Helicon 27 vom 02.- 04.04.04 auf Burg Wildenstein

1 Die Ankunft


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An Lazarus Boltas:

Ein sehr interessantes Land das wir bereisen. Ich bin froh in Dir Lazarus-san, einen guten Führer gefunden zu haben.

Ich habe noch viele Fragen für die Geschehen des ersten Abends auf Burg Hohengrat. Vielleicht gelingt es Dir mir zu erklären, welche Gründe die beiden feindlich gesinnten Fürsten, gehabt haben, ihre Unterhändler an diesem Tage in die Burg zu senden um den Abzug der geladenen Gäste und den des orstansässigen Fürsten zu fordern.

Aus all den Gesprächen konnte ich mangels meiner immer noch bedauernswert schlechten Sprachkenntnisse nicht viel verstehen.
Die angekündigte Dreifachhochzeit war uns ja bereits zugetragen worden und einer unserer Gründe den Feierlichkeiten beizuwohnen.

Was mir unverständlich ist, ist der seltsame Brauch die Bräutigame durch diese sogenannte "Minne" zu bestimmen


die Brautkämpfe am zweiten Tag
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Wohl ist mir bekannt, dass zu den Tugenden auch in Rokugan Poesie und Dichtung zählen, aber so ganz verstanden habe ich es nicht.
Vielleicht wärst Du breit mir näheres über diesen Brauch zu erklären.

Mögen Deine Schritte schnell und Dein Bauch immer voll sein.

Fuko

unsere Gruppe

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verehrter Fuko,

auch ich bin froh euch und euren Gefährten begegnet zu sein. Und ich hoffe dass ich eure Fragen beantworten und euer Wissen mehren kann.

Eure erste Frage - die welche sich auf jenen Baron Mortimer bezieht, was im Übrigen der Name des 'feindlichen Adligen' ist, den ihr wohl meintet.

Wie mir scheint hat dieser Geselle Übles im Sinne gehabt, da sein Sinnen und Trachten nicht dem Heiraten einer der Töchter galt. Diese schienen im höchsten Falle nur Mittel zum Zweck gewesen zu sein, die Burg zu erobern. Mir schien, als ob dieser Baron ein geheimes Ziel verfolgte, bei dem wir - die Gäste und auch die Bewohner der Burg im Wege gewesen wären.
Trotz aller Abneigung diesem Manne gegenüber muss man ihm dennoch (aus unserer Sicht) zugute halten, dass er uns zunächst ohne Kampf aus der Burg hinausbefördern wollte. Das zeigt zumindest dass er seine Gewaltätigkeiten zu kontrollieren wusste. Das wir nicht abziehen konnten lag leider dennoch auf der Hand - der Baron von Hohengrat hätte nicht klein beigegeben und wir wären wohl im folgenden Kampfgetümmel in Schwierigkeiten gewesen wenn wir uns außerhalb der schützenden Mauern Hohengrates befunden hätten.



Besagtes Getümmel
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Doch erkläret mir ehrenwerter Fuko - von welchem zweiten Unterhändlder und welchem zweiten feindlichen Adligen sprecht ihr? Mir deucht mir ist etwas entgangen...

Nun will ich noch eure Frage die sich auf die Minne und die Hochzeit bezieht beantworten - soweit es mir und meinen geringen Kentnissen der Draconischen Sitten und Gebräuche möglich ist.
Diese sogenannte Minne entspricht wohl zu einem gewissen grad tatsächlich dem, was ihr Haiku nennt. (berichtigt mich, wenn ihr denkt, dass ich falsch liege)
Die Minne ist die Hohe Kunst einer Frau seine Verehrung zu zeigen. Ja, ich denke das ist eine passende Erklärung. Mit den Gedichten und auch dem ritterlichen Duell welches wir sehen durften wird die Zuneigung und Liebe bewiesen und zudem das Stehen zu den ritterlichen Tugenden, die auch einen guten Ehegatten ausmachen sollten.
Nicht in jedem Falle folgt einer solchen Minne eine Hochzeit nach. Im Gegenteil - normalerweise ist die Minne mehr eine Geste der Höflichkeit und des guten Benehmens und wird auch von Rittern und Barden und anderem gesittetem Volk den Damen entgegengebracht. Es ist vielmehr Kunst und eine andere Form der Poesie.
Tatsächlich stelle ich fest, dass es mir schwer fällt, adäquat zu erklären, was denn genau die Hohe Minne ist - sie ist wohl gleichermaßen Brautwerbung als auch nun... 'allgemeine' Ehrerbietung und ein Zeichen feinen Kunstsinnes.

