An Lazarus Boltas:
Ein sehr interessantes Land das wir bereisen. Ich bin froh in Dir Lazarus-san, einen guten Führer gefunden zu haben.
Ich habe noch viele Fragen für die Geschehen des ersten Abends auf Burg Hohengrat. Vielleicht gelingt es Dir mir zu erklären, welche Gründe die beiden feindlich gesinnten Fürsten, gehabt haben, ihre Unterhändler an diesem Tage in die Burg zu senden um den Abzug der geladenen Gäste und den des orstansässigen Fürsten zu fordern.
Aus all den Gesprächen konnte ich mangels
meiner immer noch bedauernswert schlechten Sprachkenntnisse nicht viel
verstehen.
Die angekündigte Dreifachhochzeit war uns ja bereits zugetragen
worden und einer unserer Gründe den Feierlichkeiten beizuwohnen.
Was mir unverständlich ist, ist der seltsame Brauch die Bräutigame durch diese sogenannte "Minne" zu bestimmen

die Brautkämpfe am zweiten Tag
von:
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Wohl ist mir bekannt, dass zu den Tugenden auch in Rokugan Poesie und
Dichtung zählen, aber so ganz verstanden habe ich es nicht.
Vielleicht wärst Du breit mir näheres über diesen Brauch
zu erklären.
Mögen Deine Schritte schnell und Dein Bauch
immer voll sein.
unsere
Gruppe

von:
http://www.kalevalla.de/weg/Heli27/index.html
auch ich bin froh euch und euren Gefährten begegnet zu sein. Und ich hoffe dass ich eure Fragen beantworten und euer Wissen mehren kann.
Eure erste Frage - die welche sich auf jenen Baron Mortimer bezieht, was im Übrigen der Name des 'feindlichen Adligen' ist, den ihr wohl meintet.
Wie mir scheint hat dieser
Geselle
Übles im
Sinne gehabt, da sein
Sinnen und Trachten nicht dem Heiraten einer der Töchter galt.
Diese
schienen im höchsten Falle nur Mittel zum Zweck gewesen zu sein,
die
Burg zu erobern. Mir schien, als ob dieser Baron ein geheimes Ziel
verfolgte, bei dem wir - die Gäste und auch die Bewohner der Burg
im
Wege gewesen wären.
Trotz aller Abneigung diesem Manne
gegenüber muss man ihm dennoch
(aus
unserer Sicht) zugute halten, dass er uns zunächst ohne Kampf aus
der
Burg hinausbefördern wollte. Das zeigt zumindest dass er seine
Gewaltätigkeiten zu kontrollieren wusste. Das wir nicht abziehen
konnten lag leider dennoch auf der Hand - der Baron von Hohengrat
hätte
nicht klein beigegeben und wir wären wohl im folgenden
Kampfgetümmel in
Schwierigkeiten gewesen wenn wir uns außerhalb der
schützenden Mauern
Hohengrates befunden hätten.

Besagtes Getümmel
von:
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Doch erkläret mir ehrenwerter Fuko - von welchem zweiten Unterhändlder und welchem zweiten feindlichen Adligen sprecht ihr? Mir deucht mir ist etwas entgangen...
Nun will ich noch eure Frage die
sich auf die
Minne und die Hochzeit
bezieht beantworten - soweit es mir und meinen geringen Kentnissen der
Draconischen Sitten und Gebräuche möglich ist.
Diese sogenannte Minne entspricht wohl zu einem gewissen grad
tatsächlich dem, was ihr Haiku nennt. (berichtigt mich, wenn ihr
denkt,
dass ich falsch liege)
Die Minne ist die Hohe Kunst einer Frau seine Verehrung zu zeigen. Ja,
ich denke das ist eine passende Erklärung. Mit den Gedichten und
auch
dem ritterlichen Duell welches wir sehen durften wird die Zuneigung und
Liebe bewiesen und zudem das Stehen zu den ritterlichen Tugenden, die
auch einen guten Ehegatten ausmachen sollten.
Nicht in jedem Falle folgt einer solchen Minne eine Hochzeit nach. Im
Gegenteil - normalerweise ist die Minne mehr eine Geste der
Höflichkeit
und des guten Benehmens und wird auch von Rittern und Barden und
anderem gesittetem Volk den Damen entgegengebracht. Es ist vielmehr
Kunst und eine andere Form der Poesie.
