Mission Brandland
(Bericht
vom Engel Con, Erzähler: Oliver Graute)
1.1 Der Auftrag
Hätte
mir jemand vor einiger Zeit erzählt, dass die Scripturaweihe eine
erhebende Erfahrung sei, hätte ich das geglaubt. Allerdings kam
dann alles ganz anders.
Ich fand es viel weniger
erhebend. Nein, eigentlich hätte ich so gesehen ganz gut drauf
verzichten können. Man mag mir Wehleidigkeit nachsagen, aber jetzt
weiß ich, wie gut es war, dass ich damals, als ich das Sigil
erhielt, wohl geschlafen habe wie ein Stein.
Nun dieses Mal habe ich nicht
geschlafen, sondern zugesehen und irgendwie ist an dem Brennen und
Stechen kein bißchen göttliches. Ich habe keine Ahnung was
meine Brüder und Schwestern wohl so tolles daran finden, ganz
abgesehen davon, dass wir beinahe sofort darauf nach Rom aufbrachen und
ich weder die Zeit hatte meine neu verliehenen Mächte auch nur ein
einziges Mal auszuprobieren, noch mich irgendwie zu erholen.
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Gänsi als Mädel
Manuel: Michaelit
Camael: Gabrielit
Sephaniel: Urielit
Ramduel: Raphaelitin
Gansekiel: Ramielitin
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In
RomaAeterna fühlte ich mich
deswegen nicht viel besser und noch weniger gut, als unsere Schar auch
noch gleich zu Prior di Spetia gerufen wurde. Natürlich war damit
zu rechnen gewesen, dass man uns einen neuen Auftrag zuteilte.
Nach dazu einen, der unter
strengster Geheimhaltung durchzuführen war. Manuel, unser
Michaelit, schien wohl genau geeignet dafür. Kalt, berechnend und
immer bis zum Äußersten gehend.
Kein Wort zu irgend jemandem
durften wir sagen. Dafür waren aber an die 25 Kirchenobersten
dabei, als wir den Auftrag im Großen Saal mit dem
wunderschönen Mosaik in Empfang nahmen.
Und ich musste mich wirklich
zurückhalten um nicht lautstark Fragen zu stellen.
Wir sollten in den Westen. Zum
Brandland auf dem Atlantik. Und dort sollten wir den 'Korridor durch
den
Korridor' untersuchen, den ein urielitischer Bruder weit draußen
auf dem Meer ausgemacht hatte in mitten der Schwärze. Ich brauche
nicht zu betonen, was das für einen Aufruhr gäbe, gäbe
es tatsächlich Lücken in den Brandlandkorridoren.
Wir sollten hinfliegen, uns das
ansehen und Bericht erstatten. Sephaniel, unserem Urieliten wurde der
Weg genauestens erklärt. Bis zur Küste würden wir selbst
kommen, von da an musste er uns führen. Eine äußerst
schwere Aufgabe, da uns unsere Reise über das große Wasser
führen würde und wir nichts zum landen hatten, außer
der
drei vorbereiteten Landepunkte. Zu denen später mehr.
Manuel
hingegen erinnerte uns daran, dass es noch eine weitere Schwierigkeit
gab. Nämlich das Bericht erstatten. DAS wiederum blieb an mir
hängen. In Zungen reden war eine Macht die ich besonders gut
konnte, geschult deswegen, weil ich noch nie ein sonderlich gelehriger
Engel gewesen bin und häufig nachfragen musste, bei anderen
Ramieliten, die ich erreichen konnte.
Allerdings war
hier das
Problem
der Geheimhaltung im Wege und so bestimmte Prior di Spetia einen
Ramieliten seines Vertrauens als Kontakt.
Ich wusste nur nicht ob es mir
gelang diesen ominösen Malloriel auch wirklich zu erreichen und
versuchte es an Ort und Stelle. Mit 'In Zungen reden' schaffte ich es
nicht und kam auf die Idee es dann vielleicht in der 'Kathedrale' zu
probieren. Ein Ort an dem ich nie zuvor gewesen war und entsprechend
auch nicht viel wusste.
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1.2 Die Kathedrale
Die Kathedrale zu erreichen war eines der
schrecklichsten Dinge, die ich je erblickt habe. Eine schwarze Ebene,
durchzogen von roten Linien, die zu leben schienen wie die Scriptura
die
unter meiner Haut brannte. Die schwarze Fläche hätte
gespiegelt, wenn etwas da gewesen wäre um es zu spiegeln, doch da
war nur weitere Schwärze und die roten sich in seltsamen Mustern
überschneidenden Linien reichten bis zum Horizont. Ich kam mir so
klein und unbedeutend vor, dass ich mich kaum traute etwas zu sagen.
