Vom 12.-14.09.03 bei der
Adelmühle bei Weingarten
Reisebericht von
Ewigesunglück
Alle Fotos von Benjamin Olbrich
(Sidracim)
Aalso, Sommer ist es und wir packen die Lavendel ein und ziehen los mit dem Boronk. Im Winter nämlich haben wir in Heligonia eine Einladung bekommen vom GrüngraßbeißendenWipfelspringer ihn mal zu besuchen in seiner Taverne Adelmühle.
Also haben wir mal gesucht und gesucht und gesucht und dann auch
gefunden. Allerdings war da kein Sommer sondern Tagsüber
war´s da
Mittags Sommer, Nachmittags Herbst und Nachts Winter.
Aber eine echt tolle Taverne hat er. Und was macht er: er wird krank,
holt sich einen wahnsinnig schleimigen Schnupfen und lässt sich
von einer Hornisse stechen, dass er gleich ganz außer Gefecht war.
Die Lavendel
Und sein Mitbold, den wir gleich Ohrfried getauft haben, musste alles
alleine machen. Zum Glück gab's ja noch die nette Schankmaid, die
hat
aber der Boronk immer zu uns ins Lager entführt und ihr Met
gegeben.
Dabei geht das ja andersrum
Überhaupt war unser Lager wieder soooo gemütlich und
schön, dass ständig die Leute zu uns gekommen sind. Boronk
lockt nämlich immer alle mit seinem Kochduft her, und füttert
die an und dann sind alle Helden und mächtigen Magier sofort
süchtig nach uns und wollen nie wieder weg.
Zum Beispiel der Sidracim. Das war so ein alter, lustiger Mann mit
weißem Bart und Locken drin. Und einem ganz schönen
glänzenden Gewand
und einem Hut der war so spitz wie ein Turmdach. Der Sidracim ist ein
Magier. So wie der Lazarus in etwa, nur älter. Und sehr nett war
der.
Und ein bisschen verwirrt. Wir haben ihn deswegen immer gut
gefüttert
und ihm einen warmen Mantel gegeben, wenn er seinen vergessen hatte.
Im ager bei uns hat er dann ausgerechnet angefangen zu träumen, von Dämonen und sowas alles. Der arme alte Mann!
im Wald
Faustos (rechts)
Und
er hat ganz witzige Schriftrollen verkauft. Die sagte, tauchen bei
ihm immer auf und er weiß gar nicht genau woher. Das fanden wir
soooo
interessant, da haben wir mal so 15 Stück gekauft.
Mit Rezepten drauf und Schmähschriften und Geisterentschwörungsritualen und einem ganz ganz schlimmen Ritual mit Blut und Monstern. Der Sidracim wusste aber nicht woher er die hat. Und lesen wollt er sie auch nicht. Der brauchte eher Geld und wir haben uns dann nur noch gewundert, warum der auch eine Urne in der Tasche hat. Aber die wollt er nicht verkaufen.
Dann war da der Faustos. Ein Krieger ohne Zelt. Der war immer bei uns weil er so höflich war und kein Zelt hatte, und weil der so höflich war haben wir dem gar nicht so recht getraut.
Aber er hat nichts angestellt. Also hat er dableiben dürfen und sogar bei uns geschlafen unter dem Vorzelt. Hoffentlich ist er nicht böse auf uns, wenn seltsame Dinge mit ihm passieren deswegen. Und nächstes Mal soll er wen anderes ausspionieren.
Ja und dann waren da die Barden. Ganz tolle Barden. Die haben soviel
gebardet, dass wir vor lauter Tanzen jeden Abend beinah in der Taverne
verdurstet wären, weil wir vom Hüpfen und Rumspringen gar
nimmer aufhören konnten. Die konnten sogar den Koboldstanz mit mir
uraufführen.
Ja und dann war da noch ein Markt mit Massage und Saunazelt und Teehaus
und allem und leider auch so ein komischer Stadt-marktbüttel, der
so seltsam war, dass wir uns lieber fern gehalten haben von dem.
es bardet in der Taverne
Die Barden heißen "Die
RoBe"
komischer Kerl in Rot-Gelb
Und es waren da auch komische Leute aus einer Gegend wo man seltsam
spricht und Kaftane trägt und Kopftücher und alles in gelb
und rot. Die haben behauptet, dass da der Fürst ja nicht da
wäre, sie jetz die neuen Chefs sind im Land. Und mich haben sie
zum Oberst der Stadtwache erklärt. Ich hab die ja für leicht
verrückt gehalten, aber das Spiel war sehr witzig.
