Herbstfest (Sauloch bei Coburg)

Geburtstagsfeier von Anna

Herbstfest Gallerie

Von einem Reisenden, der das Land Hohenbergen bereiste, wurde Lewellyen Ni Eiluned folgender Auszug aus den Chroniken der Kiran- Akademie zu Hohenbergen zugetragen.

beim Lager
beim Lager

Auszug aus dem Tagebuch der Gwendolin Niewinter

Jahr47 nach der Gründung der Academie

1.Tag der 2. Woche des 5. Monats:

Meine werte Gwendolin, ich weiß, es klingt seltsam, doch alles was ich dieser Tage tut erinnert mich an jene schlimmen Tage als die Schlächterschatten uns bedrohten. Mein Husten ist wie immer um diese Jahreszeit schlimm. Auch Aurelian sieht schlecht aus... er wirkt alt und übernächtigt. Allerdings plant der Alte wohl etwas. Gestern hat er mir ein kleines Schmuckstück vorbeigebracht. Ein Armband aus grünem Leder, mit einer Schnalle zu schließen, auf dem eine fein gearbeitete Schmiedearbeit befestigt ist. In der Mitte der rautenförmigen Einfassung befindet sich ein wunderlich glänzender roter Stein...

Er will das ich für ihn herausfinde was es damit auf sich hat. Ich habe schon begonnen, doch es ist eine müßige kleine Geschichte. Feenwerk, ganz sicher, vielleicht mit einem multiplen Cantus versehen, vielleicht auch partiell geöffnet.. Ich habe eigentlich keine Lust mich darum zu kümmern, meine Rosen blühen bald... und wie ich mich anhöre... Multipler Cantus... ach liebe Gwendolin, ich glaube wir stauben langsam ein. Ich muss hier weg, vielleicht nach Talainth, ans Meer. Paladaer ist dorthin unterwegs, ist schon komisch, das sich der Alte Egomane mit dem jungen Prinzen zusammengetan hat.... Naja, vielleicht kommt dabei ja sogar etwas heraus was dem Stern dient...Ich hasse das. Seit ich hier bin ist die ganze Welt verquer. Alle reden von Heptessenzen, Kriegen und der Zauberei.

1.Tag der 2. Woche des 5. Monats, spät nachts:

uthian hat mich geweckt, irgendwie beunruhigt dieses seltsame Schmuckstück meinen kleinen Schatz. Aber sagt man nicht die Augen einer Katze sind die Tür zu einer anderen Welt? Genau wie Spiegel... komisch was ich so träume. Sonst träume ich um diese Jahreszeit immer von meinen Blumen und dem Meer.

Oh, das Meer liebe Gwendolin, dort ist der Husten immer besser. Wenn die Schneiderin mein neues Kleid fertig hat, dann reisen wir ab, Grenzkonflikt oder nicht, vermaledeit. Ich hoffe nur es passt, sie hat schon arg dünn gemessen, aber ich glaube auch dünner zu sein, kein Wunder ich esse ja nicht. Und der verdünnte Wein benebelt meine Sinne, ich schaue jetzt noch mal nach dem Artefakt.


YenLlewelyen hat also sofort sein Zeugs gepackt und ist gekommen. Oder so. Jedenfalls ist er bei uns aufgeschlagen und hat gemeint, dass es jetzt noch keinen Urlaub gibt und er drei Freiwillige braucht. Mindestens.

Rakan und Alberich wollten nicht mit, nach den letzten Ereignissen in Æmberwyn nicht zu verdenken.

Ich schätze dass etwas Erholung den Beiden nicht schadet. Der Rest von uns reiste also nach Hohenbergen um der Sache nachzugehen. Ich kam natürlich mit, da ich die Gegend bereits kenne, ebenso wie Ludo und Tinker. Zuerst konnten wir in Hohenbergen überhaupt nichts herausfinden. Weder über diese Gewndolin noch woher sie kommt.

Allerdings wurden wir nach einigen Irrwegen in ein Tal geschickt, das wir bisher noch nicht erkundet hatten.

Und ich hatte irgendwie das Gefühl, dass wir da richtig sind.

MagierWir haben am 2. Tag in diesem Tal auf einer Lichtung die uns geeignet schien unser Lager aufgeschlagen und hörten bald in der Nähe die üblichen Laute, die aus einer Taverne eben so dringen. Noch ehe wir sie erreicht hatten, trat uns ein Magier entgegen und sprach uns an.

Sowas ist uns noch nie passiert. Er wusste nicht nur sofort, dass wir Feen sind, sondern erzählte auch sogleich, dass er Probleme mit einer Fee hätte.

Und dass in der Taverne eine Geburtstagsfeier stattfinden würde, doch man Gästen von weit her das Gastrecht dennoch gewähren würde.
 

besagter Magier und die Adepta

Glück für uns, denn Essen und Getränke kosteten uns so nichts. Der arme Wirt! Wir langten also ordentlich zu und bemühten uns umgänglich zu sein und mit allem anwesenden Volk zu reden.