Tatsächlich stelle ich fest, dass es mir schwer fällt,
adäquat zu
erklären, was denn genau die Hohe Minne ist - sie ist wohl
gleichermaßen Brautwerbung als auch nun... 'allgemeine'
Ehrerbietung
und ein Zeichen feinen Kunstsinnes.
Ich hoffe, ehrenwerte Fuko, eure Fragen konnten beantwortet werden
Und zudem hoffe ich auch, dass ihr mir noch einige Dinge sagen könnt die ihr gesehen habt - und wie ihr sie gesehen habt. Denn mir verlangt es nach mehreren Betrachtungsweisen einer Sache um diese voll und ganz zu verstehen.
Beispielsweise würde ich gerne wissen, was ihr von der nächtlichen Geisterscheinung hieltet - vielleicht bin ich auch hier in der Lage entstehende Fragen zu beantworten
Und so verbleibe ich mit hoher
Wertschätzung
und den Besten Grüßen
Ich wünsche euch auf euren Reisen Erfolg und Glück und hoffe
so bald als möglich wieder von euch zu Hören.
in Freundschaft
Lazarus Boltas, Magister an den silbernen Hallen der Erkenntniss ob den
Einhornfällen
2er Tag des
Ætherdekadaeis im
Lauf des Jovis
im Jahre 319 n.d.B.
Yukiko: Das Essen war aber gut!
von:
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Vielen Dank für diese
Erklärung.
Ich muss leider gestehen, dass meine Informationen recht spärlich
sind, da ich, wie bereits erwähnt, nicht alles verstand.
Allerdings hörte ich es gäbe gleich zwei Fürsten, die
beide versuchten
den jetzigen zu stürzen. Vielleicht habe ich mich auch
getäuscht.
Von Baron Mortimers Männern bekam ich mit, dass sie gerade auf der
inneren Brücke standen, als ich für meine Yukiko-chan etwas
aus dem uns
höflicherweise zugewiesenen Zimmer holen wollte.
Die Gastfreundschaft hat mich überaus beeindruckt. Trotz unserer
nichtangekündigten Anreise sofort ein Quartier zu bekommen, war
sehr
freundlich.
Besagter Unterhändler
jedenfalls verhielt
sich zunächst recht
ehrwürdig. Allerdings musste ich feststellen, dass man
befürchtete,
dass er nicht allein gekommen sei.
Jemand versuchte mich als Späher anzuwerben, da ich aber nicht
genau
wusste, wer diese Person war und was sie genau verlangte (das leidige
Sprachproblem) und da es auch überaus unhöflich gewesen
wäre, ohne das
Wissen des Fürsten zu Hohengrat Handlungen zu vollziehen, die
eventuell
einen Angriffsgrund provozieren, lehnte ich ab.
Aus dem Grunde kann ich nicht genau sagen, ob das Gerücht nun der
Wahrheit entsprach.
Jedoch wurden die Feuerlichkeiten und geplanten Minne-Werbungen
für die
Bräute immer wieder durch Mortimers Unterhändler
gestört, die ja dann
auch am zweiten Tage während der Drabietungen erschienen und ihre
Forderungen stellten.
Immerhin kam es am ersten Abend wohl nicht zu größeren
Kämpfen. Zumindest nicht, soviel ich mitbekam.
naja, ein wenig ist schon passiert
Kajo san ist verletzt
von:
http://www.kalevalla.de/weg/Heli27/index.html
Die Ereignisse die sich um jene seltsame Frau
drehen, die uns des
nachts erschien, haben mich aufs Äußerste verwirrt, da ich
sie nicht
einmal riechen konnte.
Sie sagte seltsame Dinge. Ich glaube, wenn ich alles richtig verstanden
habe, dann meinte sie "Helft mir" und auch "Bestraft mich"
Ich wusste zunächst nicht was ich für ein Wesen vor mir
hatte, zuerst
dachte ich es sei eine Art Oni, doch haftete ihr nicht der Geruch der
Schattenlande an.
Die dämonischen Kreaturen aus den finsteren Landen hat unsere Art
gelernt zu erkennen, doch diese seltsame Frau gehörte nicht dazu.
Die anderen Gäste, die ebenfalls diese Erscheinung sahen, nannten
sie einen Geist.