Mein Ruf nach Malloriel
verhallte. Es gab keine Antwort von ihm.
Statt dessen hörte ich
plötzlich eine Stimme die um mich herum war und auch in meinem
Innersten und in meinem ganzen Leben habe ich noch niemals so eine
Stimme vernommen. Nicht einmal Manuels Stimme, wenn er die 'Vollmacht'
anwendet, klingt so.
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Gott: "Hast du nicht etwas
vergessen"
Gänsi: "Öhhh,
hab ich? Was denn?"
Gott: "Danke zu sagen.."
Gänsi:
"Öööhm ja genau, danke... ich wusste nicht, dass das so
üblich ist und wie das hier so abläuft. Natürlich bin
ich
dankbar, aber eigentlich mehr verwirrt..."
Gott: "Das macht nichts,
das lernst du schon noch. Und Ganskiel, ich mag dich!"
Gänsi Freudestrahl:
"Wirklich?"
glänz*
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Und
die Stimme kannte meinen Namen und fragte mich was ich wollte.
In meiner großen
Verwirrung, fragte ich die Stimme, wer sie sei und ihre Antwort "Du
weißt wer ich bin" führte mir nur vor Augen was für ein
Dummkopf ich war. Da sprach Gott zu mir und ich merkte es nicht einmal.
Wie denn auch? Ich wusste, dass in der Kathedrale Informationen waren,
und ich wusste, dass Kathedralen schöne Orte waren,
Erzählungen von anderen Ramieliten beschrieben Orte der Ruhe und
des Friedens und wie Informationen einen ausfüllten, wenn man
diese
suchte.
Niemand hatte mich vorgewarnt,
dass GOTT selbst dort zu einem sprach. Ich fragte ihn, warum meine
Kathedrale so leer war und er sagte mir, dies sei die wirkliche
Kathedrale und hier gäbe es keine störenden Bilder und
Emotionen, nur Reinheit.
Trotz der Angst, die mir diese
Reinheit einjagte, schaffte ich es darum zu bitten, Malloriel sehen zu
dürfen und plötzlich war ich nicht mehr in meiner Kathedrale.
Eine grüne Woge aus Gras im Wind, Felsen und das Meer umgaben mich
und ich staunte, woher das alles kommen konnte, wo ich doch immer noch
im großen Saal auf dem Mosaik stand.
Und dann traf ich Malloriel.
Silbernes langes Haar und eine
dünne Gestalt, ein trauriges Gesicht und seine Augen, die mich
verwundert ansahen waren mein erster Eindruck. Mit Erschrecken erkannte
ich, dass Malloriel keine Flügel mehr hatte und dass er noch
älter war als ich. Beinahe wie ein Erwachsener. Ein Mann.
Ich war kaum in der Lage
überhaupt eine Frage zu stellen. Ein Engel ohne Flügel. Ein
Mann noch dazu. HIER und auch noch als Vertrauensperson vom Prior
selbst
bestimmt.
Und er lächelte nur als
ich fragte, was er HIER tue und meinte "Ich bin immer hier!"
Malloriel erzählte mir
Dinge. Über die Kathedrale. Und ich entsinne mich genau wie er
sagte, dass man, so wie ich jetzt gerade, auch in die Kathedralen
anderer Ramieliten hineinkönnte, man solle nur aufpassen dass es
keiner merkt. Erst da begriff ich, dass ich in SEINER Kathedrale war
und
meine noch immer das leere schwarze Feld mit den roten Linien war. Und
er schickte mich dann fort. Er meinte, ich könnte mich auch
verlieren, wenn ich zu lange hierbliebe, und er hatte recht. Hier
vergisst man die Zeit.
Für's Erste reichte mir
das, ich war einfach zu verwirrt um mehr zu fragen und außerdem
hatte ich das Gefühl schon lange hierzusein, so dass ich mit aller
Macht zurückwollte und ganz plötzlich im großen Saal
stand. Offenbar waren nur einige Sekunden vergangen.
Aber wir konnten
aufbrechen
und
ich schluckte meine Fragen alle hinunter, zu sehr hatten mich die
Erlebnisse verwirrt.
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1.3 Über Land
Unsere erste Etappe
führte
uns Richtung Genua, die wir in einem Tag und mit mir als langsamsten
Flieger bei halbwegs passablem Wetter gut schaffen konnten. Sephaniel
hielt es für das Beste dort zu rasten und wir fanden in der von
Pilgern überfüllten Stadt auch eine Unterkunft in einem
ebenso
überfüllten Kloster.
Chaotische Zustände
drohten dort auszubrechen, da wir offensichtlich in
Trauerfeierlichkeiten platzten. Der Ab war vor zwei Tagen verstorben,
der Prior vor 3 Tagen auf eine Pilgerreise aufgebrochen und das Kloster
führerlos.
