer Schnecke Namens Urma, die war in einem goldenen Käfig und der Schneckenschlecker hat gesagt auf beides müssten wir arg gut aufpassen.

Der Tavrog hat sich dann zum Buchhalter erklärt und war ganz magisch mit dem verbunden. 

Und außerdem sind noch viele Andere Dinge passiert.

Zum Beispiel sind am selben Abend wie das mit der Herzogin war zwei Tote Orks gefunden worden, die wohl auch von dem Ding was die Herzogin umgebracht hat getötet worden sind. Der Dramuk wollte dann auch los und das den Orks erzählen. Und der Wald war sehr sehr grimmig und keiner der Bäume wollte mehr mit uns reden. Uns hat´s eh schon gewundert, dass die Bäume, als wir den Lebens-Baum im Wald verzaubert haben so böse und grummlig waren, aber das hat uns ja keiner geglaubt, als wir das erzählten.

Und uns war das ja soooo peinlich mit dem Lebensbaum, weil wir wollten ja keinen Lebensbaum für ein Monster machen. Uns außerdem hat uns deswegen der Hauptmann der Wache verdächtigt, der zusätzlich noch herausgefunden hatte, dass ich Ewigunglück heiße und am Abend wo das passiert ist erzählt hab, dass jeder der mich bedroht stirbt. Er kam dann nämlich gleich und wollte wissen, ob die Herzogin mich bedroht hat und ohne die Hilfe vom Herr Metiker hätte mich der Hauptmann womöglich noch eingesperrt. Aber der Herr Metiker hat dem Mann erklärt, dass ich so Sachen nicht tue wo Menschen dran sterben.

Überhaupt hat der Hauptmann von da an völlig gesponnen und jeden verdächtigt und er wurde immer gemeiner zu allen Leuten, hat nie mehr gelacht und jeden befragt und sobald man irgendwie was getan hatte, selbst wenn er nur gehört hatte, dass man´s getan hat, hat er einen ohne Beweis gleich an den Pranger gestellt und es sind die nächsten Tage viele Leute mit faulem Obst beworfen worden und der Herzog hat viele Beschwerden über den Hauptmann bekommen, der sogar einen Züchtigungsstock mit dabei hatte.
Jedenfalls als man mich gefragt hat wem ich hier nicht trauen würde, da hab ich gesagt, dem Truchsess, weil der so rot und schwarze Sachen trägt und des die Farben für Nekromantie sind und dem Hauptmann, weil der mich bedroht hat und deswegen sterben muss und das immer die sind die Dreck am Stecken haben.
Aber geglaubt hat mir keiner.


Foto vom Spoffl e.V.

Der Hauptmann Gorn (in seiner Nähe überkam es uns immer so ein gewisses Liedlein zu pfeifen;)

"Der Hauptmann der Wache ist ´toll´ fallera, der Hauptmann der Wache der ist..."

Immerhin hat der Boronk ein mords Geschäft mit seinen frisch geschmiedeten Messern und Operationsbestecken gemacht und weil dann auch noch Orks angriffen, die das Buch haben wollten auch noch mit Rüstung reparieren und die Heiler haben auch viele Tränke verkauft.

Überhaupt standen in dem Buch der Prophezeihungen nur schlimme Dinge, nämlich, dass ein gewisser zweimal Entzweite wiederkehrt, sich dreimal erneuert und eine schreckliche Herrschaft über das Land haben wird und dass es eine böse Gesellschaft gibt die zu dem halten und aber man auch Hilfe bekommen kann, nämlich vom guten Gott Inguz. Den haben die da auch kräftig verehrt in dem Land.

Solche Orkhorden haben uns angegriffen. Da sieht man Loki den Schotten und Soltarian den Elfen und Hoshi mit ihren Schwertern gegen sie antreten und schwitzen, es war sehr heiß die Tage (Foto vom Spoffl eV)

solche Hässlichen hatte der Böse als Helfer und die kamen immer wieder ins Lager. Zum Glück waren genug Bewaffnete da und sowas urde dann prinzpiell auf dem Scheiterhaufen verbrannt

Foto vom Spoffl e.V.