Ich hoffe, ehrenwerte Fuko, eure Fragen konnten beantwortet werden

Und zudem hoffe ich auch, dass ihr mir noch einige Dinge sagen könnt die ihr gesehen habt - und wie ihr sie gesehen habt. Denn mir verlangt es nach mehreren Betrachtungsweisen einer Sache um diese voll und ganz zu verstehen.

Beispielsweise würde ich gerne wissen, was ihr von der nächtlichen Geisterscheinung hieltet - vielleicht bin ich auch hier in der Lage entstehende Fragen zu beantworten

Und so verbleibe ich mit hoher Wertschätzung und den Besten Grüßen
Ich wünsche euch auf euren Reisen Erfolg und Glück und hoffe so bald als möglich wieder von euch zu Hören.

in Freundschaft
Lazarus Boltas, Magister an den silbernen Hallen der Erkenntniss ob den Einhornfällen

2er Tag des Ætherdekadaeis im Lauf des Jovis im Jahre 319 n.d.B.


Yukiko: Das Essen war aber gut!
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An Lazarus Boltas:

Vielen Dank für diese Erklärung.
Ich muss leider gestehen, dass meine Informationen recht spärlich sind, da ich, wie bereits erwähnt, nicht alles verstand.
Allerdings hörte ich es gäbe gleich zwei Fürsten, die beide versuchten den jetzigen zu stürzen. Vielleicht habe ich mich auch getäuscht.
Von Baron Mortimers Männern bekam ich mit, dass sie gerade auf der inneren Brücke standen, als ich für meine Yukiko-chan etwas aus dem uns höflicherweise zugewiesenen Zimmer holen wollte.
Die Gastfreundschaft hat mich überaus beeindruckt. Trotz unserer nichtangekündigten Anreise sofort ein Quartier zu bekommen, war sehr freundlich.

Besagter Unterhändler jedenfalls verhielt sich zunächst recht ehrwürdig. Allerdings musste ich feststellen, dass man befürchtete, dass er nicht allein gekommen sei.
Jemand versuchte mich als Späher anzuwerben, da ich aber nicht genau wusste, wer diese Person war und was sie genau verlangte (das leidige Sprachproblem) und da es auch überaus unhöflich gewesen wäre, ohne das Wissen des Fürsten zu Hohengrat Handlungen zu vollziehen, die eventuell einen Angriffsgrund provozieren, lehnte ich ab.
Aus dem Grunde kann ich nicht genau sagen, ob das Gerücht nun der Wahrheit entsprach.
Jedoch wurden die Feuerlichkeiten und geplanten Minne-Werbungen für die Bräute immer wieder durch Mortimers Unterhändler gestört, die ja dann auch am zweiten Tage während der Drabietungen erschienen und ihre Forderungen stellten.
Immerhin kam es am ersten Abend wohl nicht zu größeren Kämpfen. Zumindest nicht, soviel ich mitbekam.



naja, ein wenig ist schon passiert
Kajo san ist verletzt
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Die Ereignisse die sich um jene seltsame Frau drehen, die uns des nachts erschien, haben mich aufs Äußerste verwirrt, da ich sie nicht einmal riechen konnte.
Sie sagte seltsame Dinge. Ich glaube, wenn ich alles richtig verstanden habe, dann meinte sie "Helft mir" und auch "Bestraft mich"
Ich wusste zunächst nicht was ich für ein Wesen vor mir hatte, zuerst dachte ich es sei eine Art Oni, doch haftete ihr nicht der Geruch der Schattenlande an.
Die dämonischen Kreaturen aus den finsteren Landen hat unsere Art gelernt zu erkennen, doch diese seltsame Frau gehörte nicht dazu.
Die anderen Gäste, die ebenfalls diese Erscheinung sahen, nannten sie einen Geist.
Offenbar war es mir also vergönnt einen leibhaftigen Ahnen zu erblicken.