Offenbar war es mir also vergönnt einen leibhaftigen Ahnen zu
erblicken.
Was sie aber mit ihren Worten
erreichen wollte,
blieb mir verschlossen.
Später jedoch erfuhr ich, dass die Frau wohl die tote Gattin des
Fürsten und Mutter der drei zu verheiratenden Damen sein
könnte.
Die meisten der Gäste wirkten nicht besonders verängstigt, so
dass es mir schien, dass solche Erscheinungen eher normal seien.
Aus diesem Grunde wollte ich nicht weiter stören.
Wir bemühten uns im Anschluss
an dieses
seltsame Ereignis noch um eine
Audienz beim Baron, jedoch war es bereits recht spät, so dass wir
dies
auf den nächsten Tag verschieben wollten um dem Fürsten nicht
zu
belästigen.
Zuletzt hörte ich noch, dass
ein wichtiger
Schlüssel gestohlen worden sei.
Was es damit auf sich hatte, habe ich jedoch nicht mehr erfahren.
Außerdem hörte ich, hätte es ein Attentat auf den
Quartiermeister gegeben.
Vielleicht kannst Du mir sagen warum dies überhaupt passierte
Lazarus-san?
Mein Dank für Deine
Erklärungen
Teezeremonie und Übungen
von:
http://www.kalevalla.de/weg/Heli27/index.html
tatsächlich scheinen Geister
nicht sehr
ungewöhnlich in unserer
Gesellschaft zu sein. Doch gerade in einem Land, dass so nahe an
Heligonien ist wie jenes Draconien, welches wir bereisten, verwundert
mich die Gewöhnlichkeit von Geisterscheinungen.
Verzeih, Geister sind die Wesenheiten, die ihr als Ahnen kennt. Und es
schien sich bei diesem speziellen Geist tatsächlich um die Frau
des
Barons von Hohengrat zu handeln.
Was es jedoch genau mit ihr auf sich hatte, lässt sich nur schwer
erraten.
Ich denke, dass ich diesbezüglich den von mir hoch
geschätzten Meister
Irian fragen werde, der sicherlich noch einige Informationen besitzen
mag, die uns helfen könnten.
Der Schlüssel, von dem du sprichst schien auch in der Tat von großer Bedeutung zu sein und soweit mir bekannt war, handelte es sich bei dem ominösen Gegenstand um just jenen Schlüssel, welcher der Quartiermeister um den Hals trug - ein Statussymbol wie mir gesagt wurde - doch ich bin der Meinung, dass dieser Gegenstand durchaus mehr war, wenngleich es mir schwer fällt, zu ergründen was genau es mit diesem Artefakt auf sich hatte.
Auf jeden Fall schien es - so habe ich es auf jedenfalls mir zusammengereimt - als wäre der Grund für das Attentat auf den Quartiermeister der Schlüssel gewesen, der ja auch entwendet worden war.
Doch, verehrter Fuko - ich denke auch, dass ihr mehr mit dem Attentat und seinen Folgen zu tun hattet, als ihr selbst zu glauben scheint. Immerhin waren es doch die ehrenwerte Yukiko und ihr selbst, die ihr bei dem Verhör der mutmaßlichen Mörderin zugegen wart.
Den Umständen und einigen Aussagen entnehme ich, dass euer Volk über eine Gabe verfügt die Wahrheit zu erkennen - wie genau diese aber funktioniert, weiss ich nicht, wenngleich ich doch sehr interessiert wäre zu erfahren um welche Macht oder Fähigkeit es sich dabei handelt.
So wünsche ich euch alles Gute
ein Leben in Frieden mit euerer Geliebten und alles Glück der Welt
auf eine baldige Antwort
Euer ergebener
Lazarus Boltas, Magister an der Silbernen Halle zu Risko Tideris
8ter Tag des
Ætherdekadaeis im Laufe des
Jovis im Jahre 319 n.d.B.

Er war uns etwas suspekt, aber ein guter Barde
von:
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Ich kann Dir erklären, was ich verstanden
habe, als es um diese Befragung ging.
Die besagte Frau, (jene mit dem purpurnen Gewand) die den
Quartiermeister getötet haben soll, wollte den Schlüssel zu
Mortimer
bringen.