Wir begingen den ersten
Fehler.
Entgegen Manuels erste Einwände, entschloss er sich auf
Drängen von Ramduel und Sephaniel hin, den 6 stündigen Umweg
in Kauf zu nehmen und den Prior mit seiner Reisegruppe auf dem
Pilgerweg
aufzufinden. Wir konnten ihn dort zum Umkehren bewegen und flogen nun
weiter Richtung Pyrenäen, unseren Kurs etwas gegen Süden
korrigierend und beeilten uns um die verlorene Zeit wieder einzuholen.
Ein gewaltiges Gewitter zwang
uns aber dazu die Richtung erneut zu ändern und es zu umfliegen.
Und das Mitten auf dem Pyrenäenkanal und das auch nachdem ich
bereits müde und erschöpft Mühe hatte mit der Schar
mitzuhalten.
Als das Unwetter immer noch
schlimmer tobte, veranlasste Manuel Sephaniel einen Unterschlupf zu
suchen und Sephaniel kam kurz darauf zurück und führte uns an
der Küste Iberias, die wir wegen des Sturmes nur mit Müh und
Not erreichten, gradewegs in eine Höhle die er in den Hügeln
oberhalb eines Dorfes gefunden hatte.
Wo die Höhle
zunächst
wie ein sicherer Unterschlupf erschien, merkten wir trotz unseres
angefachten Feuers bald, dass sie das nicht war.
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Gansekiel zum Gabrieliten:
"Wenn du kein Feuer machen willst,
dann tu ich es!"
Manuel, das ketzerische
Feuerzeug erblickend: "GIB ES MIR!" und zerschmettert es am
Boden mit seinem Schwertknauf.
Gansekiel murmelnd: "Pah
mach's nur kaputt, wo ich das her habe, gibt es noch viel mehr!"
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Die Höhle
entpuppte sich als
Brutstätte duzender, und mindestens zwei Meter großen,
ekliger weißer und vielbeiniger spinnen- und wurmartigen
Kreaturen, die Camael (Gabrielit) und Sephaniel nur mit Mühe
solange in Schach halten konnten, dass wir aus der Höhle entkamen.
Hinaus in den Gewittersturm, dass wir nicht einmal fliegen konnten.
Dass
die Kreaturen Angst vor Feuer hatten war unser Glück, da wir durch
den langen Flug alle müde waren und weniger kampfeslustig -
vielleicht bis auf Camael, der es vermutlich am liebsten mit ihnen
allen
aufgenommen hätte und eine oder zwei erschlug, was die anderen
zurückhielt uns sofort anzugreifen. Trotzdem wurde Sephaniel in
dem
Kampf, der entbrannte mit irgendeiner glibbriger, wie zu Glas
erstarrenden, Substanz getroffen, die ihn zunächst nur fesselte.
Geistesgegenwärtig zertrümmerte er den Traumsaatkokon um
seinen Arm und seine Schulter am Felsen und konnte so mit uns zusammen
den Rückzug antreten.
Wir eilten zu Fuß durch den Wald bis ins nahegelegene Dorf nur um
dort festzustellen, dass die Kreaturen ihr unheiliges Werk dort bereits
verrichtet hatten. Die glasartige Substanz war überall und als wir
versuchten in ein Haus hineinzukommen, in der Hoffnung, dass sich dort
vielleicht noch lebende Menschen verschanzt hatten, trat auch Ramduel
unsere Raphaelitin in die Scherben eines ähnlichen Kokons, der
bereits Sephaniel beinahe hatte erstarren lassen.
Die Verletzung an ihren Füßen blutete stark und sie erkannte
wohl auch, dass die Substanz nicht nur die Eigenschaft hatte zu
erstarren, sondern zudem auch die Haut verätzte. Sephaniels Arm
und
Schultern war bereits jetzt mit Brandblasen und teilweise offengelegtem
Fleisch überzogen und Ramduel erkannte, dass wir schnellstens
Hilfe
für sie und den Urieliten suchen mussten. Um alles zu heilen,
reichten ihre Kräfte nach dem langen Flug kaum mehr aus.
Der Morgen erwachte mit einem glühenden Rot über dem nebligen
Meer, über dem sich das Gewitter endlich beruhigt hatte. Der
Sturm,
der bis vor kurzem noch bei jedem Schritt an einem gezerrt hatte, hatte
nachgelassen und wir konnten das Dorf unter uns zurücklassen, mit
dem Gefühl, dass selbst hier am Rande der Pyrenäen, wo der
Himmel der Urieliten so nahe war, die Traumsaat stark und unberechenbar
war und wir dafür um so machtloser.