Was sie aber mit ihren Worten erreichen wollte, blieb mir verschlossen.
Später jedoch erfuhr ich, dass die Frau wohl die tote Gattin des Fürsten und Mutter der drei zu verheiratenden Damen sein könnte.
Die meisten der Gäste wirkten nicht besonders verängstigt, so dass es mir schien, dass solche Erscheinungen eher normal seien.
Aus diesem Grunde wollte ich nicht weiter stören.

Wir bemühten uns im Anschluss an dieses seltsame Ereignis noch um eine Audienz beim Baron, jedoch war es bereits recht spät, so dass wir dies auf den nächsten Tag verschieben wollten um dem Fürsten nicht zu belästigen.

Zuletzt hörte ich noch, dass ein wichtiger Schlüssel gestohlen worden sei.
Was es damit auf sich hatte, habe ich jedoch nicht mehr erfahren.
Außerdem hörte ich, hätte es ein Attentat auf den Quartiermeister gegeben.
Vielleicht kannst Du mir sagen warum dies überhaupt passierte Lazarus-san?

Mein Dank für Deine Erklärungen

Fuko

2 Der zweite Tag



Teezeremonie und Übungen

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Verehrter Fuko,

tatsächlich scheinen Geister nicht sehr ungewöhnlich in unserer Gesellschaft zu sein. Doch gerade in einem Land, dass so nahe an Heligonien ist wie jenes Draconien, welches wir bereisten, verwundert mich die Gewöhnlichkeit von Geisterscheinungen.
Verzeih, Geister sind die Wesenheiten, die ihr als Ahnen kennt. Und es schien sich bei diesem speziellen Geist tatsächlich um die Frau des Barons von Hohengrat zu handeln.
Was es jedoch genau mit ihr auf sich hatte, lässt sich nur schwer erraten.
Ich denke, dass ich diesbezüglich den von mir hoch geschätzten Meister Irian fragen werde, der sicherlich noch einige Informationen besitzen mag, die uns helfen könnten.

Der Schlüssel, von dem du sprichst schien auch in der Tat von großer Bedeutung zu sein und soweit mir bekannt war, handelte es sich bei dem ominösen Gegenstand um just jenen Schlüssel, welcher der Quartiermeister um den Hals trug - ein Statussymbol wie mir gesagt wurde - doch ich bin der Meinung, dass dieser Gegenstand durchaus mehr war, wenngleich es mir schwer fällt, zu ergründen was genau es mit diesem Artefakt auf sich hatte.

Auf jeden Fall schien es - so habe ich es auf jedenfalls mir zusammengereimt - als wäre der Grund für das Attentat auf den Quartiermeister der Schlüssel gewesen, der ja auch entwendet worden war.

Doch, verehrter Fuko - ich denke auch, dass ihr mehr mit dem Attentat und seinen Folgen zu tun hattet, als ihr selbst zu glauben scheint. Immerhin waren es doch die ehrenwerte Yukiko und ihr selbst, die ihr bei dem Verhör der mutmaßlichen Mörderin zugegen wart.

Den Umständen und einigen Aussagen entnehme ich, dass euer Volk über eine Gabe verfügt die Wahrheit zu erkennen - wie genau diese aber funktioniert, weiss ich nicht, wenngleich ich doch sehr interessiert wäre zu erfahren um welche Macht oder Fähigkeit es sich dabei handelt.

So wünsche ich euch alles Gute
ein Leben in Frieden mit euerer Geliebten und alles Glück der Welt
auf eine baldige Antwort
Euer ergebener

Lazarus Boltas, Magister an der Silbernen Halle zu Risko Tideris

8ter Tag des Ætherdekadaeis im Laufe des Jovis im Jahre 319 n.d.B.