Sie hat behauptet, sie würde nichts wissen, als der Baron und
seine Ritter sie befragt haben.
Sie hat außerdem behauptet sie wäre nur spazieren gegangen.
Doch stand sie im dringenden Verdacht und auch wenn ich nicht
weiß, wie
man sie anklagte, so muss ich doch sagen, dass bei der Befragung, bei
der Yukiko-san und ich zugegen waren, diese Person doch besonders stark
ins Schwitzen geriet, als die Sprache auf den Mord kam.
Dies bestätigte den Verdacht nur noch mehr. Sie roch geradezu nach
einer Lüge. Du verstehst sicher, dass unsere Nasen doch vielmehr
wahrnehmen können, als nur was es zu Mittag gibt.
Jemand der lügt riecht!
Ganz mit Sicherheit sagen ob sie nun schuldig war konnten wir es jedoch
nicht, da ihr sicherlich auch so der Angstschweiß ausbrach, wo
sie doch
von all den Rittern umzingelt war.
Das ständige rein- und Hinausgehen von Leuten im Befragungsraum
erschwerte es noch zusätzlich.
Dennoch blieb die Frau bis auf weiteres unter Arrest. Später
stellte sich auch heraus, dass sie tatsächlich die Mörderin
war.

Die Mörderin
von:
http://www.kalevalla.de/weg/Heli27/index.html
Wie ich hörte war der Schlüssel
vermutlich jeder zu einem Zimmer in dem
alle den vermissten König des Landes vermuteten, der dort
eingekerkert
sei.
Leider habe ich in dieser Sache nicht genug von der Sprache verstanden.
Soviel ich hörte, hätte es einstmals einen König
gegeben, der aber
nicht mehr auf seinem Thron ist und zudem ein Eklat in der
Fürstenfamilie, doch konnte ich wiederum nichts genaues verstehen.
Allerdings hat Asahina-sensei mir berichtet, dass
es hieße, die Frau
des Fürsten hätte sich selbst getötet. (Dies war wohl
dieser Geist, den
wir gesehen haben).
Warum allerdings blieb mir ein Rätsel.
Ich schätze dass Dein Freund Meister Irian
mehr darüber weiß.
Am Ende jedoch hat sich ja herausgestellt, dass in diesem Raum
jedenfalls nicht der König gefangen ist und der Fürst sich
nichts hat
zu Schulden kommen lassen.
Im Gegenteil, er wollte seine drei liebreizenden Töchter
verheiraten.
Kannst du mir erklären, warum die Eine zuerst so hässlich war?
Ebenso habe ich nicht ganz verstanden nach welchen Kriterien nun genau
bei dieser Minne der Sieger ausgewählt wurde.
Die Hochzeit, die aber später am Abend
ausgerichtet wurde, war sehr interessant.
In der Art und Weise habe ich noch nie eine gesehen, obwohl ich mir
habe sagen lassen, dass es auch in Rokugan ähnlich lange dauert,
bis
sich Mann und Frau einander versprochen haben.
Ein wenig störend fand ich das Getuschel der Gäste, die
sicherlich vor
Aufregung nicht stillhalten konnten (und laufend ihre Bierflaschen
umschmissen. Pöbel!)
Vielleicht gehörte das aber auch dazu?
Schließlich wurde vor der Hochzeit ja auch noch kräftig
gestritten.
Hast Du eine Ahnung um was es denn bei diesem Streit ging?
Mir scheint, dass der Baron recht ungehalten
darüber war, dass wegen
der Aufregung um dem Schlüssel, die Gäste diesen Raum
untersuchen
wollten, den der Schlüssel absschloss.
Was war denn nun an diesem Raum so wichtig, dass die Gäste den
Baron dazu nötigten dessen Inhalt preiszugeben?
Zuletzt möchte ich aber noch aussprechen, was
mir schon länger auf dem Herzen liegt:
Ehe es zu dieser Hochzeit kommen konnte, mussten wir ja am Abend noch
Widrigkeiten ganz anderer Art aushalten.
Mortimers Angriff auf die Burg war zeitlich gut
gewählt und auch wenn
er uns nicht überraschte, so war das Aufgebot an Kriegern und
Geschützen doch enorm.
Ein wenig war ich verwundert über das Chaos der Krieger, das vor
allem Kajo-san in die Verzweiflung trieb.