Ja und leider war bei all dem lustigen da auch einiges ganz und gar
nicht lustig.
Es gab nämlich gesuchte Mörder und Räuber. Diesem
feigen Pack haben die ganzen angereisten feiernden Leute aber
gehörig den Arsch versohlt.
Allerdings nicht sofort, sondern zuerst mal haben die Räuber Leute ausgeraubt. Boronk wollten sie auch ausrauben und den Sidracim . Uns haben sie nicht erwischt und das war auch ihr Glück. Ich mag keine Räuber und die hätten wir ganz schön verzaubert. Jedenfalls ham sie die ordentlich verprügelt diese Räuber.
Und wir haben am ersten Abend lauter komische Leute getroffen.
Zwei Geister nämlich, die haben sich immer gesucht und nie
gefunden. Das war sehr traurig. Die Geisterfrau wollte aber nicht auf
mich hören und mal warten, bis ihr Liebster endlich kommt und
spukt sondern ist verpufft. Kurz drauf kam dann der Liebste daher...
typisch.
noch mehr Wald, vorne mit Lavendel
Ein ganz süßer Elf
Und
dann haben wir die Schriftrollen auch gelesen und gemerkt, dass
hier mal eine ganz schlimme Schlacht war. Angeblich gibt's seitdem
Untote hier. Und dann haben wir einen Baum-mann getroffen, der meinte
im Wald sei alles komisch und irgendwas gäbe es hier, was sich
abstöße
und sich nicht mag.
Dann sind ständig so Unholde und böse Hexen und komische Tiere dahergekommen und haben das Lager terrorisiert. Die haben so derart genervt, dass wir ein großes Fangnetz aufgebaut haben Klebegift drangemacht haben, damit wir die am nächsten Tag alle erwischen können. Aber dann sind sie nimmer gekommen, die Feiglinge!
Dann war da ein Troll. Der hat zuerst Lavendel weggeschubst und im
Lager einen richtigen Aufruhr gemacht. Und dann hab ich gesagt, dass
die den in die Taverne bringen sollen, damit er was trinkt. Und dann
hab ich mir den mal vorgeknöpft und ihn ausgeschimpft, weil er
Lavendel rumgeschubst hat. Aber der Grumpf war gar nicht böse. Nur
sauer. Weil nämlich so greißliche Leute seine Familie
getötet haben und er die jetzt verfolgt und hier würden
manche von den Bauern so stinken wie die Mörder.
Und dene Bauern da... die waren genauso unhöflich wie der Marktbüttel... haben wir auch nicht getraut. Ich wollt mich ja schon beim Tavernenkobold beschweren.
Allerdings ist der Marktbüttel dann ganz höflich geworden am
zweiten Tag und hat uns Kuchen und Waffeln gegeben. Und die Bauern
hatten Angst vor dem Troll und sind weg geblieben.
Ja und am zweiten Tag sind viele von den Leuten die den Markt besuchen
wollten, im Wald rum und haben einen Elfenfriedhof gefunden. Und wie
halt Leute nun mal sind, nämlich dumm, sind die natürlich
drauf gegangen und haben Dinge angefasst, die sie nix angehen. Und
plötzlich hat ein Baum eine Frau gefressen.
Faustos im Wald
Die Leut sind dann ins Lager gekommen um Sidracim zu holen, der ihnen
helfen sollte. Aber der Sidracim meinte, dass ich das machen soll.
Zuerst wollt ich ja gar nicht auf den Friedhof, aber der Sidracim hat
immer gesagt "Ewigesunglück, bitte komm!" und dann kann ich ja gar
nicht anders. Und dann hab ich mal mit dem Baum geredet. Der Silvus hat
uns erzählt, dass der da schon 100 Jahre steht und nur so
dünn ist, weil die Elfen irgendwas mit den Bäumen gemacht
hätten. Und die Elfen hätten ihre Toten dagelassen um den
Bäumen Gesellschaft zu geben. Deswegen hat es da auch gespukt.
Weil die Elfengeister da noch in den Bäumen wohnen. Und wer die
Gebeine von den Elfen in den Beuteln an den Bäumen wegnimmt, der
muss selber in einen Baum und Gesellschaft leisten.