Er war uns etwas suspekt, aber ein guter Barde
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Verehrter Lazarus-san

Ich kann Dir erklären, was ich verstanden habe, als es um diese Befragung ging.
Die besagte Frau, (jene mit dem purpurnen Gewand) die den Quartiermeister getötet haben soll, wollte den Schlüssel zu Mortimer bringen.
Sie hat behauptet, sie würde nichts wissen, als der Baron und seine Ritter sie befragt haben.
Sie hat außerdem behauptet sie wäre nur spazieren gegangen.
Doch stand sie im dringenden Verdacht und auch wenn ich nicht weiß, wie man sie anklagte, so muss ich doch sagen, dass bei der Befragung, bei der Yukiko-san und ich zugegen waren, diese Person doch besonders stark ins Schwitzen geriet, als die Sprache auf den Mord kam.
Dies bestätigte den Verdacht nur noch mehr. Sie roch geradezu nach einer Lüge. Du verstehst sicher, dass unsere Nasen doch vielmehr wahrnehmen können, als nur was es zu Mittag gibt.
Jemand der lügt riecht!
Ganz mit Sicherheit sagen ob sie nun schuldig war konnten wir es jedoch nicht, da ihr sicherlich auch so der Angstschweiß ausbrach, wo sie doch von all den Rittern umzingelt war.
Das ständige rein- und Hinausgehen von Leuten im Befragungsraum erschwerte es noch zusätzlich.
Dennoch blieb die Frau bis auf weiteres unter Arrest. Später stellte sich auch heraus, dass sie tatsächlich die Mörderin war.


Die Mörderin
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Wie ich hörte war der Schlüssel vermutlich jeder zu einem Zimmer in dem alle den vermissten König des Landes vermuteten, der dort eingekerkert sei.
Leider habe ich in dieser Sache nicht genug von der Sprache verstanden.
Soviel ich hörte, hätte es einstmals einen König gegeben, der aber nicht mehr auf seinem Thron ist und zudem ein Eklat in der Fürstenfamilie, doch konnte ich wiederum nichts genaues verstehen.

Allerdings hat Asahina-sensei mir berichtet, dass es hieße, die Frau des Fürsten hätte sich selbst getötet. (Dies war wohl dieser Geist, den wir gesehen haben).
Warum allerdings blieb mir ein Rätsel.

Ich schätze dass Dein Freund Meister Irian mehr darüber weiß.
Am Ende jedoch hat sich ja herausgestellt, dass in diesem Raum jedenfalls nicht der König gefangen ist und der Fürst sich nichts hat zu Schulden kommen lassen.
Im Gegenteil, er wollte seine drei liebreizenden Töchter verheiraten.
Kannst du mir erklären, warum die Eine zuerst so hässlich war?
Ebenso habe ich nicht ganz verstanden nach welchen Kriterien nun genau bei dieser Minne der Sieger ausgewählt wurde.

Die Hochzeit, die aber später am Abend ausgerichtet wurde, war sehr interessant.
In der Art und Weise habe ich noch nie eine gesehen, obwohl ich mir habe sagen lassen, dass es auch in Rokugan ähnlich lange dauert, bis sich Mann und Frau einander versprochen haben.
Ein wenig störend fand ich das Getuschel der Gäste, die sicherlich vor Aufregung nicht stillhalten konnten (und laufend ihre Bierflaschen umschmissen. Pöbel!)
Vielleicht gehörte das aber auch dazu?
Schließlich wurde vor der Hochzeit ja auch noch kräftig gestritten.
Hast Du eine Ahnung um was es denn bei diesem Streit ging?

Mir scheint, dass der Baron recht ungehalten darüber war, dass wegen der Aufregung um dem Schlüssel, die Gäste diesen Raum untersuchen wollten, den der Schlüssel absschloss.
Was war denn nun an diesem Raum so wichtig, dass die Gäste den Baron dazu nötigten dessen Inhalt preiszugeben?

Zuletzt möchte ich aber noch aussprechen, was mir schon länger auf dem Herzen liegt:
Ehe es zu dieser Hochzeit kommen konnte, mussten wir ja am Abend noch Widrigkeiten ganz anderer Art aushalten.

