Morgengrauen #12

Ein relativ verrückter Con, der jede Menge Spaß brachte. 

Verrückt, da die SL richtig früh da war, Klopapier, Brot, Kaffee und alles andere ausreichend vorhanden war ;) und uns das Bier ausging, dank trinkfreudiger und trinkfester Gäste. Kein Problem, denn Samstag kann man ja noch einkaufen, dachten wir uns. Carsten und ich standen denn auch beide ratlos beim Getränkehändler. Ratlos, weil wir als Nicht-Biertrinker nun keine Ahnung hatten, was wir denn kaufen sollten... aber es hat sich bisher keiner beschwert.



Landschloss Rockenbach

Landschlößchen Rockenbach


Besonders schön ar der Con auch, weil das Landschlößchen Rockenbach im Gegensatz zu anderen Con-Bauten auch die Inneneinrichtung fast überall Contauglich ar. Einstimmige Meinung: Location mit Dekadenzfaktor!


Probier*



Der wurde natürlich durch´s Essen hochgehalten. (Eigenlob stimmt eben!)

Ein Meckerer hatten was gegen den Bierbraten: "Warum könnt ihr nicht einfach ordentliches Fleisch in die Pfanne hauen?" Der Rest aß das Zeug bis zum letzten Bissen. 

Wir entschuldigen uns auch, dass die Ochsenschwanzsuppe gegen Ende etwas angebrannt war!

Ein Dank hier an Anja und Martin, die die Pfannkuchen zum Frühstück machten und sämtliche Frühaufsteher, die mir halfen das Chaos vom abendlichen Gelage wieder wegzuräumen. (Leider kenne ich nicht alle mit Namen um hier jeden zu loben.



Die Aquaviterköche

Schwester Nadja, Bruder Destillatius d.J. und Carsten, der Küchenjunge



Kleine Rüge an die Spieler: auch ein Spüldienst will nicht 2 Stunden spülen und bei nur 40 Tellern, Krügen und 40 Mal Besteck geht das Geschir schnell aus, wenn alle ihre Krüge einfach stehen lassen und sich später einen neuen nehmen.

Großes Lob an alle, die dafür extra zum helfen kamen oder am Sontag noch bis zum bitteren Ende halfen die Küche zu säubern.

Ansonsten war´s fast immer okay. Einige Kritikpunkte gibt´s natürlich , etwa das Hämmern betrunkerner Laprer auf Tische und Parkettboden Nachts um 2 oder trotz Verbote die Mitnahme von Wasser in den Tanzsaal, wo es prompt ausgeschüttet wurde und das Parkett ruinierte... zum Glück nicht wirklich schlimm, dennoch was zum Extrazahlen für die SL (es hätte auch schlimmer kommen können).


Orakel Orakel



Dafür spielten fast alle recht ordentlich. Manche mag es genervt haben, aber die Alchimistengruppe ar recht amüsant, besonders ihre alchemistischen Versuche mit grünem Schleim, rauchendem Trockeneis und vielen vielen abstrusen Ingrednzien zu denen sie unsere Töpfe aus der Küche entführten. 

Immerhin steht das Haus noch! Und beim Abspülen haben sie sich auch nicht gedrück.

Jedenfalls brachten sie Ambiente ins Spiel, zwar hatten sie nekromantische Tischdecken, aber es wurden keine Untoten erweckt, sondern nur Schleimsteine hergestellt und ein Orakel gerufen (wenn es auch nur ihnen etwas erzählte, so muss es doch ein recht lustiges Orakel gewesen sein.

Auch die Barden ließen sich nicht lumpen. Endlich mal wieder ordentliche Barden! Großes Lob hier an Anja (und Dirk natürlich auch), die einen haufen Lieder zur Landesgeschichte zum besten gab und Dieselben auch noch auf CDs bereit hatte. Ein Land lebt erst so richtig auf, wenn es auch eigene Legenden und Geschichten hat.
Aussprüche wie von Piel: "Ha ich bin Magierlehrling, mir könnt ihr nix haben, ich hab nämlich keine Ahnung was ich tue!" waren fast schon tauglich zur Legende zu werden.