Die kleine süße Nymphe Namens Eria war tatsächlich auch da und mordsmäßig beleidigt.
Ihr künftiger Mann Rolan hatte sie nämlich auf der Hochzeitsfeier vor zwei Wochen stehen lassen.
Nur weil sie ein paar hässliche, rote, eitrige Blasen bekommen hat.

EriaSie sagt sie vertrüge keine Nüsse und irgendwer hätte sich einen Spaß erlaubt. In ihrer Wut hätte sie mehrere Menschen verzaubert und selbst Gardisten einen lange Rübenase wachsen lassen.

Nun, keine Ahnung was daran so furchtbar ist. Jedenfalls, so erzählte man uns, hätte der Gardist sofort heulend die Inquisition rufen wollen.

Eria war jedenfalls auch an jenem Abend bald wieder das "Pünktchen". Offenbar hat jemand furchtbar Spaß daran Nüsse in ihr Essen zu werfen und hatte ihr Abenessen "vergiftet".

wer diese Fee stehen lässt ist selber schuld!

Damit sie sich nicht so aufregt, habe ich vorgeschlagen, dass ich auch ein paar rote Punkte vertragen könnte. Und sowas absolut toll fände.

Das hat sie wohl aus dem Konzept gebracht, dass jemand freiwillig rote Eiterpickel hat. Hähä. Aber sie hat mich dann glatt sofort verzaubert.

Mitsamt roter Pickel habe ich dann noch ein paar Gäste befragt, die mir irgendwas von "schwarzen Schlächterschatten" und "Chimären" erzählt haben, die sie angegriffen hätten.

Bald darauf wussten wir dann, dass die Gegend jemand unsicher macht, der angeblich Gwydion oder so heißt und mitsamt einem Rudel Sklaven-Chimären irgendwas sucht.
Und solange er es nicht findet wahllos Leute zusammenschlägt.

Ganz so wahllos war es allerdings nicht, denn wie wir bald mitbekamen, waren einige der Gäste Mitglieder der Kiran-Akademie der magischen Künste und der Magier, der uns zu Anfang begrüßt hatte, konnte uns nicht nur erzählen, dass diese Gewndolin seit 100 Jahren tot ist, sondern auch, dass er jetzt der Besitzer des Artefaktes ist.

Kein Wunder dass dieser Gwydion dann ständig die Tavernengäste angreift! Ein weiterer Grund warum jemand die Inquisition herrufen könnte war das natürlich auch noch. Der Kerl war so dreist bei Nacht sogar in der Nähe der Taverne aufzutauchen und Llewelyen zu belästigen.

Ich schätze mal unser Sidhe hat dem Typen schon gesagt, was er davon hält. Tatsächlich schlug der Kerl dem Sidhe einen Handel vor bei dem es darum ging ihm das Artefakt zu überlassen...

Aber Llewelyen lässt nicht mit sich handeln. Jemand der die Arroganz morgens mit dem Frühstückomlett zu sich nimmt, handelt nicht.

Jedenfalls kam unser Sidhe unversehrt wieder. Und das ohne Leibwache.

Wir kassierten einen Anschiss, warum wir ihn allein gelassen hatten (dabei ist er ja alleine raus!) und damit hatte es sich.


Unser Magier"freund" schlug dann vor, dass er uns ja eventuell das Artefakt überlassen könne, wenn wir dafür sorgen, dass die kleine, nervige Eria verschwindet.
Nunja. Für uns war das völlig unverständlich, aber wir beschlossen, dass wir es zuerst friedlich versuchen... und dem Magier später den Hals umdrehen.

Um herauszufinden wo Rolan, der entlaufene Mann des Mädels ist, hätten wir angeblich mit einem Kobold spielen müssen. Der war auch da und wollte irgendwas, dafür, dass er uns verrät wo Rolan ist, oder so.

Mir war das alles zu dumm. Ich mache keine Spielchen mit Kobolden wenn es sich vermeiden lässt. Schließlich sind wir KEINE Kobolde.

Also haben wir der Eria einfach diesen dämlichen Rolan ausgeredet. Einen Menschen heiraten? Keine gute Idee! Diese Dinge enden immer nur auf tragische Art und Weise, nämlich indem die Fee schön und jung bleibt und der Mann nach 30 Jahren unansehnlich, fett und faul wird.

Eria war zum Glück einsichtig und ging nach Hause, sobald sie sich als Führerin und Ortskundige noch etwas nützlich gemacht hatte.

SchlangenhautWir mussten zusätzlich auch noch "Schlangenhaut" finden. Angeblich kann man damit etwas brauen oder herstellen womit man den Chimären Schaden zufügen kann. Eine der anwesenden Adepten jedenfalls behauptete das und da wir sie nicht allein in den Wald rennen lassen wollten, sind wir natürlich mitgekommen.
Immerhin haben wir diese Schlangenhaut gefunden.


Auf der Suche nach Schlangenhaut in einer Schlucht.





Und natürlich hatten wir keine Ruhe vor diesem Gwydion. Er hat es nochmal versucht die Taverne anzugreifen und wer nicht hören will, muss halt fühlen.