Mortimers Angriff auf die Burg war zeitlich gut gewählt und auch wenn er uns nicht überraschte, so war das Aufgebot an Kriegern und Geschützen doch enorm.
Ein wenig war ich verwundert über das Chaos der Krieger, das vor allem Kajo-san in die Verzweiflung trieb.
Mir scheint, dass die linke Hand nicht wusste was die Rechte tat. Nachdem Kaijo-san von einem der Kommandeure angesprochen worden war, bei der verteidigungsplanung in der Schlacht zu helfen, musste er sich plötzlich in der Schlacht mit einem anderen Kommandeuer streiten, wer nun das Sagen hätte.
Nicht besonders effektiv, wie mir scheint, was die Befehlskette
angeht.


nachmittags waren Mortimers Männer schon einmal da
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Auch der Ausfall aus der Burg war, meiner Meinung nach recht ungeordnet, zumindest kann ich das sagen, nachdem ich die Verteidigungsschlachten des Krabbenclans an der Mauer zu den Schattenlanden gesehen habe.
Wenn ich jedoch bedenke, wie 80 Nezumi gekämpft hätten, muss ich mit einem Lächeln zugeben, hätte der Ausfall ähnlich ausgesehen.

Tatsächlich hielten Yukiki-san und ich uns sehr zurück, als wir jedoch bemerkten, dass auf der rechten Flanke die Angreifen durchzubrechen drohten, waren wir natürlich zur Verstärkung ebenfalls zugegen.
Dabei habe ich auch Dich gesehen.

Meine Hochachtung spreche ich Dir hiermit aus.
Warst Du doch ebenfalls in vorderer Reihe mit deinen Wurfgeschossen - was immer diese laut explodierenden Dinge waren - und hast damit den Angreifern einigen Schrecken eingejagt. Da Du unbewaffnet warst um so mutiger.

Mögest Du noch viele solche Schwergen mit deinen Donnerkugeln erschrecken!

Fuko


Verehrter Freund,

du hast mir einige sehr interessante Fakten zugetragen, die sich mir bis dato entzogen hatten.
Das mit eurem Geruchssin ist sowohl durchaus nachvollziehbar aber verliert dadurch nichts von seiner Faszination. Die Fähigkeit zu dieser Art der Wahrnehmung, hätte wohl auch für mich durchaus einen Reiz und einen Nutzen.

Nun aber zu deinen zahlreichen Fragen, die zu beantworten, ich mich durchaus in der Lage sehe.
Zunächst wolltest du wissen, was die Kriterien bei der Minne waren und warum das Aussehen der ältesten Tochter sich wandelte.
Nun, von eindeutig festgelegten Regeln lässt sich im Falle der Minne nicht sprechen. Da ich mich selbst bisher nur aus Büchern diesem Thema genähert habe, wird meine Antwort zwar korrekt aber nicht unbedingt vollständig sein. Ich nehme hier an, das die Töchter während der Minne die Teilnehmer beobachteten und das Verhalten in den Situationen - so z.B. ihr Wortwitz während der Rhetorik, oder aber das ehrenhafte Verhalten bei den Duellen und dererlei Dinge - für sich gewertet haben, um sich dann den Mann als Gatten zu erwählen, von dem sie glaubten, dass es der geeignetste wäre. Auch nehme ich an, dass das Aussehen der ältesten Tochter eine beabsichtigte Verkleidung (ob magischer oder mundaner Natur weiß ich allerdings nicht mit Bestimmtheit zu sagen, obwohl mich die perfektion der Tarnung doch Magie annehmen lässt) darstellte, um eine Situation zu schaffen, in welcher der Werber seinen Optischen Sinn zurückstecken musste und andere - tieferliegende - Gründe für seine Liebe finden musste. Meine Theorie hierbei ist es, dass die älteste Tochter einen Gatten suchte, welcher sich nicht nur für ihr Aussehen - welches sich schlussendlich ja als sehr schön erwies - liebte.



