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1. Der ZwergDer Standart-Zwerg wird oftmals als elender,
kleiner Mistkerl
bezeichnet. Elender Mistkerl stimmt in den meisten Fällen, KLEIN
hängt vom allgemeinen Standpunkt ab, denn aus Zwergen-Sicht sind
einfach Alle nur etwas GRÖSSER. Natürlich hat ein Zwerg keine
Probleme mit seiner Größe, wenngleich er selbst von den
attraktivsten Amazonen meistens nur die Kniescheiben oder die
Nasenlöcher zu Gesicht bekommt. Allerdings kommen Kommentare wie
"Lass uns in die Taverne gehen und einen Kurzen heben!" oder "Wo will
den die Axt mit dem Zwerg hin?" praktisch einem Selbstmord gleich, da
verstehen die Zwerge keinen Spaß! Überhaupt wird von machen
Zwergen behauptet, sie seien fröhliche Gesellen, aber glauben Sie
mir: Wenn Sie erst mal 30 Jahre in einem muffigen, modrigen, feuchten
Stollen gearbeitet hätten, der in etwa so gut ausgeleuchtet ist,
wie das innere eines toten Herings, dann wäre ihre Laune auch
nicht die allerbeste! 2. Die BehausungDie meisten Zwerge leben tatsächlich in
tiefen Stollen, oftmals
nahe aktiver Vulkane. Dort ist es auch im Winter angenehm warm und man
muss keinen zusätzlichen Kosten für Heizmaterial aufwenden.
Zudem bieten die verwinkelten und weit verzweigten Gänge optimale
Verteidigungsmöglichkeiten gegen potentielle Angreifer. Und das
sind praktisch alle Nicht-Zwerge! 3. FamilienEs gibt sehr viele alteingesessene Familien in
den Bergen, etwa das
Geschlecht der Balkenhalter, die schon seit Generationen die Stollen
der zwergischen Bergbau-Kompanie in Schuss halten. Böse Zungen
behaupten allerdings, dass sich "alteingesessen" eher auf den Umstand
bezieht, dass sie selbst DANN noch in der Taverne sitzen, wenn der Wirt
schon demonstrativ beginnt, die Stuhle hochzustellen. Dann ist da noch
die Grumlet-Familie, deren Aufgabe darin besteht, die Ratten in den
Stollen aufzuspüren. Einige dieser Mistkerle (die Ratten, meine
ich) können beachtliche Größen erreichen, manche wurden
auch gezähmt und ziehen nun die Loren durch die Gänge. Alles
in allem sind sie sehr nützlich, allerdings ist ihr Gestank
atemberaubend! (Die der Grumlets, meine ich) 4. GötterGehören nur begrenzt zum Leben der Zwerge.
Die meisten vertreten
den Standpunkt, dass sich Götter so gut wie nie UNTER die Erde
verirren, und was soll man dann mit einem himmlischen Überwesen
anfangen? 5. SexKommt bei Zwergen praktisch überhaupt nicht
vor. Ehrlich! Das
liegt allerdings weniger am Willen, sondern nur an mangelnden
Gelegenheiten. Denn dazu muss man wissen, dass vor allem die
traditionell veranlagten Zwergenfrauen Bärte tragen und eine
Vorliebe für wallende Gewänder und scharfe Äxte haben.
Umso komplizierter gestalte sich da natürlich die Brautwerbung.
Mittlerweile hat sich aber auch hier die Mode von rasierten Gesichtern
etabliert, as die Identifizierung von potentiellen Partnern immerhin in
den Bereich des Möglichen rückt. 6. MoralDie Moral der Zwergen ist sehr stark geprägt
von den alten
Traditionen des Volkes, die schon vor vielen Generationen
niedergeschrieben bzw. gemeißelt wurden. Diese Art der
Archivierung macht Gesetzesänderungen zwar äußerst
schwierig, doch die wenigen Bestimmungen lassen sich auch an einer Hand
abzählen: Auf Mord, Diebstahl und Stollenraub stehen im
allgemeinen schwere Strafen, allerdings neigt die zwergische
Rechtsprechung dazu, die Gesetze je nach betroffener Rasse (Elf,
Mensch, Ork) etwas anders auszulegen. Auf der anderen Seite sind
moralische "Verfehlungen" wie das nächtliche Absingen von alten
Zwergenliedern, trinken bis zum Umfallen, wüste Schlägereien
in der Taverne oder die Belästigung von Amazonen bzw. gutgebauten
Waldläuferinnen nicht im mindesten verwerflich. Hier handelt es
sich vielmehr um... ähm... locker ausgelegte Traditionen, die...