Goldelflein

Goldelflein


Ausserdem muss ich mal anmerken, dass ich auch die NSC Fabian, Matthias und vor allem Meister Erpel ;) recht gut fand, die sich mit ihren Charakteren ja auch immer wieder drum bemühen, dass Hammerfels sein typisches Gesicht behält: Chaos und Liebenswürdigkeit am Rand des Weltuntergangs.

Die anderen NSC waren natürlich genauso gut (ich bekam halt nicht viel davon mit, wegen Küchendienst). 

Carsten der Küchenjunge und Schwester Naadia halfen uns tatkräftig die Küche zur großen "Mama" erden zu lassen, wo alle kommen konnten um sich auszuweinen, sich satt zu essen und warmen Tee zu ergattern.

Der Weltuntergang jedenfalls war auch dieses Mal nicht weit. Das Endritual fumbelte im größten Fumble, den ich je gesehen habe. 
Schade nur, dass die Gäste des Hauses ewig vor geschlossenen Toren warten mussten, wo ihnen langweilig wurde und sie entsprechend lärmten. Schade auch, dass das Ritual so lange dauerte, dass Ritualteilnehmer mittendrin das WC aufsuchen, trinken oder essen mussten. (Jaja die Magier wurden mal wieder ewig nicht fertig.)

Als armes Astralwesen durfte ich mich beweihräuchert stehend im Schutzkreis wiederfinden... nach einem ganzen Tag Küchendienst, nicht einfach dann nochmal ewig herumzustehen. Aber das Ritual war genial! (Und es hätte sich fabelhaft als Koboldsritual geinget)



Ein Highlight brachte Michael Dingler, der seinenen maillisten-Spruch 

"Ha ihr Memmen, jeder kann ne feine Dame darstellen, gebt mir ein Mieder und zwei Orangen!

wahrmachte. In Anjas Kleid und Mieder, entprechend ausgestopft, tanzte er vor der belustigten Menge recht rassig. Er muss wohl heimlich Ballettstunden genommen haben!

Bin ich nicht hübsch??

Ein kleines Tänzchen?

...und der gekonnte Spagat!
*APPLAUS*


Mein Versuch NICHT Ewigesunglück zu spielen wurde innerhalb der ersten Stunden vereitelt, als mich der Chef der Alchimisten wiedererkannte und mich auch noch Arnim als Kobold identifizierte, obwohl ich ständig behauptete weder Ewigesunglück zu heißen noch ein Kobold zu sein ;) Im Gegenteil ich wußte nicht wie ich hieß, urde aber schnell Fussel genannt und in Fusel umgetauft, da die Aquaviter mit Fusel definitiv mehr anfangen konnten. 

Nachdem am Samstag Abend verrückte Magier auch noch Andresweltmagie "panschten" und dafür göttliche Ohrfeigen bekamen (man sollte Andersweltmagie nicht mit normaler mischen), fühlte sich E.U. aber richtig beschworen.

Am besten dieses Mal: die vielen Ostlandecharaktere. Keine Sprüche wie "Ist nicht mein Land, arum sollte ich es retten?"
Der Zusammenhalt der Leute wird so gefördert. Wichtig natürlich weiterhin die Gruppenbildung etwas aufzulockern, etwa Kontakte zu Gästen aus anderen Ländern herzustellen (Bandorkov).

Vom Intime bekam ich als "Küchenfusel" nicht allzuviel mit, ausser dass alle in der Traumwelt gefangen waren und ständig zu irgendeinem Orakel verschwanden. Das Orakel stellte unteranderem Denksportaufgaben und Rätsel und wählte Auserwählte aus, die dann Gildenchef Arnim, wiederum von den Sith beeinflußt, als böse Spione betrachtete und aus dem Ritualraum arf.
Irgendwleche verrückte Magier verbannten dann gleich noch alle Astralmagie aus Hammerfels und somit wurde der Job des Gildenchefs der Magier frei für einen Kobold ;) (Zitat Arnim)

Mein Vorschlag: König Egbert und Gildenchefin Ewigesunglück! Dann würden so komische Gestalten wie Starn schlagartig ihr Interesse an dem Land verlieren.

Für wen der Conbericht etwas chaotisch klingt, der mag darüberhinwegsehen. Ich bekam dies alles zwischen Kartoffelschneiden, Fleisch bruzeln und Milchreiskochen mit. Eines ist aber mal sicher: LARP macht selten soviel Spaß wie als Koch auf einem Morgengrauen.

Susi