Helicon 3317.-19.03. 2006 Burg Wildenstein |
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Zu den Bildern
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manche Dinge will man nicht so
genau wissen |
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Vor langer Zeit lebte dort ein Druide mit Namen Carn. Dieser
ist der Held unseres Märchens.
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Angriff |
Der wahre Name dieser Burg ist längst in Vergessenheit
geraten, doch
lag sie gut geschützt zwischen Abhängen und Bergen. Der
damalige
Burgherr trug den Namen Adelgart. Er war ein gütiger und weiser
Herrscher und brachte seinen Ländereien Wohlstand. Sein Bruder
Mannefred widmete sich hauptsächlich dem Studium und der
Forschung.
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Auch in geheime Künste wie die Alchimie wurde er
eingeweiht. Doch nach
all diesen Jahren holte Mannefred seine Vergangenheit ein und er war
gezwungen wieder zurückzukehren in seine Heimat. Die
Unzufriedenheit
über diesen Zwang ließen in Mannefred Hass und Wahnsinn
gleichermaßen
gedeihen. Dieser richtete sich gegen seinen Bruder, seine Familie,
gegen seine Heimat und schließlich gegen die Menschen im
Allgemeinen.
Deshalb ersann er einen teuflischen Plan. Er sammelte Kräuter im Wald,
die beigemengt in das Essen die unliebsamen Peiniger ausmerzen sollten.
Doch wurde er beobachtet von Carn, der gerade durch den Wald streifte.
Der Druide sah, was der Unhold trieb und stellte ihn zur Rede. Dieser
jedoch zog seinen Dolch und schnitt Carn hinterhältig die Kehle
durch.
So lag der Verwundete auf dem feuchten Waldboden und hauchte sein Leben
aus. |
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Doch sein Wunsch Mannefred aufzuhalten war so groß, dass
selbst der Tod
kein unüberwindbares Hindernis darstellte und Carn kehrte
zurück, um
die Menschen zu warnen. Als unheilvoller Bote, gewandet in Schwarz und
mit einer Pestmaske erschien er in der Burg und schrieb seine Botschaft
an die Tür. Leider konnte er nicht sprechen, wegen der grässlichen
Wunde, die Mannefred ihm beigebracht hatte. Jedoch die Burgbewohner
fürchteten sich vor ihm, weil sie ihn nicht wieder erkannten und
konnten auch seine Schrift nicht lesen. So verhallte die Warnung
ungestört und Mannefred konnte seinen diabolischen Plan
ausführen. Und
jene, die er tötete durften nicht in Frieden ruhen, sondern sie
erhoben
sich wieder und verwüsteten das Land. Sie waren die ersten Landfahrer. |
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Lange Zeit wüteten sie und auch Mannefred war inzwischen
längst
getötet worden und man ließ seine Gebeine verrotten wie
seine Seele.
Und so ward die Plage gebannt. Die Menschen konnten wieder in Frieden leben und nur noch Geschichten blieben von dem Schrecken von damals. Und das Bild, die Fesseln und Carn gerieten in Vergessenheit. |
![]() buntes Volk |
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Doch dann erschien wieder der Pestmann. Es gelang schließlich den
Bewohnern der Burg, seine Botschaften zu entschlüsseln, jedoch
konnten
sie nicht fassen, was sie dort lasen: Die Landfahrer sind
wiedergekehrt. Panik ergriff die Menschen. Zwar wurden sie gewarnt, doch es war zu spät. Eine Armee der Toten zog gegen die Burg und tötete alle, die dort waren. Anschließend wurden umliegende Dörfer geschliffen und die Landfahrer vermehrten sich wieder. Aber ein paar Stunden nach dem Angriff auf die Burg traf dort
ein Tross
ein, bunt zusammengewürfelt aus Leuten, die auf der Burg ein Fest
feiern wollten. |
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Doch schon bald erkannten die Verbliebenen das Ausmaß
der
Geschehnisse. Die Landfahrer mussten wieder gebannt werden, die Fesseln
gefunden, Blut gesammelt werden. Leider witterten einige die
Möglichkeit Kapital aus dieser Not zu schlagen und Informationen
über
den Ursprung und die Bekämpfung der Landfahrer waren teuer. Andere
schienen den wahren Ernst der Lage zu verkennen und klammerten sich an
alte Vorurteile gegenüber fremder Wesen und suchten diese, auch
wenn
sie Nützliches beizutragen hatten auszugrenzen. So dauerte es viel zu lange, bis man endlich die Wahrheiten gefunden hatte und die Aufenthaltsorte der Fesseln entdeckt hatte. Der Pestmann erschien und wurde zunächst wieder als bedrohlich empfunden, bis man eine Möglichkeit fand, mit ihm zu kommunizieren. Seine Botschaften waren kryptisch und beschrieben die Orte, an denen die Fesseln zu finden seien. |
![]() Wehrgang |
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Rashid, der diese Geschichte
neiderschrieb |
Schließlich fand man auch heraus, wie die Landfahrer sich befreit hatten. Thedrik, der Bastard des Brugherrn hatte sich mit finsteren Gesellen, Batzenmagier genannt, verbündet, um sein Erbe zu sichern. Jedoch schlug ihr Plan die Landfahrer zu kontrollieren fehl und sie waren selbst unter den ersten Opfern. Auf der Burg wurde jedoch langsam die Zeit knapp. Schon stand
eine
Armee von Angstfleisch und Beinessern vor den Toren und noch immer
konnte man sich nicht auf ein gemeinsames Vorgehen einigen. Im letzten Moment jedoch, als die Horde schon in den großen Saal stürmte gelang es jedoch sämtliche Paraphernalia richtig zu nutzen und die Landfahrer zu bannen. |
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Und so senkte sich der aufgewirbelte Staub über dem
nunmehr stillen
Schlachtfeld. Es würde viele Jahre dauern, bis sich die Beteiligten von diesen Erlebnissen erholen würden und das Land wieder in alter Pracht erstrahlen würde. Doch als am Tag nach der Schlacht die Sonne aufging und den Schnee langsam erwärmte, so dass er in kleinen Rinnsalen den Berg hinab floss, kehrten auch die Vogelstimmen wieder zurück ins Land der dichten Wälder und stolzen Burgen.
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