Mir ist dann nix besseres eingefallen, als die Frau mit dem Baum zu
verbinden. Jetzt wohnt ein Stück von ihr immer in dem Baum und sie
muss immer mit Silvus reden oder auch mit anderen Bäumen und
deswegen ist sie jetzt ein bißchen wie eine Dryade. Weil so einen
alten Elfenfluch konntŽ ich ja nicht einfach so aufbrechen. Also hab
ich geschummelt. Wir haben dem Silvus auch noch Lieder gesungen und mit
ihm geredet und wenn ich da wieder hinkomm besuch ich den. Uns hat auch
der Baum-mann geholfen und ein ganz netter, süßer Elfenmann
und der Sidracim natürlich, das war sehr witzig. Die sind glaube
ich alle insgeheim halbe Bolde. Und dann hat der Silvus die Frau gehen
lassen und die ist jetzt ein bißchen grün.
Ja und dann haben wir von einer Hexe erfahren dass es eine alte
Elfenstadt gibt. Und die haben wir dann auch mal gesucht. Das war ein
elend weiter Weg und und der GrüGra war ja nicht der Einzige mit
dem Koboldkatharr. Ich war auch schon heiser und hab gehustet und
wär beinah derstickt.
EU im Wald und die Frau verwurzelt
beim Baum gefangen
beim Elfendorf
Und als wir dann da ankommen am Wasserfall, ist der alte Baum der Elfen abgesägt und die Elfen sind weg, und die ganzen Leut die mitgegangen sind, standen ratlos herum und dann ist auch noch Einer auf den Baumstumpf rauf und nimmer weggekommen. Nur weil er was weggetan hat was da lag, aber als erŽs zurückgetan hat, tauchte auf einmal in einem ekligen Stinkenebel da eine Urne auf.
Daraufhin ist der Sidracim ausgetickt und davongelaufen. Und Lavendel
und ich hinterher. Der hatte ganz viel Angst und meinte er müsse
hier weg und es wäre ganz furchtbar. Und dann meinte Lavendel,
dass er in seiner Tasche eine genau gleiche Urne hat wie die die da auf
dem Baum stand und dass das sicher die Urne wäre die die Andere
nicht in der Nähe wollen würde. Aber der Sidracim wollte
nicht anhalten. Und wir haben vermutet, dass das die beiden Dinge sind,
die sich nicht mögen und abstoßen, wie der Baum-mann das
schon am Abend vom Wald erfahren hat.
Wir haben versucht dem Sidracim die Urne wegzunehmen, abzukaufen und abzuschwatzen, aber der wollte sie nicht hergeben, und uns auch nicht zuhören richtig, und dann ist was komisches passiert. Im Sidracim drin sind nämlich mehrere Leute. Und deswegen war der immer so verwirrt und konnte sich an vieles nicht erinnern und wusste nie woher die Rollen kommen oder warum Andere wegverschwinden, die er hat. Und immer wenn wir versuchten einer der Personen das zu erklären, dass die Urne vielleicht ganz wichtig ist und er sie hergeben muss und dass er mehrere Leute auf einmal ist, kam wieder ein Neuer aus ihm raus und wusste wieder nicht wer wir sind, ich glaub ich hab mich ihm so 10 Mal vorgestellt.
Das war dann ganz dumm und deswegen haben wir das mit den zwei Urnen
zuerst mal den Baum-mann, dem netten Elfen und seiner Frau und der
Frau, die im Silvus-Baum gefangen war erzählt, weil wir denen
getraut haben.
auch beim Elfendorf, wo´s eigentlich Tag war, aber Sidracims
Zeichen-Kobold war sehr erfinderisch.
beim Wasserfall
Und dann - zurück im Lager - hatte der Sidracim die Urne plötzlich 'verloren' oder sie war geklaut worden, als die ihn gefragt haben. Dann haben alle die Urne gesucht und wir Boronks Braten verputzt. Und dann plötzlich später kamen die Leute zu uns mit einer Kerze und wollten, dass wir die untersuchen, aber das war eine komische Kerze aus Baumharz und mit Magie drin, die mal ganz stark gewesen ist.
Und später kamen sie nochmal mit der gleichen Kerze und wollten,
dass wir rausfinden wo die Kerze mal gewesen ist.