Nur mit Mühe erreichten wir dem Himmel der Urieliten, der ganz im
Nebel verborgen lag, so dass wir die Flugplattform beinahe nicht
gesehen
hätten. Sephaniel musste seine letzten Kräfte aufbieten und
brach zusammen, sobald seine Füße den Boden der
Flugplattform
erreicht hatten. Auch Ramduel, die sich zwar selbst geheilt hatte, aber
nun am Ende ihrer Kräfte war, brauchte Hilfe und ich selbst war
kaum noch zu einem klaren Gedanken fähig. Der lange Flug, die
durchwachte Nacht und der Schreck saß mir in den Knochen.
In Mont Salvage hatten wir zwei Tage Zeit um uns auszuruhen.
Zwei Tage
die wir bitter benötigten. Erleichtert hörten wir, dass
Sephaniel Hilfe zu Teil geworden war, während wir anderen uns
ausgeruht hatten. Nur Manuel machte die ganze Zeit über beinahe
ein
sorgenvolles Gesicht, wegen der zwei verlorenen Tage, auch wenn er nach
außen hin sein kaltes Gebaren aufsetzte, merkte man doch, dass es
ihm nicht passte, wie sehr wir Zeit verloren hatten. Wenigstens so
meinte er, hatten wir Bericht erstattet über das Dorf. Die
Urieliten würden sich der Sache annehmen.
Unsere letzte Etappe führte uns an die Küste, mit Blick auf
die Ketzerinsel Lisboa, wo wir zum letzten Mal Rast machten, ehe wir
aufs Meer hinaus flogen, Lisboa hinter uns ließen und den
Sonnenschein genossen, der unseren Weg heller und freundlicher
erschienen ließ, als er war.
Meine Erinnerung an den Abend vor der Abreise ist getrübt durch
den Streit, der ausbrach, als Ramduel und Sephaniel anstatt zu
meditieren lieber hinaus zu den Menschen gegangen wären, die ein
Fest feierten.
Manuel war davon überzeugt gewesen, dass wir meditieren
sollten um
Kraft zu sammeln, Ramduel und Sephaniel hingegen hatten fest behauptet,
sie würden auch Kraft darin finden den Menschen zu begegnen, die
sich über die Engel sicher sehr freuen würden. Dass beide
schließlich gehorcht hatten, lag nicht nur an Manuels Drohung
beide aus der Schar auszuschließen und wegen Ketzerei anzuklagen
(sie widersprachen wirklich mehrmals seinen Anweisungen und wollten
partout nicht in die Cella zurück). Ich hatte schließlich
alle davon überzeugen können, dass wir auf dem Meer scheitern
würden, wenn wir zerstritten oder gar ohne die beiden 'Ketzer'
aufbrechen würden. Und ich hatte nur erleichtert feststellen
können, dass offenbar alle bereit waren auf mich zu hören.
Meine Bitte an die Beiden, jetzt so kurz vor dem schwersten Teil der
Reise Manuel seinen Willen zu lassen und erst zu feiern, wenn wir den
Auftrag erfüllt hatten, hatte Gehör gefunden.
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1.4 Über Wasser
Den ganzen Tag über Wasser zu fliegen, ohne ein einziges
Mal
landen zu dürfen war für uns alle eine Probe. Teilweise noch
geschwächt von den Vorfällen vor zwei Tagen, waren wir am
Abend überglücklich, als Sephaniel die Templergaleere
entdeckte.
Diesmal konnte auch Manuel niemand davon abhalten zu feiern.
Die erste
Etappe war geschafft.
Nach einer ruhigen Nacht, die mir nur ein klein wenig Seekrankheit
bescherte, konnten wir am nächsten Tag früh aufbrechen.
Wieder
würde es ein Probe für den Urieliten werden uns sicher zu der
schwimmenden Stadt zu bringen, die einige Templer schon Tage zuvor
eingenommen hatten.
Mit wachsendem Entsetzen jedoch mussten wir bereits am frühen
Nachmittag feststellen, dass die schwimmende Stadt, die auf uns
zutrieb,
eben wohl jene war, die wir erst am Abend hätten erreichen sollen.