Die ganzen Tiere im Wald waren dann bald darauf auch noch weg, der Wald hat sehr arg gegrummelt und uns war klar, dass es da drin auch nimmer sicher ist, als wir den zweiten Kokon vom Zweimal Entzweiten gefunden haben, der noch viel größer als der Erste war und in einen Schmetterling hat der sich sicher ned verwandelt.

Und dann hat doch tatsächlich der Truchsess das Buch der Prophezeihung gestohlen und ist geflohen. Und der Tavrog wusste, dass er ohne das Buch sterben wird und das war arg schlimm und auch dass wir ohne das Buch, in dem wohl auch drin stand, wie man diesen bösen Entzweiten töten kann, nicht weiterkamen.

Außerdem, so wussten wir aus dem Buch, mussten wir auch noch ein Sonnenzepter finden und vielleicht würde das ja in das Schlüsselloch bei den Obelisken im Wald passen.
Die hatten nämlich die Anderen am zweiten Tag entdeckt, und dann sind, als die Herzogin das Kind verloren hat auch noch böse Runen drauf erschienen gewesen. Mit den Obelisken konnten wir auch nix anfangen nur gefallen hat es uns da gar nicht.
Das Buch und der Truchsess konnten einfach nicht gefunden werden. Kein Spurenlesen, keine Magie half da was.
Alles was wir hatten war die Schnecke vom Schneckenschlecker und irgendwann an einem Nachmittag kamen die Leute darauf mich zu fragen, ob ich nicht mit dieser Schnecke reden möchte.
Das mochte ich schon.
Die Schnecke hieß Urma und erzählte mir, sie wisse tatsächlich o das Buch sei, denn das könne sie spüren.
Na sowas! Da haben die Anderen aber dumm geschaut. Leider war die Urma etwas langsam auf dem Weg und kam den ganzen Tag trotz des guten Zuredens von Sausebraus und mir nicht recht voran.

Dafür aber kamen alle Anderen voran mit was anderem. Ehe das Buch gestohlen worden war, hatte Inurinai nämlich eine Abschrift gemacht, die ich dann bekommen hab´ um sie zu verstecken und die haben sie dann später auch wiederbekommen und einen Trank gebraut in dem auch Morgentau und Alraune

drin waren, die alle arg lange gesucht haben, sogar unter dem Richtbaum wo sie angeblich wuchs aber zuerst einfach unauffindbar ar. Vielleicht stimmt es ja, dass Alraunen nur bei Mondlicht zu finden sind.

Der Trank ließ dann die vier, die den probiert hatten ganz komische Sachen sehen, die sie aber erst später verstanden.

Und am nächsten Tag war´s auch, als Urma mir dann verraten hat, dass sie mit SEINEM Zeichen viel schneller sein könnte.

Ich wusste zwar nicht was SEIN Zeichen war, aber als ich´s den Anderen erzählte, da haben alle sofort gewusst, was los ist und uns der Urma das Zeichen von Inguz aufmalen lassen - nachdem wir ihr versprochen hatten es auch wieder abzuwaschen.

Die Urma wollte dann in ihren Käfig zurück und hat uns gesagt, wir sollen ihn tragen und sie würde die Spur des Buches verfolgen, aber wir sollten recht viele Krieger mitnehmen, weil es sicher sehr gefährlich werden würde.