uhmm... exakt der Lebensweise der Zwerge entspricht. Jawohl! 7. KriegeDie Zwerge sind als unerschrockene Krieger
bekannt, die schon mache
Schlacht dadurch entschieden haben, dass sie mit viel Getöse und
mit entschlossenen Gesichtern in die feindlichen Reihen eindrangen und
die Knieschieben ihrer Feinde zertrümmerten. Seltsamerweise hat
der berühmte General "Axtschädel" vor kurzem zugegeben, dass
er als junger Soldat in der meisten Zeit nicht wirklich wusste, was vor
sich ging! Statt dessen ertappt er sich immer dabei, wie er in einem
Pulk mit anderen Kriegern laut schreiend über ein Feld rannte, und
sich einfach darauf verließ, dass sich irgendwo in all dem Staub
und Dreck, den unzählige kleine Stiefel aufwühlten, auch ein
Anführer befand, der wenigstens die ungefähre Richtung
wusste. Bei der Identifizierung der Feinde im Nahkampf gibt es
allerdings kaum Problem, denn Zwerge führen praktisch NIE
untereinander Krieg. 8. ReisenZwerge hassen Wasser und die einfachste
Möglichkeit, eine
Schiffreise zu überstehen besteht einfach darin, möglichst
viel zu schlafen oder ständig betrunken zu sein. Muss erwähnt
werden, dass die meisten Zwerge die zweite Möglichkeit bevorzugen?
Auch die Reise per Pferd ist bei Zwergen nicht sonderlich beliebt, denn
Zwerge kennen sich eigentlich nur mit Ratten wirklich gut aus und
trauen keinen anderen Tieren. Den Ratten trauen sie zwar auch nicht,
aber die gehören zum täglichen Zwergenleben wie Bier und
Gold. Ansonsten ist der Zwerg reiselustig und unternehmungsfreudig und
für einen Klumpen Gold jederzeit bereit, sein Leben (oder noch
besser das seiner Kameraden) in die Wagschale des Schicksals zu werfen. 9. KleidungDie These, dass alle Zwerge jeden Tag
Kettenhemden tragen, ist bekannt,
allerdings nicht ganz auf dem neuesten Stand. Zwerge zählen sich
zu den pragmatisch Rassen und haben, wie bereits erwähnt, keine
besonders gute Beziehung zu Wasser. Dementsprechend haben Sie einen
Kleidungsstil gewählt, der sich nicht allzu schnell abnutzt und
außerdem pflegeleicht ist. So wird kaum verwundern, dass man in
den meisten Zwergen-Waschküchen statt Waschbretter und Kernseife
nicht selten eine gut geheizte Esse und schwere Schmiedehämmer
vorfindet. 10. ZwergenhumorGibt es nicht! Zwerge verstehen in der Regel
soviel von Humor wie ein
Fisch vom Skifahren. Dabei ist es weniger der Umstand, dass sie nicht
lachen wollen, sondern sie haben ernsthafte Probleme, das Konzept an
und für sich zu begreifen. Ein Beispiel: 11. TrinkenDas mit den Getränken ließe sich
eigentlich schnell
abhacken, denn ein Zwerg liebt Bier, Punkt! Doch seitdem die
zwergischen Braumeister auch manchen wohlschmeckenden Trunk aus
menschlicher bzw. elfischer Produktion kosten konnten, habe sie es sich
zum Ziel gesetzt, das beste Bier überhaupt zu brauen. Die
Ergebnisse sind zeitweise kurios, erfreuen sich aber gerade unter
Zwergen großer Beliebtheit. Da wäre etwa das zwergische
Lagerbier "Gutdruff", bei dem schon wenige Humpen genügen, und man
hat das Gefühl, dass sich selbst der engste Stollen in eine weite,
blühende Wiese verwandelt hat! Dummerweise hat man am
nächsten Morgen das Gefühl, der selbe Stollen wäre einem
direkt auf den Kopf gestürzt! 12. EssenDie Essenskultur ist hingegen recht einfach
gestrickt: Man isst das,
was man findet! Jack Goldstecher |