Engel Con – Berichte


Es war an einem kühlen Freitag, dass sich die noch junge Engel-Community von Angesicht zu Angesicht gegenübertreten sollte. Etwas skeptisch, doch neugierig, machte ich mich im Schlepptau der Engel-Macher auf den Weg und wir ließen schon bald das graue Mannheim hinter uns. Um hier niemanden mit ewigen Ausführungen zu langweilen, möchte ich mich kurz fassen in der Bewertung des vergangenen Wochenendes.
Wo anfangs noch Skepsis war, stellten sich rasend schnell Zufriedenheit und Begeisterung ein. Das gewählte Landschlösschen war der perfekte Austragungsort und ließ die Teilnehmer umgehend in die richtige Stimmung kommen. Die vorzügliche Verpflegung und viele schöne Stunden in der Welt des 27. Jahrhunderts trugen ihr übriges zu dem gelungenen Wochenende bei.
Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle die reibungslose Organisation und vor allem die freundliche, herzliche Stimmung, die trotz der absolut bunt gemischten Gruppe das ganze Wochenende über gegeben war.
Fazit: EngelCon – Ein himmlisches Vergnügen!

Dalibor Petrovic



Freitag, den 24. Januar im Jahre 2003 unseres Herrn.
Endlich, heute ist der langersehnte Tag gekommen, die Wallfahrt kann beginnen.
Frater Eddy holt mich pünktlich um halb Zehn in meiner Zelle ab und wir begeben uns auf den Weg um auch die beiden anderen Brüder abzuholen die uns auf dem langen und beschwerlichen Weg begleiten sollen.

Ein halbes Jahr mussten wir darben bevor es uns vergönnt war endlich auf diese Festivität zu gehen.
Doch wir ertrugen es mit Ruhe (und Selbstgeißelung, der Herr möge mir vergeben).

Auf dem Weg mit dem unverkennbaren :W:-Gefährt  welches beinahe ketzerisch zu nennen wäre, trüge es nicht zu einem solch frommen Zweck bei, kommen wir nach dreieinhalb Stunden, zum Teil dank Bruder Eddys Innovationsfreude in der Routenfindung und meiner Unfähigkeit dieser zu unterbinden, in der Nähe der Tagungsstätte an.

Der Name des heiligen Ortes  Rockenbach ist offensichtlich ein gut gehütetes Geheimnis, ebenso wie deren Standort. Von den Landleuten die wir befragten war nur eine alte Frau die bestimmt mehr als 90 Lenze gesehen hatte in der Lage, uns ungefähr Auskunft zu geben. Wahrscheinlich war sie die einzige, die sich der alten Sagen und Mythen noch entsinnen konnte.

Noch einmal 30 Minuten erreichen wir endlich unseren Zielort. Er ist nicht groß, doch dafür sticht das Landschlösschen sofort ins Auge.
Eine sanfte Stille senkt sich über uns (Bruder Eddy hat seinen Hämmernden Reiseunterhalter, genannt CD-Player) ausgeschaltet.
Langsam frage ich mich, ob Bruder Eddy nicht vielleicht zu lange bei den Ragueliten Dienst tat
Nachdem ein Bauer mit seinem Gefährt an uns vorbeigebrettert ist und offensichtlicher Weise seinen Hund spazieren fuhr, ist es uns endlich vergönnt, das Schloss zu betreten.

Nach einem zaghaften Grüße Bürger? in der leeren Eingangshalle werden wir sogleich von der ehrenwerten Em begrüßt.
Sie teilt jedem von uns einen Namen nach Gutdünken zu und hetzt uns sogleich eine gabrielitische Kampfbegine auf den Hals welche sich das am ungeschicktesten positionierteste Opfer herauspickt: mich.
Eingekeilt von Gepäck bin ich nicht in der Lage mich ihrer zu erwehren und werde hinabgerissen.
Der Rest der anwesenden begrüßte uns etwas weniger stürmisch, so dass keine weiteren Verletzungen entstanden.

Wir bezogen also unsere Cellae.
Der Ort war einfach perfekt gewählt.
Nach und nach trafen die restlichen Gäste ein, von denen man die meisten bisher nur aus dem Fernverkehr kannte.  Einige waren sogar eingeflogen worden, so munkelt man.

Später am Abend, nach der Vesper, trafen dann noch die letzten Gäste und die Inquisitoren persönlich ein. Obwohl nicht ganz Gottgefällig war es nun möglich, die neuesten Niederschriften zu erwerben.