Und so kam es, dass Tavrog der Buchhalter überglücklich alle zusammengerufen hat und schließlich ein Wichtel, ein Kobold und eine Weinbergschnecke einen ganzen Zug an Rittern, Kämpfern und Helden angeführt haben.
"Folgt der Schnecke!" haben wir gerufen und die sind uns gefolgt. Urmaw ollte dann noch ein Liedchen haben, das haben die auch gesungen. Ein richtiges Schneckenlied sogar.
Und Urma hat uns dann kreuz und quer durch den Wald gescheucht, immer der Spur des Buches nach, und das war wohl deswegen so verworren, weil soviele Waldläufer den Dieb des Buches immer wieder aufgeschreckt haben, so dass der Dieb ständig mit dem Buch um die Obelisken rumgesprungen sein muss, die er offensichtlich nicht verlassen wollte. Jedenfalls führte die Spur in furchtbaren Kurven um die Obelisken herum und wir brauchten fast eine Stunde um die richtige Spur zu finden.
Plötzlich sagt die Schnecke zu uns "Das Buch ist nahe!" und kaum dass wir das weiter zu den Anderen sagen, sagt sie schon ".. aber wir sind nicht allein!" und da formieren sich unsere Krieger zu einer Schlachtreihe und kaum dass die steht, kommen DINGE aus dem Wald. Allen voran eine nackte Frau, ganz arg hässlich und mit langen Zähnen und noch so ein Ding und mit ihnen lauter so böse Männer in Rüstung und Kettenhemden. Da war uns klar, was es im Buch der Prophezeihung hieß es gäbe eine Gemeinschaft, die dem Bösen helfe.
Und Sausebraus und ich taten das einzig Richtige, wir sind abgehauen in den Wald, während es eine ganz arg schlimme Schlacht gab.
Und wir wussten aber jetzt dank Schnecki, dass ja das Buch da irgendwo sein musste und Urma meinte wir müssten unbedingt an dieses Buch kommen und deswegen sind wir durch das Unterholz geschlüpft und da haben ir den Waldläufer Dramuk getroffen und der hatte sich das Selbe gedacht. Und so sind wir zu Dritt ganz ganz leise um die Schlacht herum durchs Unterholz und von hinten gekommen. Und da haben wir dann gesehen, dass ganz viele von uns schon am Boden waren und diese Böse nackte Frau immer noch stand und kämpfte.
Dramuk ist heldenhaft losgestürmt und griff sie an und zog sich ganz kurz nocheinmal zurück um uns zu warnen, dass diese Frau, die der Herzogin sehr sehr ähnlich sah, unsere Männer beeinflussen ürde. Wir haben verzweifelt zugesehen, konnten aber nichts tun und hörten die Böse Frau nur ganz arg obszöne Dinge rufen. Und sogar dass der Hauptmann der Wache viel viel besser gewesen wäre als der Herzog. Und sie hat noch gerufen "Gebt die Hand meinem Sohn!" und da war uns klar, dass das die Herzogin war.
Eigentlich hätte die ja tot sein sollen, aber ihr Leichnam war zwei Tage zuvor verschwunden - dafür hätte uns der Hauptmann beinah auch noch verantwortlich machen wollen - und jetzt stand sie da kreischend und waffenstarrend vor uns mit ihren Mannen und Urma sagte uns nur immer, das Buch wäre keine 100 Meter entfernt und irgendwo hinter dieser bösen Frau bei den paar Bäumen weiter vorne mitten auf der Lichtung. (Die SL stand da rum und winkte uns Handzeichen gebend). Und als Dramuk noch einmal, bereits verletzt, die Frau angegriffen hat, da sind Sausebraus und ich vom Gebüsch aus losgerannt an der überraschten bösen Frau und ihren Helfern vorbei und haben das Buch dann auch entdeckt, verborgen unter dunklen Abdeckungen. Sausebraus hat sich das Buch geschnappt und ich die Schnecke und dann sind wir gerannt, weg von den bösen Mannen und der Frau die schon von hinten kamen.
"Ich hab das Buch!" hat der Sausebraus gebrüllt und alle unsere Männer und Frauen, die noch eine Hand rühren konnten, haben sich nocheinmal gegen die Böslinge gestellt, während wir die ganzen 100 Schritt über die Lichtung rasten, hinter uns das Geschrei der wütenden Bösen, die wir mit dieser Aktion völlig überrascht hatten. Ich hab nur gesehen wie einige der schon am Boden liegenden Bösen noch aufrichteten und wie Sausebraus mit Siebenmeilensprüngen über sie hinwegsetzte und noch nie in meinem ganzen Koboldleben bin ich so gerannt wie über diese große Lichtung. Im Zickzack an allem vorbei und obendrüber was im Weg war und den Waldweg den wir gekommen waren entlang. Im Nacken die Bösen deren wütendes Geschrei uns verfolgte. Wir rannten, als wäre der Teufel hinter uns her, was er ja auch war und nach ein paar hundert Schritten taten wir das einzig Richtige und machten, dass wir in den Wald kamen, wo wir uns zuerst einmal tief im Unterholz versteckten.
Erst dann hörten wir, dass uns keiner mehr verfolgte.