Irgendetwas hatte ihre Verankerung losgerissen oder ihre Position
verändert. Und als wir schließlich dort landeten mussten wir
feststellen, dass das weiße Gespinst, das wir bereits in der Luft
ausgemacht hatten, das Netz einer monströsen Spinne war. Dick wie
die Saiten einer Gitarre war beinahe die ganze Stadt verhüllt in
einer weiß-begen kokonartigen Hülle und wo wir auch suchten,
es gab keinen einzigen Menschen, weder Städter noch Templer, mehr,
der uns hätte sagen können, was passiert war. Wir hatten nun
ein Problem, das wir schnell erkannten:
Nach Sephaniels Meinung war die Stadt um mindestens ein Drittel von
ihrer ursprünglichen Position abgedriftet und das genau auf das
erste Templerschiff zu. Wir hatten jedoch kaum irgendeine Wahl etwas zu
unternehmen an diesem Tag, denn zurück zum Templerschiff zu
fliegen
war es nun schon zu spät und zu weit. Auch in Richtung des anderen
Templerschiffes, das jetzt noch weiter von der Stadt entfernt war, als
geplant, konnten wir nicht. Manuel beschloss für die Nacht auf der
'Insel' zu bleiben.
Der Schrecken fuhr uns in die Glieder, als wir am
nächsten Tag in
der Früh bemerkten, dass die Insel nicht so verlassen war, wie wir
gemeint hatten.
Das Spinnenmonster war zurückgekommen. Über der Insel lag wie
eine Glocke ein Netz. Es schwebte in der Luft über den
Holzhäusern und auf ihm saß die achtbeinige
Monstrosität
und schien nur zu warten, dass wir herauskamen. Camael und Manuel
verließen das Haus, dessen eingewebte Tür Camael mit seinem
Flammenschwert gestern noch so mühsam geöffnet hatte. Die
Spinne jedoch nahm keine Notiz von uns. Sie hatte keinerlei Grund dazu,
denn die Fäden des neuen Netzes waren schon vom Boden aus sichtbar
klebrig und beinahe undurchdringlich. Fortfliegen konnten wir nicht
mehr
ohne uns in der Luft zu verfangen und wie wir bemerkten senkte sich das
Netz langsam aber sicher auf den Boden zu. Ich sah eine kleine Chance
darin zu einem der Häuser am Rand der Insel zu laufen und es durch
eine Hintertür oder Notfalls auch mit Gewalt durch eine Hinterwand
zu verlassen in der Hoffnung, dass das Netz nicht bis dort reichte.
Als wir jedoch in einem solchen Haus waren, mussten wir feststellen,
dass die 'Glocke' aus Fäden über der Stadt hier an den
Rändern bereits abgesenkt war und auch der 'Hinterausgang' fest
verwoben war.
Als Camael versuchte einen Stuhl aus dem hinteren Fenster zu werfen und
dieser das neue Netz traf, merkte dies nicht nur das Spinnenmonster,
sondern auch das Netz selbst senkte sich immer schneller herab und
begann, kaum, dass es die Dächer der Hütten berührt
hatte, wie mit Stahlseilen versehen, sich zusammenzuziehen und die
Hütten zu zerdrücken. Wenn wir nur lange genug hier blieben,
würden wir inmitten eines Klumpens aus zersplittertem Holz und
zusammengedrückten Möbeln der einstigen Einwohner enden.
Mit einem verzweifelten Versuch sich durch die Tür und das frische
Netz einfach hinauszubrennen, entkam Camael. Auch Manuel und Sephaniel
schafften es sich aus der Öffnung zu zwängen und die Spinne
nun draußen im Flug zu attackieren, während mein Sprung
durch
die schmale Öffnung im Netz damit endete, dass ich beinahe ins
Wasser und zudem in die klebrigen Fäden am Boden gestürzt
wäre. Ramduel konnte entkommen, und sie schafften es auch die
Spinne abzulenken, so dass Camael todesmutig auf ihrem Rücken
landen und sich irgendwie zwischen ihrem borstigen 'Fell' festklammern
konnte. Ich konnte leider nicht sehen, was der Gabrielit
anschließend machte, aber sein Schwert fand wohl mit Gottes Hilfe
genau den verwundbarsten Punkt dieser Monstrosität zwischen Kopf
und Rumpf. [Das kommt davon, wenn man Herr der Fliegen für die
Traumsaat zieht] Über und über mit Blut bespritzt blieb
Camael
in der Luft flatternd zurück, während die Spinne sich
zusammenkrümmte und ins Meer stürzte.
Noch während ich damit beschäftigt war auf dem klebrigen
Boden zu starten, konnte ich sehen wie das Netz sich immer weiter
zusammenzog. Gewaltiges Krachen und Bersten erklang und innerhalb
weniger Minuten wurde die Insel unter dem sich zusammenziehenden Netz
der Wasserweberin tatsächlich zu einem Klumpen aus Holz und
Metall,
der im Meer versank, wie zuvor seine Bewohner und das Monster das sie
getötet hatte.
Nur treibende Trümmer blieben zurück wie zum Hohn schien die
Sonne mit goldenen Strahlen auf uns herab, während wir über
dem Meer flogen.
Wohin sollten wir uns wenden?