Wir haben seine Chimären dann eben verdroschen und hätte mir nicht eine den Arm gebrochen, dann wäre die ganze Sache noch lustiger geworden, aber leider konnte die Bande fliehen.

ouch
hm.. der Arm war gebrochen.
Aber der Schmied hats hinbekommen!


Anstatt dass unser Magier seine Worte wahr macht und uns das Artefakt also endlich gibt - schließlich war Eria ja weg und man musste damit rechnen dass die Chimären mit Gwydion wiederkommen, meint der Magier, er würde in zwei Stunden das Artefakt an einem Ort im Wald deponieren und sowohl uns als auch Gwydion sagen wo.
Der Bessere möge es dann bekommen. Das wäre der Zeitpunkt gewesen dem Kerl den Hals doch umzudrehen.

Aber wir lächelten und machten mit.

Gut, wenn die Menschen spielen wollen, dann spielen wir eben.

Als erstes erklärten wir allen Tavernengästen, dass diese Chimären solange kommen, bis Gwydion hat was er will und wenn er es hat, wird er noch mächtiger.

Gutes Argument, die Leute hatten die Hosen voll und wollten uns helfen. Dass irgendwelche Menschenmagier nicht mit Feenartefakten spielen sollen, leuchtete Allen ein. Also gelang es uns einen Hinterhalt zu legen, bei dem einige Gäste sich wirklich als überaus geschickt erwiesen sich im Wald zu tarnen und warteten die zwei Stunden ab.

Auf einer Waldlichtung war dann wohl auch das Artefakt zu finden, nur sehen konnte es erst einmal niemand.

Während sich die Chimären und die Tavernengäste gegenüber standen, habe ich mich abgesetzt um das Ding endlich aufzuspüren.

Auch wenn ich einen Splitter des Alten Tores trage, ist es nicht wirklich leicht die genaue Richtung eines Schwesterstückes zu spüren. Aber mit etwas Suchen gelang es und unser Ablenkungsmanöver klappte hervorragend. Während die Chimären mit den Tavernengästen beschäftigt waren, haben wir das Ding erst mal mitgenommen.

Leider hielt mich ein Verwurzelungszauber auf, sonst wäre es noch einfacher gewesen. So wurde ich dann in verwurzeltem Zustand ziemlich schnell von einer Chimäre zu Boden geschickt und konnte anschließend meinen Gedrämen guten Tag sagen. Dafür muss Llewelyen schnelle Beine haben, der nahm mir das Ding nämlich ab und rannte gleich weiter. Erwischt hat ihn auch niemand. Als ich wieder zu mir kam, war ich um einige Kupfer und ich glaube auch ein Silberstück ärmer und irgendwer hatte mir offensichtlich einen Heiltrank eingeflößt. Immerhin bin ich nicht verblutet.

Llewelyen hatte das Artefakt, Ludo schlief gerade seinen Schlafzauber aus, den - nun immerhin mausetoten - Gwydion ihm offenbar aufgebrummt hatte und leider war unser Magier nicht auffindbar. Sonst hätte ich ihm den Hals umgedreht.

Aber so hab ich erstmal beim Schmied das Artefakt vorbeigebracht und die Scherbe gegen einen roten Glasstein tauschen lassen. (sobald ich wieder aus eigener Kraft laufen konnte)

Das Schmuckstück hat Llewelyen glaube ich danach verhökert. Die Scherbe, die in diesem Fall die Form eines Rubins angenommen hat, behielt ich. Allerdings entschlossen wir uns das Ding möglichst schnell an einen sicheren Ort zu bringen, nachdem Gerüchte laut wurden, dass der Inquisitor immer noch auf dem Weg hierher sei, und Gwydion auch noch eine Schwester hätte.

Hauptsache weg mit dem Ding! Nachdem meine Gedärme also noch an Ort und Stelle waren und das Abendessen wie gewohnt gut und viel war und wie immer hineinpasste, schien ich mich zumindest weit genug erholt zu haben um es zu wagen.

In Frage kam wohl nur Ludo für das Ritual des Alten Tores und obwohl mir nicht wohl dabei war, durften die Menschen zusehen.
Ludo

Erstens weil wir nirgendswo eine Feen-Ritualwache herbekommen hätten und zweitens weil sie Mittlerweile schon zuviel wussten. Sie werden hoffentlich schlau genug sein um ihre Münder zu halten.

Und sie werden sicher bald spüren, welche Auswirkungen der beim Ritual freigewordene Glamour auf sie hat. Ludo jedenfalls hat die Sache im wahrsten Sinne des Wortes weggesteckt.

Ich wollte immer schon einen Troll zum schreien bringen! KäHähä!


Nach dem Ritual torkelte man dann zurück zur Taverne, und achja.. der Geburtstag von dame Alena.. den haben wir noch gefeiert. Allerdings - so muss ich zugeben - waren wir recht platt. Immerhin: ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich an diesem Abend endlich einmal im meinem Leben beinahe satt war.

Ein Hoch auf Ansgars Chili!


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