Wir haben dort einige Minuten gewartet und gekeucht und geschwitzt und gleichzeitig gedacht, dass wir die besten Heldenwichtel und -Kobolde im ganzen Land sind. Und Urma war ganz durchgeschüttelt von der Rennerei.

Und dann hat der Wichtel beim Buch gewartet zusammen mit Urma und ich bin nochmal zurück. Und da hab ich dann unsere Kämpfer gefunden, einige von denen waren richtig besessen und bereits gefesselt, genau wie die Böse Frau, die ein echter Sukkubus geworden war. Und ich habe den Buchhalter gefunden der schon fast am sterben war, weil er das Buch nicht hatte. Und da habe ich ihn erst mal hochgezogen und ihn durch den Wald geführt. Der Arme war verletzt gewesen und ein Heilzauber wirkte erst gerade. Ich traute keinem der Anderen und wollte das Buch auf keinen Fall zurück zur Lichtung bringen und so hab ich Tavrog zum Buch gebracht und dort war er überglücklich. Zum Glück war allen Anderen nichts allzuschlimmes passiert und zum Glück hatten wir fähige Priester die zurück im Lager die Bösen Geister aus den Besessenen vertreiben konnten. Besonders der Wasserpriester hat einen Exorzismus durchgeführt... sowas hab ich gar nie gesehen.

Foto vom Spoffl e.V.

Loki der Schotte und ein Krieger binden den Sukkubus

Aber zuerst mussten wir ins Lager zurück und das sind wir auch - allein durch den Wald nämlich - zusammen mit einer Elfe die das Zepter der Bösen Frau genommen hatte. Und der Irian der ist noch vor uns losgespurtet und ist zurück in den herzoglichen Speisesaal wo doch wirklich hinter dem Bild des Inguz das Sonnenzepter war, was ein Mann im Käfig verraten hatte, der bei der Schlacht herumgestanden hat. (Das hat er uns dann später erzählt).

Als wir im Lager ankamen war es stockdunkel und Sausebraus und ich haben dann zuerst das Zepter der Sukkubusfrau versteckt und Tavrog das Buch und wir wollten das Zepter gar nicht anfassen und haben es die ganze Zeit in ein Fell gewickelt und hoch an einem Baum oben festgebunden wo der Sausebraus noch hochgeklettert ist.


Foto vom Spoffl e.V.

Die Hand des Wiedersachers des Zweimal Entzweiten

Und erst dann sind wir ganz erschöpft in die Taverne gegangen und haben drei Wasserkrüge ausgetrunken und uns für unsere Heldentat loben lassen.

Und dann war´s aber noch nicht vorbei, denn an dem Abend vorher gab´s eine Weinprobe im Weinkeller und da haben die hinter einer Wand auch noch einen geheimen Altarraum entdeckt mit einer ekligen Hand drin und laut der Prophezeihung im Buch konnte man diese Hand mit Hilfe des Sonnenzepters und eines Priesters schmelzen und das haben die auch noch getan an diesem Abend, aber da war ich nicht dabei, weil ich viel zu kaputt war.
Aber wir wussten jetzt immerhin warum die Herzogin, die, wie man uns schon zu Anfang erzählt hatte, zehn Jahre kein Kind hatte bekommen können, und dann angeblich auf magischem Wege eine Schwangerschaft eingeleitet hätte, zu so einer böse Frau geworden war. Und der Halbelf, der auch Barde war, hat sie am selben Abend noch geköpft und sie haben sie dann auch verbrannt.

Leider is ihr Kopf abhanden gekommen und konnte nicht mehr gefunden werden.

Aber an dem Abend war uns schon alles egal, Hauptsache es war alles wieder da wo es hingehört - vor allem unsere Köpfe immer noch auf unseren Hälsen!! So ganz unbewaffnet über ein Schlachtfeld rennen und das wichtige Buch klauen, das ist ja schließlich nichts as man jeden Tag tut.