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Das muss wirklich wahre Liebe gewesen sein ;)


Nun und das Draconische Hochzeitsritual ist wahrhaft interessant. Die Länge war tatsächlich enorm. Jedoch muss ich gleich vornewegnehmen, dass sowohl dieser Streit am Anfang, als auch das Flaschenklappern nicht Teil dieses Rituals sind. Dieses waren mehr oder minder sinnlose und störende Elemente die nicht wirklich notwendig waren.
Doch wären Menschen keine Menschen, wenn sie unfehlbar wären. Denn Vollkommenheit ist nur den Göttern eigen.
Im Übrigen stand dieser Streit im Zusammenhang mit den seltsamen Geschehnissen - inklusive der Geistererscheinungen - welche sich allem Anschein nach um das verschlossene Zimmer direkt unter dem Hochzeitssaal fokusierten.
Dieser aufmüpfige Gast schien eine Art Kleriker oder mehr Ordenskrieger einer Vereinigung zu sein, von welcher mir noch nichts zu Ohren gekommen ist. Und wie es mir vorkam schien er das 'Recht' seines Ordens höher einzustufen als die Pflichten eines Gastes gegenüber seinem Gastgeber. Und diesen Umstand hat ihm der Baron von Hohengrat auch nachdrücklich erklärt. Dass diese impertinente Person zudem noch einer der Brautzeugen war (ein Element des Hochzeitsrituals erfordert eine Person die die Ehrenhaftigkeit des Bräutigames bezeugt) erschwerte die Situation, da das Ritual nicht ohne genannten Brautzeugen stattfinden konnte und so war der Zeremonienmeister - in seiner Funktion als Friedensrichter - genötigt, einen neuen Zeugen zu finden, was wiederum nur ein weiterer Beweis für die Unhöflichkeit des Ordenskriegers ist.
Wie dem auch sei, schlussendlich wandte sich ja alles zum guten.


Ein paar unserer Gruppe bei der Minne, als Zuseher
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Nun. Im Bezug auf die Belagerung werde ich mich kurzfassen. Man muss den Verteidigern - bei all ihrer Unkoordiniertheit - zugute halten, dass sie aus verschiedensten Reichen und Ländern stammten und sich kaum kannten. Das eine Einheit von Kämpfern, die seit Jahren zusammenarbeitet, effizienter ist, erklärt sich von selbst. Auch wenn der Clan der Krabben ein wahrhaft herausragendes Beispiel für eine kämpfende Einheit ist.
Welcher Narr in meinem Kopf die Oberhand hatte als ich in die vorderste Schlachtreihe lief, weiß ich selbst nicht genau. Halte mich nicht für Feige. Aber im Nachhinein erscheint mir mein Verhalten doch sehr unvernünftig. Zumal rechts und links von mir die Kämpfer gefällt wurden und sogar der Rotkappenkrieger Rakan von jener Balliste durch einen Kopfschuss ernsthaft verletzt wurde...
Zu meinem Glück - muss ich sagen - geschah mir dort vorne nicht viel. Und zumindest als sinnvolle Handlung in all dem Unsinn kann ich anfügen, dass meine Magie (jenes laute Geräusch welches du hörtest) doch ein kleinwenig Wirkung zeigte. Zuguterletzt bestand zumindest die Chance, dass ich einigen Feinden eine Sekunde des Schreckens und der Unaufmerksamkeit schenkte, die die Unseren nutzen konnten. Tatsächlich wurde jener Baron Mortimer in der Flanke erschlagen in der auch ich stand...
Und ich konnte mit meinen bescheidenen Fertigkeiten der Heilkunde wohl auch einiges tun.

Ich hoffe, dass ich nicht zusehr angebe. In Wirklichkeit war mein Beitrag wesentlich geringer, als der der anderen Recken.

Doch da sich zuguterletzt alles zum Guten wendete, kann ich damit schließen, dass diese Geschichte sehr interessant war und mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Zudem hoffe ich, dich - verherter Fuko - in Bälde wieder von Angesicht zu Angesicht mit dir sprechen zu können.

Viel Erfolg und ein langes glückliches Leben

Magister Lazarus Boltas, Silberne Halle ob den Einhornfällen

9ter Tag des Erddekadaeis im Laufe des Jovis im Jahre 319 .d.B.


Danke an Andreas für die Fotos, die wir einbauen konnten - endlich mal gescheite Charakterbilder von der ganzen Sippe

mehr Bilder gibts auf:
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