Mir scheint, dass die linke Hand nicht wusste was die Rechte tat.
Nachdem Kaijo-san von einem der Kommandeure angesprochen worden war,
bei der verteidigungsplanung in der Schlacht zu helfen, musste er sich
plötzlich in der Schlacht mit einem anderen Kommandeuer streiten,
wer
nun das Sagen hätte.
Nicht besonders effektiv, wie mir scheint, was die Befehlskette
angeht.

nachmittags waren Mortimers Männer schon
einmal da
von:
http://www.kalevalla.de/weg/Heli27/index.html
Auch der Ausfall aus der Burg war, meiner Meinung
nach recht
ungeordnet, zumindest kann ich das sagen, nachdem ich die
Verteidigungsschlachten des Krabbenclans an der Mauer zu den
Schattenlanden gesehen habe.
Wenn ich jedoch bedenke, wie 80 Nezumi gekämpft hätten, muss
ich mit
einem Lächeln zugeben, hätte der Ausfall ähnlich
ausgesehen.
Tatsächlich hielten Yukiki-san und ich uns
sehr zurück, als wir jedoch
bemerkten, dass auf der rechten Flanke die Angreifen durchzubrechen
drohten, waren wir natürlich zur Verstärkung ebenfalls
zugegen.
Dabei habe ich auch Dich gesehen.
Meine Hochachtung spreche ich Dir hiermit aus.
Warst Du doch ebenfalls in vorderer Reihe mit deinen Wurfgeschossen -
was immer diese laut explodierenden Dinge waren - und hast damit den
Angreifern einigen Schrecken eingejagt. Da Du unbewaffnet warst um so
mutiger.
Mögest Du noch viele solche Schwergen mit deinen Donnerkugeln erschrecken!
Fuko
du hast mir einige sehr interessante
Fakten
zugetragen, die sich mir bis dato entzogen hatten.
Das mit eurem Geruchssin ist sowohl durchaus nachvollziehbar aber
verliert dadurch nichts von seiner Faszination. Die Fähigkeit zu
dieser
Art der Wahrnehmung, hätte wohl auch für mich durchaus einen
Reiz und
einen Nutzen.
Nun aber zu deinen zahlreichen
Fragen, die zu
beantworten, ich mich durchaus in der Lage sehe.
Zunächst wolltest du wissen, was die Kriterien bei der Minne waren
und warum das Aussehen der ältesten Tochter sich wandelte.
Nun, von eindeutig festgelegten Regeln lässt sich im Falle der
Minne
nicht sprechen. Da ich mich selbst bisher nur aus Büchern diesem
Thema
genähert habe, wird meine Antwort zwar korrekt aber nicht
unbedingt
vollständig sein. Ich nehme hier an, das die Töchter
während der Minne
die Teilnehmer beobachteten und das Verhalten in den Situationen - so
z.B. ihr Wortwitz während der Rhetorik, oder aber das ehrenhafte
Verhalten bei den Duellen und dererlei Dinge - für sich gewertet
haben,
um sich dann den Mann als Gatten zu erwählen, von dem sie
glaubten,
dass es der geeignetste wäre. Auch nehme ich an, dass das Aussehen
der
ältesten Tochter eine beabsichtigte Verkleidung (ob magischer oder
mundaner Natur weiß ich allerdings nicht mit Bestimmtheit zu
sagen,
obwohl mich die perfektion der Tarnung doch Magie annehmen lässt)
darstellte, um eine Situation zu schaffen, in welcher der Werber seinen
Optischen Sinn zurückstecken musste und andere - tieferliegende -
Gründe für seine Liebe finden musste. Meine Theorie hierbei
ist es,
dass die älteste Tochter einen Gatten suchte, welcher sich nicht
nur
für ihr Aussehen - welches sich schlussendlich ja als sehr
schön erwies
- liebte.
Nun und das Draconische
Hochzeitsritual ist
wahrhaft interessant. Die
Länge war tatsächlich enorm. Jedoch muss ich gleich
vornewegnehmen,
dass sowohl dieser Streit am Anfang, als auch das Flaschenklappern
nicht Teil dieses Rituals sind. Dieses waren mehr oder minder sinnlose
und störende Elemente die nicht wirklich notwendig waren.
Doch wären Menschen keine Menschen, wenn sie unfehlbar wären.