Jedenfalls war die viele Aufregung ganz gut, weil nämlich am Nachmittag noch was passiert war, das so gar nicht mehr so aufgefallen ist.

Am Nachmittag kam nämlich auf einmal so ein Elf daher, hat meinen Schwanz gepackt und sich einfach so Haare ausgerissen.

Ich war natürlich stinksauer und bin sofort hinterher und hab ihn gepackt und nicht wieder ausgelassen. Und der wollte die Haare nur wegen einem Zaubertrank und hat dann blöd geschaut, weil ich ihm sagte, ich müsste ihm jetzt aber einen Wunsch erfüllen und das mit dem Zaubertrankzutaten könne er sich verreiben.

Er hat sich dann gewünscht, dass der Hauptmann der Wache den ganzen Abend lang fröhlich und nett ist.

Und ich hab gesagt, so sei es. Und der Elf is natürlich lachend davongezogen und ich war sauer. Immerhin war der Wunsch prima und weil ich ja gar nix dagegen tun konnte, weil Wunsch ist Wunsch, ist die Magie sofort los, hat den Hauptmann Gorn gesucht und ihn gepackt und ihn fröhlich und nett gemacht so dass er den ganzen Abend lang sogar das EINE Lied gepfiffen hat.

Und der Sausebraus hat gemeint, dass aber dieser böse Elf, der mir einfach so Haare ausrupft auch bestraft werden müsste und da sind wir zum fröhlichen Hauptmann gegangen.

"Hauptmann Gorn, findet ihr nicht, dass eure Wache zu wenig Männer hat? Wir kennen da zufällig einen Elfen, groß gewachsen, blond, kräftig, der nur zugut in Eure Wache passen würde, wünscht ihr euch nicht, er wäre es?"

"Oh ja... das wünschte ich wirklich, wenn ich noch einen Wappenrock finde..."

Und so kam es, dass Sausebraus den Elfen in der Essenschlange ausfindig machte und ihm den Wappenrock mit den Worten in die Hand drückte "Du fühlst dich stark, du fühlst dich mutig, du fühlst dich loyal, du BIST der BESTE Mann in der herzoglichen Wache, du wirst diesen Wappenrock mit Stolz tragen!"

Und der Elf hat ihn angezogen (Wunsch ist halt nun mal auch beim Wunschwichtel Wunsch) und stand immer noch Wache, als wir vom Buchretten aus dem Wald zurückkamen. Leider hat der Hauptmann sich nicht gewünscht wie lang der Elf in der Wache ist und so war er es nur solange wie der Hauptmann fröhlich war.

Und nachdem das erst mal die Leute mitbekommen hatten, was wir für tolle Grünlinge sind, waren die gleich alle sehr beeindruckt und wollten alle Wünsche haben, aber der Wichtel hat gesagt "Einer pro Tag" und ich hab arg auf meine Schuhe und meine Haare aufgepasst.

In dieser Nacht haben wir nach einem guten Abendessen (wie immer lecker und reichlich) viel besser geschlafen. Nur die armen Wachen die die Hand und das Sonnenzepter bewachen mussten, hatten nix zu lachen.
Am Tag darauf, haben wir in der Früh von den Leuten, die sich mit dem Bücherlesen auskannten erklärt bekommen, dass die Prophezeihung sagt, dass man die Hand des Widersachers schmelzen müsste und jeder der bei der Geburt des Zweimal Entzweiten zugegen war eine Kerze fertigen müsste und ein Tropfen der geschmolzenen Hand darauf getropft werden müsste.
Also haben alle den ganzen Tag der Reihe nach Kerzen gemacht und verziert und wir haben sicher die herzoglichen Wachsvorräte aufgebraucht.
Und jeder hat auf die Kerze das verziert was ihm wichtig war. Der Sausebraus und ich haben viele Blätter und die Schnecke draufgetan (die eigentlich ins Wappen aufgenommen werden sollte!) und ich außerdem das Zeichen für den Boronk und der Boronk hat nackte goldene Frauen auf seiner Kerze gehabt und Hammer und Amboß. Typisch Zwerg.
Unsere Hurlingschläger haben wir auch noch bekommen, die hat nämlich der Dabor für uns gebaut und einem befreundeten Druiden mitgegeben, der uns dort beim Herzog gefunden hat. Und damit ham wir dann den ganzen Tag gespielt.