Dann begann endlich der Konvent welcher in vielerlei Gruppen geführt wurde und allen beteiligten riesigen Spaß gemacht hatte zumindest habe ich nichts Gegenteiliges gehört. Näheres entnehmt bitte Gansekiels Bericht

Die Nacht war etwas durchwachsen, ich bekam nur 4 Stunden Schlaf ab und wurde am morgen rüde geweckt.
Dem Herrn sei Dank, er sorgt für seine Engel und das prächtige Frühstück belebte die verlorengegangenen Lebensgeister wieder.
Gesegnet seien die Küchenhelfer und Köche!

Der zweite Tag war viel zu Terminüberladen als das alles zu schaffen gewesen wäre.
Wollte ich doch mit allen Anwesenden unterhalten, an Schwester Fermats Workshop teilnehmen, wenigstens den Zeichenbegabten bei Soror Kim über die Schulter schauen und mit Bruder Foresmir über ein abstruses Zukunftsszenario diskutieren.
Es war mir nicht vergönnt das alles zu schaffen  leider.

Der kulinarische Höhepunkt war das Mittagsmahl. Die Suppe und der Nachtisch waren phänomenal, und auch wenn Sushi meinen Magen nicht zu erfreuen vermag, so wurden die Köche doch in höchstem Maße gelobt.

Gegen Abend versammelte man sich abermals um Gott (=Erzähler) um seinen Worten zu lauschen.
Auch füllten gegen Abend immer mehr skurill gekleidete Personen die Räumlichkeiten um ein fantastisches Szenario nachzuspielen wie ich in Kenntnis bringen konnte.
Das soll ein großer Spaß gewesen sein, denn alle Teilnehmer waren merklich begeistert und auch die Kostüme waren sehr gottgefällig.

Müdigkeit plagte mich jedoch den Abend über und nur Bruder Eddy rettete die Runde mit seiner kurzerhand verordneten Zwangspause, so dass der Abend doch noch ein voller Erfolg wurde.
Eine eiskalte Mitternachtsdusche riss mich nach diesem Ereignis wieder kurzzeitig aus meiner Lethargie, konnte jedoch das Bedürfnis nach Schlaf nicht verdrängen, so dass ich kurz daruaf friedlich einschlummerte.

Der Herr sei wiederum gepriesen, denn er schenkte mir 6 Stunden schlaf bevor ich wiederum Zwangsgeweckt wurde. Dieses mal aber sanfter und nicht nur durch Geschrei und Lärm.
Kurz nach dem Frühstück mussten einige Besucher leider Gottes schon wieder den beschwerlichen Heimweg antreten, da sie aus weit entfernten Provinzen kamen und nicht über die schnelleren Transportmöglichkeiten verfügten oder einfach dringende Angelegenheiten auf sie warteten.
Es sei noch bemerkt, dass einige arme Seelen gar nur einen einzigen Tag bei uns blieben konnten.

Unter Ab Chris Kommando ging es dann ans Aufräumen und Putzen welches ohne Murren und sehr gründlich ausgeführt wurde.
Der Zusammenhalt unserer Gemeinschaft war im allgemeinen als sehr groß zu bezeichnen fast wie in einer Schar.
Leider war es uns nicht vergönnt jemanden mit in unsere kleine Provinz zu bringen, denn Soror Vroni hatte einen wichtigen Termin und so mussten wir schweren Herzens noch einmal umkehren bevor wir in die Heimat entschwanden

Und jetzt mal Klartext:
Alles in allem war es der beste Con den ich bisher erleben durfte (auch erst mein zehnter oder so =). Das Essen war super, die Unterkünfte gut, die Stimmung genial und die Runden ich hab jedenfalls nichts gegenteiliges gehört  einfach nur gottgefällig.

Susi, Boronk und alle Helfer: ich danke euch dass ihr das aufgezogen habt und hoffe es war nicht zu stressig für euch. Auch find ich es klasse, dass ihr die Leute von Feder und Schwert eingeladen habt und dass die sogar gekommen sind! Sind supernette Leute und alle arg sympathisch.
Die sollten ja auch von ihrer Fangemeinde begeistert sein *find*.
Nichts sehnlicher für das weitere Jahr wünsche ich mir als einen weiteren Engel Con. Vielleicht im Sommer? Dann würde auch das Klima stimmen.  ;D

Vielen Dank für alles und an alle die da waren

The_Waffalo

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