Mein erster Rat an Manuel war, zurückzufliegen zu der Galeere am
Festland, doch jetzt erfuhren wir, dass Sephaniel und Camael gestern
beim Herflug eine Entdeckung gemacht hatten, die sie nur Manuel
mitgeteilt hatten. Während Ramduel und ich mit Fliegen
beschäftigt gewesen waren, hatte Sephaniel im Wasser einen
riesigen
Schatten ausgemacht. Zuerst noch für eine Insel gehalten, aber
auch
Camael hatte ihn dann gesehen und was zuerst wie ein kleines Eiland
ausgesehen hatte, hatte sich als bewegtes Objekt herausgestellt, das
unter der Wasseroberfläche dahinzog. Genau in die Richtung des
Templerschiffes und unheimlich schnell.
Es war verschwunden noch ehe Manuel Sephaniel hatte befehlen
können es sich näher anzusehen, und Manuel hatte den Beiden
befohlen zu schweigen.
Jetzt jedoch war allen klar, was sie gesehen hatten. Den Leviathan. Nur
Gerüchte gab es über ihn, aber jetzt waren wir uns sicher,
dass es ihn gab und wir waren beinahe genauso sicher, dass er wie die
Wasserweberin hier unser Templerschiff zerstört hatte. Der Weg
zurück war abgeschnitten. Von hier bis zum Schiff, das es
womöglich nicht mehr gab und von dort bis zum Festland war es zu
weit. Wenn wir umkehrten und das Schiff wäre tatsächlich
fort,
was wir ja nicht sicher wissen konnten, würden wir auf dem Meer
sterben.
Wenn wir von hier aus zum Templerschiff direkt am Korridor starteten,
hatten wir über 500km Flug vor uns, weiter als ich jemals zuvor
geflogen war, einen Flug den nur Sephaniel sich zutraute und den wir
dennoch wagen mussten.
Ein letzter Weg blieb offen: die Azoren. Beinahe genauso weit fort wie
das 2. Templerschiff, von dem niemand sagen konnte, ob dies denn noch
ans einem Platz wäre aber bewohnt von Traumsaat und vielleicht
ohne
die Möglichkeit von dort jemals wieder lebend wegzukommen.
Wie wir uns auch entschieden, wenn wir keinen festen Boden zum landen
fanden, würden wir ertrinken.
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1. 5 Wieder in der Kathedrale
Und deswegen ging ich in die Kathedrale und fragte Gott.
Ich bin mir nicht sicher, aber zumindest denke ich dass es
Gott ist,
der dort zu uns redet. Und er spricht in Rätseln.
Ich hatte noch immer Angst vor dieser großen Schwärze und
versuchte mir etwas schöneres vorzustellen. Das einzig Schöne
was mir einfiel war der Himmel der Urieliten, die sanften grünen
Hügel um ihn und die Seen in den Tälern daziwschen. Meine
Kathedrale liegt nun dort. Vielleicht etwas seltsam, dass es
ausgerechnet der Himmel der Urieliten ist. Aber die Tag, die wir dort
verbrachten, waren geruhsam und hell und die Urieliten sind freundliche
Engel. Viele von ihnen haben ständig einen Scherz auf den Lippen
und selbst ihr Ab scheint ein netter Mensche zu sein, der gerne
schmunzelt.
In meiner Kathedrale war ich froh etwas vertrautes zu sehen, und wenn
es auch nur die Felder und Wiesen auf den Hügeln um den Himmel auf
dem Mt. Segur waren. Gott zeigte mir einen Felsen in einem unendlichen
grünen wogenden Meer und fragte: "Kannst du ihn erreichen?" Und
ich
antwortete: "ja, wenn ich fliege."
Er sagte, ich hätte mir meine Antwort selbst gegeben.
Und als ich dies den Anderen erzählte, meinten Manuel und auch
Ramduel, wennunser Glaube, fest wie ein Fels wäre könnten wir
den Flug wagen.
Also flogen wir.
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1.6 Ganseki (jap.) heißt Fels
Ohne das, was mir Ramduel gegeben hatte, eine kleine Spritze
mit
zweifelhaftem Inhalt, wäre ich niemals so weit gekommen. Unter
anderen Umständen hätte ich das niemals genommen, aber
über dem Wasser war ich froh darum. Ich meinem Ganzen Leben bin
ich
niemals zuvor so weit geflogen und die letzten Kilometer legte ich nur
noch ohne nachzudenken zurück. Jeder weitere Flügelschlag war
eine Qual und mir war es bereits völlig gleich, wie lange es noch
dauerte.
Als die Sonne unterging sahen wir das Schiff.
Ich glaube niemand von uns hätte das noch zu hoffen gewagt. Obwohl
es nur noch wenige Kilometer entfernt war, hatte ich keine Kraft mehr.