Denn Vollkommenheit ist nur den Göttern eigen.
Im Übrigen stand dieser Streit im Zusammenhang mit den seltsamen
Geschehnissen - inklusive der Geistererscheinungen - welche sich allem
Anschein nach um das verschlossene Zimmer direkt unter dem
Hochzeitssaal fokusierten.
Dieser aufmüpfige Gast schien eine Art Kleriker oder mehr
Ordenskrieger
einer Vereinigung zu sein, von welcher mir noch nichts zu Ohren
gekommen ist. Und wie es mir vorkam schien er das 'Recht' seines Ordens
höher einzustufen als die Pflichten eines Gastes gegenüber
seinem
Gastgeber. Und diesen Umstand hat ihm der Baron von Hohengrat auch
nachdrücklich erklärt. Dass diese impertinente Person zudem
noch einer
der Brautzeugen war (ein Element des Hochzeitsrituals erfordert eine
Person die die Ehrenhaftigkeit des Bräutigames bezeugt) erschwerte
die
Situation, da das Ritual nicht ohne genannten Brautzeugen stattfinden
konnte und so war der Zeremonienmeister - in seiner Funktion als
Friedensrichter - genötigt, einen neuen Zeugen zu finden, was
wiederum
nur ein weiterer Beweis für die Unhöflichkeit des
Ordenskriegers ist.
Wie dem auch sei, schlussendlich wandte sich ja alles zum guten.

Ein paar unserer Gruppe bei der Minne, als
Zuseher
von:
http://www.kalevalla.de/weg/Heli27/index.htm
Nun. Im Bezug auf die Belagerung
werde ich mich
kurzfassen. Man muss
den Verteidigern - bei all ihrer Unkoordiniertheit - zugute halten,
dass sie aus verschiedensten Reichen und Ländern stammten und sich
kaum
kannten. Das eine Einheit von Kämpfern, die seit Jahren
zusammenarbeitet, effizienter ist, erklärt sich von selbst. Auch
wenn
der Clan der Krabben ein wahrhaft herausragendes Beispiel für eine
kämpfende Einheit ist.
Welcher Narr in meinem Kopf die Oberhand hatte als ich in die vorderste
Schlachtreihe lief, weiß ich selbst nicht genau. Halte mich nicht
für
Feige. Aber im Nachhinein erscheint mir mein Verhalten doch sehr
unvernünftig. Zumal rechts und links von mir die Kämpfer
gefällt wurden
und sogar der Rotkappenkrieger Rakan von jener Balliste durch einen
Kopfschuss ernsthaft verletzt wurde...
Zu meinem Glück - muss ich sagen - geschah mir dort vorne nicht
viel.
Und zumindest als sinnvolle Handlung in all dem Unsinn kann ich
anfügen, dass meine Magie (jenes laute Geräusch welches du
hörtest)
doch ein kleinwenig Wirkung zeigte. Zuguterletzt bestand zumindest die
Chance, dass ich einigen Feinden eine Sekunde des Schreckens und der
Unaufmerksamkeit schenkte, die die Unseren nutzen konnten.
Tatsächlich
wurde jener Baron Mortimer in der Flanke erschlagen in der auch ich
stand...
Und ich konnte mit meinen bescheidenen Fertigkeiten der Heilkunde wohl
auch einiges tun.
Ich hoffe, dass ich nicht zusehr angebe. In Wirklichkeit war mein Beitrag wesentlich geringer, als der der anderen Recken.
Doch da sich zuguterletzt alles
zum Guten wendete,
kann ich damit schließen,
dass diese Geschichte sehr interessant war und mir
noch
lange in Erinnerung bleiben wird.
Zudem hoffe ich,
dich - verherter Fuko - in Bälde wieder von
Angesicht zu Angesicht mit dir sprechen zu können.
Viel Erfolg und ein langes glückliches Leben
Magister Lazarus
Boltas, Silberne Halle ob den
Einhornfällen
9ter
Tag des Erddekadaeis im Laufe des
Jovis im
Jahre 319 .d.B.
Danke an Andreas für die Fotos, die wir einbauen konnten - endlich mal gescheite Charakterbilder von der ganzen Sippe
mehr Bilder gibts
auf:
http://www.kalevalla.de/weg/Heli27/index.htm