Und weil ich schon mal ein Buch mit einer Schnecke, die bei dem Buch
gewesen ist, gefunden habe [siehe Conbericht Spoffl 6)], dacht ich mir,
dass wir auch eine Tasche zu der Kerze finden können. Ich hab dann
zu Lavendel gesagt sie soll das mal versuchen und wir haben uns helfen
lassen von vielen Leuten und dann ist die Kerze plötzlich
aufgesprungen und davongerast und Lavendel hing noch dran und hat sie
festgehalten und ich hing an Lavendels Schwanz und hab Lavendel
festgehalten und die Anderen hingen an meinem Schwanz und haben mich
gehalten und dann sind wir so in die Taverne reingestolpert bis zum
Sidracim auf den Schoß.
Und der hatte die Urne doch und einer seiner Leute die in ihm drin sind hat uns einfach belogen, dass er sie nimmer hätte.
Und wie dann die Leute den dazu gebracht haben die herzugeben
weiß ich nicht. Aber dafür wollten dann alle noch unsere
Schriftrollen lesen und da nachgucken wie man Geister entschwört
oder so und dann haben die Leut ein Ritual gemacht und wollten nur die
Geister wieder zusammen bringen und so und in den
Geisterentschwörungsritual-Rollen stand aber drin, dass man die
Komponenten nicht umrühren soll wie in einem Eintopf wenn man die
mischt. Offenbar haben die Leute das aber gemacht weil auf einmal
mordsviele untote Elfen da waren und sich ganz fürchterlich
ungehobelt benommen haben. Wir haben uns in der Taverne versteckt und
ich hab schon mal einen ganz üblen Klebegiftzauber in meinen
Taschen gesucht, falls einer reinwill, aber dann haben die die doch
noch verjagt.
im Lager, dahinten das Tee-zelt
im Lager beim Schmied
Die Lavendel hat dann noch viele Leute geheilt. Ich konnte ja nicht mehr, weil ich keine Stimme mehr hatte und das sonst peinlich gewesen wäre. Und wir haben erst hinterher nochmal richtig getanzt und gefeiert, als dann alle wieder gut waren.
Und außerdem sind dann zwei von den Leuten, die am Nachmittag
schon mal von uns geheilt worden sind und die deswegen ganz grün
waren, zu uns gekommen.
Die beiden Verliebten haben nämlich gemeint, dass die Koboldmagie
ihnen so sehr gefallen hätte und dass unsere Heilung ihnen so gut
getan hätte und sie gerne immer so fröhlich wären und
noch viel lieber würden sie mal für immer Koboldfreunde
bleiben wollen.
Lavendel und ich haben dann beschlossen sie in die Anderswelt
mitzunehmen. Und das haben wir auch. Kaum dass wir drin waren, haben
wir gleich mal nach Spuren gesucht wo sich vielleicht ein paar Bolde
verstecken könnten, denn wir legen uns immer Spuren, dass niemand
in ein Drachenrest neirennt.
Und glatt haben wir auch welche gefunden und dazu ein Haufen lustiger
Leute. Sogar ne Schreiberameise und den Pilz. Da der König nicht
da war und sonst auch niemand wichtiges, haben wir das so für uns
beschlossen, dass wir wichtig genug sind und die beiden lustigen
Großlinge ab sofort Kobolde ehrenhalber sind.
heul*
hab kein Bild von den Beiden
Also haben wir Maiblüte und Flockensocken geboldet und mit ihnen ein Koboldspiel gespielt und hatten noch jede Menge Spaß, ehe wir die zwei zurück geschickt haben und wir zu Boronk ins Zelt gekrabbelt sind.
So zurückblickend kann ich nur sagen, dass wir da gleich noch
einige Leute mehr zu Bolden ehrenhalber hätten ernennen
müssen. Der lustige Elf und seine Freundin zum Beispiel. Die sind
gleich das nächste Mal dran, und die zwei süßen
Elfenmädchen, die behalten wir auch. Nur den Sidracim also bei dem
wird es schwer den zu Bolden, ich glaube der bleibt ein armer,
verwirrter Mann, aber behalten tun wir ihn trotzdem.
Und nächstes Jahr besuchen wir den GrüGra und die Taverne
wieder. Das is sicher!
im Lager, Blick aufs Teezelt
lauter nette Leute
mehr nette Leute