Ich glaube der Anblick des rettenden Schiffes ließ meinen
Körper vorzeitig ermatten, die Erleichterung kam zu früh und
ich spürte, dass ich mich nicht mehr halten konnte. Solange ich
einfach nur stoisch geflogen war, hatte ich kaum mehr etwas
gespürt, war wie in Trance gewesen, und als ich Sephaniels Ruf
hörte und aus dieser Trance erwachte, hörte mein Körper
auf zu funktionieren.
Ich sah Ramduel fallen, der es wie mir erging. Wir würden es nicht
schaffen und es war mir völlig gleich. Meine Müdigkeit war zu
stark.
Ramduel fiel ins Wasser und ging zappelnd unter. Doch
Sephaniel konnte
sie retten und auf das Beiboot bringen, das die Templer ins Wasser
gebracht hatten und das uns entgegen kam. Auch Manuel und Camael
erreichten das Boot. Nur von mir war nichts zu sehen.
Ich war untergegangen wie ein Stein und ich hatte mich bereits
aufgegeben. Und dennoch muss Gott mich wirklich sehr mögen, denn
das Einzige, an das ich mich erinnere, nachdem ich die glitzernde,
spiegelnde Wasseroberfläche durchschalgen hatte, war, wie ich in
meiner Kathedrale wieder auftauchte. Doch dieses Mal war sie voller
Wasser und kein grünes Gras wogte über die Hügel und ich
schwamm in dem blauen Ozean und trieb hilflos auf dem Wasser. Und
dennoch hörte ich Gottes Stimme und er zeigte mir einen Fels, der
in der Ferne aus den Wellen ragte. Und wieder fragte er "Kannst du den
Fels erreichen?" und ich antwortete zaghaft "Wenn ich schwimme!",
obwohl
ich nicht schwimmen konnte, aber wenn ER zu mir sprach, dann hatte ich
Vertrauen.
Und als nächstes erinnere ich mich, wie ich unter Wasser die Augen
auftat. Ich sah über mir das Licht der Oberfläche. Und sehr
weit vor mir einen dunklen Schatten auf dieser Oberfläche, den ich
zunächst für das Templerschiff hielt.
Ich wusste dass wir Engel zumindest die Luft anhalten können und
so machte ich dies und begann zu schwimmen. Das Prinzip des Schwimmens
ist einfach, denn man muss nur dafür sorgen möglichst viel
Wasser hinter sich zu drücken. Mit froschartigen Schwimmbewegungen
aller Gliedmaßen kommt man sehr schnell voran. Sogar schneller
als
ein Mensch, wenn man die Flügel benutzt. Mein Ziel war dieses Boot
und die Luft die mich dort erwartete. Ich weiß nicht wie genau
ich das schaffen konnte, aber ich muss es geschafft haben, denn ich
erinnere mich, dass ich das Beiboot erreichte und man mich an Bord zog,
wo ich einige Minuten hustend und keuchend verbrachte. Mein Bedarf an
Wasser war wahrlich gedeckt.
Gott hatte mich gerettet.
Mich und die Anderen.
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1.7 Reise ohne Wiederkehr
Wir konnten uns zwei Tage erholen. Die Stimmung der Templer und unsere
Eigene war gut. Es bis hierher geschafft zu haben machte uns stolz und
nicht einmal der Anblick des Brandlandkorridors und der Geruch nach
Rauch und Asche, der uns ständig mit heißem Wind umwehte,
konnte unsere Stimmung wirklich trüben. Wir ließen uns
erklären, wie der Navigator das Schiff auf Kurs hielt, damit es
nicht abtrieb und der Urielit es so hatte genau finden können. Wir
erfuhren zudem, dass sich der Korridor immer wieder alle paar Tage
für etwa eine Stunde öffnete.
Wir fieberten der Nächsten Öffnung nur so entgegen und
schließlich erkannten wir, dass sich der Rauch tatsächlich
verflüchtigte und sich vor uns ein Korridor auftat.
Manuel befahl uns dicht zusammen zu bleiben, Sephaniel
allerdings
sollte auf Reichweite der Seele voranfliegen und wir würden, egal
wie weit wir kamen, eine halbe Stunde hineinfliegen und dann umkehren.
Ein beängstigendes Gefühl überkam mich, als links und
rechts von uns die Wände aus grauem stinkenden Rauch und Hitze
aufragten. Noch beängstigender allerdings waren die
Geräusche,
die aus dem Rauch kamen. Manchmal glaubten wir ein Summen zu hören
und einmal auch ganz sicher ein Kreischen. Wenn wir genau hinsahen,
wirkte der Rauch, als befände sich etwas lebendes darin und ich
hatte das Gefühl, dass die Traumsaat gleich hinter der grauen Wand
auf uns wartete.