Und dann am Nachmittag kam der Gaukler daher und hat sich vom Wichtel gewünscht, dass der Wichtel rote Haare haben soll, worauf die rot wurden und ihm ein Schwanz gewachsen ist und dann haben sich ganz viele Leute gewünscht, dass der Gaukler auch rote Haare braucht und sich an den Händen gefasst und es dreimal laut gesprochen und da hat der Sausebraus gar noch einen Wunsch erfüllen können.
Dafür war der Hauptmann noch viel Böser als sonst und hat sogar den Priester öffentlich in die Schandgeige gesperrt und mit Schmutzwasser übergossen und dafür ham sich dann endgültig Alle beschwert, worauf der Hauptmann vom Herzog zum Wachmann hinabbefördert worden ist.

Und am Nachmittag war dann noch eine Gerichtsverhandlung, weil eine Frau den Hauptmann drei Tage zuvor niedergeschlagen und fast umgebracht hatte, und weil der Elf Flüsterwind, der mit uns auch in der Juggermannschaft war, angeblich ein Schwert gestohlen hat und die Ardana (die Frau vom Schotten) und die Sindra angeblich auch, dabei hab ich das Schwert gefunden gehabt und weil ich´s nicht aufheben konnte, hat sie´s für mich getan und dem Händler gegeben. Und dabei lag das Schwert mitten auf dem Hof und überall sind Leute drumrumgelaufen und es hätte jeder finden können. Und jedenfalls sind die drei freigesprochen worden. Und zum Glück ham die mich nicht als Zeuge vor dieses Gericht gerufen, obwohl ich dabeigewesen bin, aber da hat der Herzog wohl verstanden, dass ich doch wohl nicht vor ein Gericht der Sterblichen trete. Aber wenn die die Sindra nicht freigesprochen hätten, dann wär ich vorgegangen und hätte denen was erzählt!

Flüsterwind und seine Freunde
(Foto vom Spoffl e.V.)

Aber wenigstens sind die herzoglichen Wachen dafür gerügt worden, weil sie nämlich so bös und streng waren und der Herzog hat sich auch dafür noch entschuldigt.

Und nach der Gerichtsverhandlung haben wir wie jeden Tag gleich die Versammlung abgehalten wo immer Alle allen Anderen erklären, was passiert ist, damit auch jeder weiß, was getan werden muss und nicht wieder die Hälfte aller Helden überhaupt nicht weiß was los ist und da haben wir dann vor dem Herzog und dem Ritter Fabius - übrigens ein gaaanz netter Paladin-Ordensritter - nochmal erzählt wie wir das Buch gerettet haben 

"So jetzt hört mal zu hier..." (Foto vom Spoffl e.V.)

und der Ritter Fabius hat uns gelobt und gesagt, das wäre eine tolle militärische Taktik gewesen und wenn wir keine Kobolde wären, hätte man uns glatt dafür noch fast zum Ritter geschlagen.