Das Fliegen in dem heißen Korridor machte mir auch zu schaffen
und umso erleichterter war ich, als vor uns plötzlich helles Licht
schien.
DORT WAR DAS ENDE
Wir hatten tatsächlich das Brandland beinahe durchquert.
Verzückte starrten wir auf die Sonnenstrahlen die kaum 500 Meter
vor uns auf glitzerndes, blaues Wasser fielen. Man konnte es also
durchqueren. Es gab einen Weg durch den Korridor.
Manuel befahl, dass wir uns beeilen sollten doch dann, ganz
plötzlich sahen wir, wie sich die 'Wände' aus grauem Rauch
auf
uns zubewegten. Unsere Versuche dem zupackenden Rauch zu entkommen
waren nicht mehr erfolgreich. Der Rauch schloss sich um uns, ehe wir
das
Ende, das wir grade noch vor Augen gehabt hatten, erreichen konnten.
Plötzlich konnte ich die Anderen nicht mehr sehen.
Ich traute mich nicht zu rufen, denn das hätte bedeutet den
giftigen Rauch zu atmen und das wäre mein sicherer Tod gewesen.
Und
doch wusste ich, dass ja vor mir das Ende dieses Alptraums liegen
musste und wenn ich nur einfach grade aus flog, so würde ich es
vielleicht noch erreichen. In dem Rauch konnte ich jedenfalls nicht
umkehren, denn ohne zu sehen wohin ich flog, war eine genaue 180
Wendung
unmöglich.
Mir blieb die Hoffnung, dass alle Andren genau wie ich dachten
und
versuchen würden des nahe Ende anzufliegen.
Dennoch schlug mir in dieser Minute das Herz bis zum Hals. Das Brummen
aus dem Rauch war direkt neben mir und einmal hatte ich das
Gefühl,
etwas würde mich streifen. Ich schloss entsetzt die Augen und flog
so schnell ich konnte. Mein flehentliches Bitten die Schar zu
schützen wurde offenbar erhört, denn ganz plötzlich
hörte das Summen um mich herum auf und ich spürte, wie der
heiße Rauch um mich sich auflöste. Als ich die Augen auftat,
flog ich die Rauchwand verlassend über dem Meer und nicht weit vor
und neben mir, sah ich die Anderen aus dem Dunst auftauchen.
Unsere Freunde, dem Rauch entkommen zu sein wandelte sich aber bald in
Verwirrung. Denn Als wir losgeflogen waren, hatte die Sonne hinter uns
gestanden und jetz war sie vor uns. Und weit und breit nur Wasser.
Dennoch blieb uns keine Wahl als loszufliegen und wir ließen
Sephaniel dir Richtung bestimmen. Wir waren einige Zeit unterwegs und
Als Sephaniel sich umsah, erspähte er ein Stück den Korridor
entlang ein Schiff.
Als wir darauf zuhielten, erkannten wir verwundert, dass es eine
Templergaleere war, ganz ähnlich der unsrigen, nur dass diese
irgendwie alt aussah, die Segel teilweise in Fetzen und und
überall
Algen.
Trotzdem landeten wir und stellten fest, dass die ganze Galeere
menschenleer war und dennoch war sie genauso gebaut wie unsere. Selbst
die Ankerkette, die das Schiff auf Kurs hält und deren extreme
Länge ein großes Problem für den hertransport
dargestellt haben muss, war verrostet und hing lose ins Wasser.
Verwirrt
fingen wir an sie zu durchsuchen, fanden aber nichts an Deck und wagten
es schließlich in den engen Gängen unter Deck nachzuforschen.
Unser Entsetzen kennt keine Grenzen, denn vor kaum 3 Stunden haben wir
hier unten in der Schiffsmesse 50 Männer entdeckt.
Einige von ihnen knien noch immer zusammengesackt am Boden.
Sie alle
sind verhungert und von ihnen ist nichts übrig als von der
salzigen
Meeresluft mumifzierte Leichen. Sie müssen zeit Jahrzehnten tot
sein, denn ihre Kleidung ist bereits angefallen und verrottet. Das
ganze Schiff wirkt, als wäre es seit 2 Menschenaltern hier
draußen und uns ist nun klar, dass uns unsere Riese durch den
Korridor nicht ans andere Ende des Brandlandes geführt hat sondern
ans andere Ende der Zeit.
Wir leben, doch um welchen Preis: Hunderte Kilometer entfernt
von
jeglichem Land und auf uns allein gestellt. Wasser und Nahrung scheint
es nicht mehr zu geben. Die Templer müssen verhungert sein.
Unsere einzige Chance ist, dass ich irgendjemand erreiche.
Wird Gott mich ein weiteres Mal erhören?
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