An dem Nachmittag hab ich dann vom Salandris noch das Spurenlesen und -verwischen gezeigt bekommen und der arme Salandris war ganz verwirrt am Schluß, weil der Wichtel und ich schon komische Dinge beim Spurenlesen machen. Beinah hätte der Elf noch weiße Haare bekommen.
Dann war´s auch schon fast Abend und das war dann da, wo alle nochmal ein Abendessen bekamen und ihre Kerzen mit diesem ekligen Zeugs von der Hand betropfen lassen mussten.
Und als es dann dunkel wurde konnten wir aufbrechen. Zu den Obelisken. Alle 80 heldenhaften Leute sind da mit uns gezogen.
Und bei den Obelisken hat der Ritter Fabius eine schützende Schlachtreihe um uns Unbewaffnete um die Obelisken bilden lassen und dann hat der Priester das Sonnenzepter in den Stein mit dem Schlitz vor den Obelisken gesteckt und da gab´s einen hellen Blitz und dann stieg eine blau und orange leuchtende Nebel-Wolke auf, so dass wir erst einmal alle wieder einige 100 Schritte weggehen mussten, bis sich der Nebel verzogen hatte. Und dann konnten wir sehen, dass die zwei Obelisken sich zu einem Tor geformt hatten und hinter dem Tor ein großes Schwarzes Nichts unter den Bäumen war die bis zu den Obelisken reichten.
Und vor dem Tor erschien ein Wächter des Gottes Inguz.
Und dann erschienen auch die Böslinge, die verhindern wollten, dass wir dort in dieses Tor reingehen. Zum Glück waren die Böslinge nicht so viele und so konnten unsere Kämpfer sie immer wieder wegjagen.
Und es war schon ganz dunkel da und dann mussten immer zwei Leute durchs Tor treten, ihre Kerzen mitnehmen und weil sie nur eine gewisse kurze Zeit laut der Prophezeihung in diesem Dunkel bleiben durften, hat man sie angebunden und herausgezogen, wenn die Zeit um war, damit ihre Seelen nicht im Kerker bleiben. So hieß dieses schwarze Nichts.
Und alle Anderen die draußen waren haben gesungen. Vor lauter Angst ist allen kein Liedtext eingefallen außer Heiho spann den Wagen an, aber immerhin konnte das den Glauben an die Gemeinschaft stärken, denn wäre der Glaube zu schwach gewesen, so wäre das Tor wieder verschwunden, trotzdem will ich dieses Lied glaub ich nie wieder singen, weil es mich immer dran erinnern wird, wie wir da im dunkeln stehen, nur einige Laternen uns leuchten, um uns in den Wäldern die Horden des Entzweiten sitzen und ständig aus diesem Tor, verwirrte Leute kommen, die sich an gar nichts was darin passiert ist erinnern können.
Weinende und ängstliche Leute, einem fehlte die Hand, einem anderen das Lachen, dem Nächsten jegliche Furcht (sowas is gefährlich in der Schlacht) und alle waren sehr verwirrt. Draußen gab es bereits einen Toten, der Hoshi, der als Beschützer von uns Unbewaffneten sein Leben gab und schließlich waren Sausebraus und ich an der Reihe.
Wir betraten dieses göttliche Tor und fühlten uns angesichts der darin innewohnenden Macht gleich gar nicht mehr so mutig.

Was hinter dem Tor im Kerker passiert ist, das dürfen wir nicht erzählen, obwohl wir eine der Wenigen sind, die sich noch daran erinnern, doch wenn dann nur mit Schaudern.
Was ich jedoch erzählen darf ist, dass alle von uns ein Opfer bringen mussten, und der Preis oft sehr hoch war. Besonders schrecklich war auch dass vier der Leute durch Geschehnisse in diesem Kerker ihre Seele oder den Geist verloren. Bei drei davon wohl, weil sie nicht rechtzeitig herauskamen. Im Lager konnten sie später ihren Geist zurückbekommen in einem langen Ritual, doch bei Ardana hatten wir keine Chance mehr.
Bei einigen Anderen versiegten die magischen Kräfte und andere wiederum verloren 20 Jahre ihres Lebens und hatten bereits weißes Haar obwohl sie noch jung waren - vielleicht vor Schreck und wahrscheinlich wissen nur wir warum dies passierte, wo sie sich doch nicht daran erinnern können.

[Jaja, wenn ein Gott fragt: "Was würdest du geben um dieses Land zu retten?" und man antwortet "Mein Leben" dann kann man noch froh sein, enn er nur 20 Jahre nimmt. Andere Fragen waren: "Was ist gut, was ist böse" und die richtige Antwort ließ die Kerze als Opfer angenommen werden, eine weitere Frage war "Sag uns dein finsterstes Geheimnis" und Sausebraus und ich haben echt geschluckt, als wir in Anwesenheit fünf kuttentragender halb-göttlicher Mächte in diesem dunklen Kerker uns gegenseitig unseren wahren Namen verrieten, was jedem der ihn kennt die absolute Macht über einen Kobold verleiht, so dass Sausebraus nun mein Blutsbruder ist und diese Mächte in diesem Land für immer unsere Namen kennen und uns befehlen können, was sie auch immer wünschen... wir können nur hoffen, dass die Mächte immer gutes wollen.]

Doch zumindest haben diese Opfer und unser Glaube an uns selbst ausgereicht um die göttlichen Wächter milde zu stimmen und von etwa 80 Kerzen die in den Kerker getragen wurden sind 53 angenommen worden und auch die Kerzen von Sausebraus und mir kamen nicht wieder heraus. Es war immer erschreckend wenn eine Kerze wieder herauskam und wir erkannten wem sie gehörte und so wussten, dass sein Opfer nicht angenommen worden war.
Es war auch schrecklich wenn die zwei Schlingen im Seil ohne die herausgezogen wurden, die eigentlich darin sein sollten und eine Person konnte letztendlich nicht aus dem Kerker gerettet werden.
Immerhin kamen alle, die dem Bösen dienten - auch der Hauptmann - wen wundert´s - mit dem Zeichen des Bösen auf der Stirn heraus und konnten so endlich gefasst werden.

Und dann am Ende, als jeder drin gewesen war - ein Einziger (ein Jäger) musste sogar allein gehen, weil es eine ungerade Anzahl Kerzenträger gab - am Ende konnten wir mitansehen, wie die Wächter, den Zweimal Entzweiten auf der Lichtung erscheinen ließen, wo dieser von ihnen in die Mitte genommen wurde und sie ihn in den Kerker brachten, wohin er nun verbannt ist, wie es in der Prophezeihung geschrieben steht.
Der Preis war hoch für Einige, auch für uns Grünlinge und wir waren sehr froh, dass auf dem Rückweg zum Lager nichts mehr passierte und wohl alle Bösen der "Gemeinschaft des Zweimal Entzweiten" geflohen waren.

Verwirrt waren wir dann zurück im Lager und kümmerten uns um unsere Freunde, die noch verwirrter waren und obwohl an diesem Abend der Hauptmann geköpft wurde, konnte man sich darüber nicht mehr so recht freuen und einige von uns sahen auch keinen Grund zum feiern mehr, auch wenn alle sehr erleichtert waren.
Verzweifelte Freunde, die ihre Magie oder die Seele verloren hatten und nicht mehr wussten warum, dämpften unsere Stimmung und ich war froh dass Boronk - typisch Zwerg - erst gar nicht in den Kerker gegangen ar. Außerdem war es schon um die 11. Stunde Nachts als wir im Lager ankamen, viel zu spät für eine Feier und die Rituale um die verlorenen Geister zu finden und die Reste der Hand des Widersachers zu zerstören verhinderten, dass in der Taverne und später am Lagerfeuer bei den Zelten eine Stimmung aufkam, so wie wir sie Tags zuvor nach der erfolgreichen Rettung des Buches gehabt hatten.

Am nächsten Morgen sah dann alles schon etwas besser aus. Und der Herzog dankte uns überschwenglich für unsere Hilfe auch wenn er um Frau und Kind trauerte und verlieh jedem von uns eine Tapferkeitsmedaille aus echtem Silber (uiiii).
Den Lebensbaum wird er dennoch einpflanzen und hoffen dass er so gut Gedeiht wie das Land, das jetzt aufatmen kann.
 

Und so wird es nun so sein, dass all jene die etwas verloren haben auf der Suche danach sein werden. Immerhin sind wir uns sicher, dass Ardanas Seele bei Inguz weilt und sie deshalb nicht verloren ist, wie etwa bei einem Toten.
Da wir Kobolde ja keine Seelen haben - zum Glück sag ich da nur - konnten wir ihr versichern, dass das nicht ganz so schlimm ist und wahrscheinlich wird sie eines Tages, wenn sie herausgefunden hat, was eine Seele ausmacht und genug darüber gelernt hat, ihre Seele von Inguz zurückbekommen können, denn Inguz ist ein guter Gott und ich wette, dass er auch allen anderen die ernsthaft nach dem fahnden was sie verloren es eines Tages zurückerhalten werden.
Und wir hoffen sehr, dass uns Inguz immer wohlgesonnen sein wird.

 weiter mit unseren Bildern
zurück zur LARP-Seite